Strategische Umweltdialoge - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Strategische Umweltdialoge

Stand: August 2020

Ziel und Maßnahmen

Mit der 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung und dem Pariser Klimaabkommen hat die Staatengemeinschaft eine ehrgeizige Zukunftsvision formuliert. In diesem Kontext unterstützt das Vorhaben das BMU in seinem Klima- und Umweltdialog mit bedeutenden Schwellenländern, unter anderem in Indien, Indonesien und China. Ergänzend zur Politikberatung hilft es bei der Durchführung und Organisation von hochrangigen bilateralen Umweltforen sowie regionalen und internationalen Konferenzen und führt kapazitätssteigernde Maßnahmen in den Fokusländern durch. An den Dialogformaten nehmen neben politischen Entscheidungsträgern und Entscheidungsträgerinnen auch Schlüsselakteure und -akteurinnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft teil. Ziel ist es, den bilateralen und internationalen Austausch über eine umweltfreundliche und kohlenstoffarme Wirtschaftsweise zu fördern, um die Konsensbildung zu entscheidenden Fragen in internationalen Prozessen zu Klima- und Umweltpolitik zu unterstützen.
Vorgängerprojekt(e)
Strategische Umweltpolitikdialogforen mit Schwellenländern Strategische Umweltdialogforen mit Partnerstaaten zur ressourcen- und energieeffizienten Ausrichtung ihrer Volkswirtschaften

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt unterstützt das BMU bei der Vorbereitung und Durchführung verschiedener Dialogformate und stärkt den Austausch und die Zusammenarbeit im Umweltbereich mit verschiedenen Schwellenländern.
  • Im politischen Dialog mit China wurden beispielsweise die Themen Ressourcen- und Energieeffizienz deutlich vorangetrieben. Im Anschluss an eine erste gemeinsame Konferenz im Jahr 2000 wurde der Dialog durch regelmäßig stattfindende Umweltforen kontinuierlich intensiviert. Das sechste Deutsch-Chinesische Umweltforum unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Svenja Schulze und dem chinesischen Vize-Umweltminister Zhao Yingmin im Oktober 2019 setzte die Schwerpunkte u.a. auf den Kampf gegen den Klimawandel und den Erhalt der Artenvielfalt.
  • Die Zusammenarbeit mit dem indischen Umweltministerium wurde verstetigt. 2014 und 2015 erarbeitete die „Indo-German Expert Group on Green and Inclusive Economy“ Empfehlungen für die Zusammenarbeit der Länder im Bereich der Wirtschafts- und Umweltpolitik. Die Gruppe setzt sich aus Vertreter*innen renommierter indischer und deutscher Think Tanks zusammen. Seit 2015 wird der Wissensaustausch durch Arbeitsgruppen verstetigt und ausgebaut. Die bilateralen Arbeitsgruppen zu Wasserwirtschaft, Abfallmanagement, Stadtentwicklung, Klima und Biodiversität tagten erneut vor dem dritten Deutsch-Indischen Umweltforum im Februar 2019 in Neu-Delhi. Der Schwerpunkt des Dialogforums wurde auf Kapazitäten und Technologien zur Implementierung der NDCs und SDGs gesetzt und es wurde beschlossen, gemeinsam die Vermeidung von Meeresmüll voranzutreiben.
  • Im Rahmen des deutsch-brasilianischen Umweltdialogs wurde 2018 eine Intensivierung der Zusammenarbeit zu den SDGs vereinbart. Zuletzt wurde im Dezember 2019 mit der brasilianischen Nationalen Akademie für Öffentliche Verwaltung (ENAP) ein Training für Führungskräfte zum Thema SDGs und Umwelt entwickelt und durchgeführt.
  • Gemeinsam mit den Partnern des argentinischen Umweltministeriums wurden der Dialog im Themenbereich Kreislauf- und Abfallwirtschaft fortgeführt. Am 16. und 18. Juli 2019 wurden zwei Open-Source-Circular-Economy-Days (OSCE days) in Kooperation mit dem deutschen Think Tank CRCLR durchgeführt, dabei kamen Experten, Umweltschützer und Innovatoren zusammen, um Ideen und Lösungen auszutauschen.
  • Auf globaler und regionaler Ebene unterstützt das Projekt im Auftrag des BMU die Vorbereitung und Durchführung zahlreicher internationaler Veranstaltungen für nachhaltige Entwicklung. Zuletzt unterstützte das Vorhaben die Konsultation von Wissenschaftlern bei der Erarbeitung des Global Sustainable Development Reports (GSDR) durch einen regionalen Workshop in Amman, Jordanien, im April 2019. In Zusammenarbeit mit UNDESA, dem indonesischen Planungsministerium BAPPENAS und dem IKI-Globalvorhaben „SDG Review und Implementierung“ fand vom 19.-21. November 2019 ein regionaler Workshop in Jakarta, Indonesien zur Verbreitung der Kernbotschaften des GSDR statt. Rund 80 Vertreter aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Privatsektor und Regierungen diskutierten intensiv über die Ergebnisse und Empfehlungen für die Region Asien und Pazifik und stärkten so Verständnis und Akzeptanz sowie die globale Debatte zur Umsetzung der 2030-Agenda.

Projektdaten

Länder:
Argentinien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Kolumbien, Marokko, Südafrika, Thailand, Uruguay, Vietnam

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Department of Environmental Affairs (DEA) - South Africa
  • Diverse climate change relevant institutions in the respective partner countries/Diverse klimarelevante Institutionen in den entsprechenden Partnerländern
  • Ministry of Energy, Mines, Water and Environment (MEMEE) - Morocco
  • Ministry of Environment, Forest and Climate Change (MoEFCC) - India
  • Ministry of Environment (KLHK) - Indonesia
  • Ministry of Environment - Brazil
  • Ministry of Environmental Protection - China
  • Ministry of Housing, Territorial Planning and Environment (MVOTMA) - Uruguay
  • Ministry of Natural Resources and Environment (MONRE) - Viet Nam
  • National Development and Reform Commission (NDRC) - China
  • Office of Natural Resources and Environmental Policy and Planning - ONEP - Thailand
  • Ministry of Ecology and Environment - China
  • Ministry of Natural Resources and Environment (MoNRE) - Thailand

BMU-Förderung:
9.350.000,00 €

Laufzeit:
01/2014  bis  02/2023


Internetauftritt(e):



Meldungen zum Projekt

19.04.2016BMUB unterstützt China beim Emissionshandel

Publikationen

04/2016Klimaschutz in China
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