Stärkung des küstennahen Biodiversitätsschutzes und -managements durch Schutz und Rehabilitierungsanreize für küstennahe Kohlenstoffsenken in Pazifischen Inselstaaten - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Stärkung des küstennahen Biodiversitätsschutzes und -managements durch Schutz und Rehabilitierungsanreize für küstennahe Kohlenstoffsenken in Pazifischen Inselstaaten

Stand: November 2021

Seegraswiesen und Mangrovenwälder erbringen zahlreichen Ökosystemdienstleistungen. Gemeinsam mit regionalen Partnern kartiert das Projekt mit innovativen Fernerkundungsmethoden den Bestand von Seegras und Mangroven. Gemessen und modelliert wird, in welchem Umfang diese Ökosysteme als Kohlenstoffsenken und für andere Ökosystemdienstleistungen zur Verfügung stehen. Die Daten ermöglichen es erstmals, den ökonomischen Wert der natürlichen Ressourcen zu bestimmen. Sie helfen den nationalen Regierungen, strategische Schutz-, Bewirtschaftungs- und Rehabilitierungsmaßnahmen zu implementieren. Wirksame Kartierungs- und Quantifizierungsansätzen zur Kohlenstoffspeicherung (MRV) von Mangrovenwäldern und Seegraswiesen helfen den Entscheidungsträgern, Anreizsysteme für eine nachhaltige Bewirtschaftung und die Wiederherstellung der Ökosysteme zu entwickeln. So wird die Umsetzung von NDCs und nationalen Anpassungsprogrammen (NAPAs) vorangebracht.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Auf regionaler Ebene unterstützt das Projekt weiterhin als Mitglied eines internationalen Beratergremiums in regelmäßigen technischen Onlinekonferenzen das Sekretariat der International Partnership for Blue Carbon (IPBC). Gegenwärtig arbeitet das Beratergremium an der Organisation und Koordination von regionalen und nationalen Dialogen, die die Länderbedürfnisse und potenzielle Unterstützerinnen und Unterstützer zusammenbringen sollen. In diesem Rahmen fand im Mai 2021 ein Blue Carbon Dialog mit Ministerien und Nichtregierungsorganisationen in Fidschi statt. Weiterhin stellt sich die Frage nach einer offiziellen IPBC-Mitgliedschaft Deutschlands, ebenso wie die Frage nach einer möglichen Mitgliedschaft der GIZ.
  • In Anpassung an die COVID-19-Situation richtete das Pacific GIS and Remote Sensing Council (PGRSC) im Februar 2021 die jährliche Regionalkonferenz erstmalig in virtuellem Format mit guter Beteiligung der vier Projektpartnerländer und einem speziellen Mangrovensegment aus.
  • In enger Zusammenarbeit mit dem PGRSC-Vorsitz arbeitet das Projekt weiterhin an einer Formalisierung nationaler GIS-User-Groups in den vier Partnerländern. In Fidschi fand vor diesem Hintergrund beispielsweise im Februar 2021 ein durch das Projekt veranstalteter „Practitioner-Dialogue“ zur vertieften Nutzung Tablet-oder Mobiltelefongestützter GIS- und Survey-Applikationen und einer möglichen Plattform-Harmonisierung zwischen Regierungs- und Entwicklungspartnern statt.
  • Aufgrund der eingeschränkten Reisemöglichkeiten zu national prioritären Seegras- und Mangrovenökosystemen in den Salomonen, Vanuatu und Papua-Neuguinea fokussiert sich das Projekt nach wie vor auf technische Fernerkundungsoptionen und die Vorbereitung und Erprobung beispielhafter Kartierungsansätze in den Prioritätsgebieten in den Partnerländern.

Projektdaten

Länder:
Fidschi, Papua Neuguinea, Salomonen, Vanuatu

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH - Mexico

Politische Partner:
  • Conservation and Environment Protection Authority - Papua-Neuguinea
  • Department of Environment - Fiji
  • Department of Environmental Protection and Conservation (DEPC)
  • Ministry of Environment, Climate Change, Disaster Management and Meteorology - Solomon Islands
  • Secretariat of the Pacific Community (SPC)
  • Secretariat of the Pacific Regional Environment Programme (SPREP) - Samoa

Durchführungspartner:
  • Secretariat of the Pacific Community (SPC)
  • Secretariat of the Pacific Regional Environment Programme (SPREP) - Samoa

BMU-Förderung:
9.220.000,00 €

Laufzeit:
12/2018  bis  11/2023




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