Stärkung des küstennahen Biodiversitätsschutzes und -managements durch Schutz und Rehabilitierungsanreize für küstennahe Kohlenstoffsenken in Pazifischen Inselstaaten - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Stärkung des küstennahen Biodiversitätsschutzes und -managements durch Schutz und Rehabilitierungsanreize für küstennahe Kohlenstoffsenken in Pazifischen Inselstaaten

Stand: November 2020

In enger Zusammenarbeit mit regionalen Partnern (SPREP, SPC) wird das Projekt mit innovativen Fernerkundungsmethoden den Bestand von Seegras und Mangroven (SuM) in vier pazifischen Partnerländern kartieren und die Kapazität von SuM als Kohlenstoffsenken, Emissionsquellen und in Bezug auf andere Ökosystemdienstleistungen messen und modellieren. Die Daten werden erstmalig eine Inwertsetzung des verbundenen Naturkapitals ermöglichen, um Regierungen bei der Implementierung strategischer Schutz-, Bewirtschaftungs- und Rehabilitierungsmaßnahmen im Rahmen der Aichi Ziele zu unterstützen. Aufbauend auf effektiven Kartierungs- und Quantifizierungsansätzen der mit SuM verbundenen Kohlenstoffspeicherung (monitoring, reporting, verification-MRV) werden Regierungspartner gezielt bei der Konzipierung national angemessener Anreizsysteme für nachhaltige Bewirtschaftung und Rehabilitierungsmaßnahmen im Rahmen von NDCs und „National Adaptation Programmes of Action“ (NAPAs) unterstützt.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Auf regionaler Ebene unterstützt das Projekt nach wie vor als Mitglied eines internationalen Beratergremiums in regelmäßigen technischen Onlinekonferenzen das Sekretariat der International Partnership for Blue Carbon. Dort stellt sich derzeit die Frage nach einer offiziellen Mitgliedschaft Deutschlands, ebenso wie die Frage nach einer möglichen Mitgliedschaft der GIZ. Da die Bundesrepublik mit den Salzwiesen des Nationalparks Wattenmeer und der aktiven Mitarbeit im regionalen Wattenmeersekretariat über überdurchschnittlich große Blue Carbon Ökosysteme im europäischen und internationalen Vergleich verfügt. Da BMU, BMZ und GIZ auf internationaler Ebene seit Jahren finanziell und technisch den Mangrovenschutz stark unterstützen, könnte dies durchaus sinnvoll sein. Hinzu kommt, dass deutsche Universitäten und Forschungseinrichtungen in diesen Bereichen lange und in Einzelbereichen führend aktiv sind.
  • In enger Zusammenarbeit mit dem Pacific GIS and Remote Sensing Council (PGRSC) werden derzeit Ansätze entwickelt, um nationale GIS-User Groups in den vier Partnerländern zu formalisieren und verstärkt, zunächst in digitalen Formaten, zu unterstützen. Das Projekt plant vor diesem Hintergrund die durch das IKI Vorgängerprojekt MACBIO geschaffene regionale Online-Trainingsplattform für die lizenzfreie QGIS Software - in Zusammenarbeit mit SPC und der Regionaluniversität USP - weiter auszubauen.
  • In diesem Zusammenhang ergab sich die Möglichkeit den direkten Zugang zu kostenfreien Satellitendaten des Europäischen Kopernikus-Programms, durch Etablierung eines nationalen Focal Points innerhalb des PGRSC in Fidschi, zu verbessern.
  • Durch die eingeschränkte direkte Zugangsmöglichkeit zu national prioritären Seegras- und Mangrovenökosystemen in den Salomonen, Vanuatu und Papua-Neuguinea fokussiert sich das Projekt zurzeit auf den Vergleich technischer Fernerkundungsoptionen und die Vorbereitung und Erprobung beispielhafter Kartierungsansätze in den Prioritätsgebieten Fidschis.

Projektdaten

Länder:
Fidschi, Papua Neuguinea, Salomonen, Vanuatu

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH - Mexico

Partnerinstitution(en):
  • Conservation and Environment Protection Authority - Papua-Neuguinea
  • Department of Environment - Fiji
  • Department of Environmental Protection and Conservation (DEPC)
  • Ministry of Environment, Climate Change, Disaster Management and Meteorology - Solomon Islands
  • Secretariat of the Pacific Community (SPC)
  • Secretariat of the Pacific Regional Environment Programme (SPREP) - Samoa
  • Secretariat of the Pacific Regional Environment Programme (SPREP) - Samoa

BMU-Förderung:
9.220.000,00 €

Laufzeit:
12/2018  bis  11/2023




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