Strategische Umweltdialoge

Stand: Juli 2021

Mit der 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung und dem Pariser Klimaabkommen hat die Staatengemeinschaft eine ehrgeizige Zukunftsvision formuliert. In diesem Kontext unterstützt das Vorhaben das BMU in seinem Klima- und Umweltdialog mit bedeutenden Schwellenländern, unter anderem in Indien, Indonesien und China. Ergänzend zur Politikberatung hilft es bei der Durchführung und Organisation von hochrangigen bilateralen Umweltforen sowie regionalen und internationalen Konferenzen und führt kapazitätssteigernde Maßnahmen in den Fokusländern durch. An den Dialogformaten nehmen neben politischen Entscheidungsträgern und Entscheidungsträgerinnen auch Schlüsselakteure und -akteurinnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft teil. Ziel ist es, den bilateralen und internationalen Austausch über eine umweltfreundliche und kohlenstoffarme Wirtschaftsweise zu fördern, um die Konsensbildung zu entscheidenden Fragen in internationalen Prozessen zu Klima- und Umweltpolitik zu unterstützen.
Vorgängerprojekt(e)
Strategische Umweltpolitikdialogforen mit Schwellenländern Strategische Umweltdialogforen mit Partnerstaaten zur ressourcen- und energieeffizienten Ausrichtung ihrer Volkswirtschaften

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Ende 2020 wurde durch die Renewables Academy (RENAC gGmbH) ein regionaler Dialog in Zentralamerika zu erneuerbaren Energien im Kontext von COVID-19 virtuell durchgeführt.
  • Im November 2020 fand ein virtueller Regionalworkshop zur Verbreitung der Kernbotschaften des Global Sustainable Development Reports (GSDR) 2019 statt. Der Bericht zeigt den aktuellen Umsetzungsstand der Sustainable Development Goals (SDG) und gibt Orientierungshilfen zu nachhaltiger Entwicklung und transformativen Entwicklungspfaden.
  • Gemeinsam mit dem IKI-Globalvorhaben „Blue Solutions“ wurde Honduras in Zusammenarbeit mit Costa Rica und der Dominikanischen Republik erfolgreich unterstützt, einen Antrag im Ideenwettbewerb der Bio-Bridge Initiative des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) einzureichen.
  • Die Kooperation mit dem United Nations System Staff College (UNSSC) und dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) wurde 2020 weitergeführt, nachdem 2019 in Brasilien bereits die Sustainable Leadership Academy umgesetzt wurde.
  • 2020 wurde ein regionales Training of Trainers in Asien als Online-Fortbildung zu nationalen Klimaschutzbeiträgen (NDCs) und SDGs, Leave no one behind in COVID-19 Maßnahmen sowie Digitalisierung im Rahmen der 2030-Agenda erfolgreich umgesetzt. Hierbei hat auch das Umweltbundesamt wichtige inhaltliche Beiträge zum Thema Digitalisierung eingebracht. Insgesamt haben 30 Teilnehmende von 14 Institutionen aus sechs Ländern des Managing Global Governance Networks teilgenommen.
  • Argentinien:
    • Gemeinsam mit den Partnern des argentinischen Umweltministeriums wurden der Dialog im Themenbereich Kreislauf- und Abfallwirtschaft fortgeführt. Am 16. und 18. Juli 2019 wurden zwei Open-Source-Circular-Economy-Days (OSCE days) in Kooperation mit dem deutschen Think Tank CRCLR durchgeführt, dabei kamen Experten, Umweltschützer und Innovatoren zusammen, um Ideen und Lösungen auszutauschen.
  • China:
    • Im politischen Dialog mit China wurden die Themen Ressourcen- und Energieeffizienz deutlich vorangetrieben. Im Anschluss an eine erste gemeinsame Konferenz im Jahr 2000 wurde der Dialog durch regelmäßig stattfindende Umweltforen kontinuierlich intensiviert. Das 6. Deutsch-Chinesische Umweltforum unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Svenja Schulze und dem chinesischen Vize-Umweltminister Zhao Yingmin im Oktober 2019 setzte die Schwerpunkte u.a. auf den Kampf gegen den Klimawandel und den Erhalt der Artenvielfalt.
  • Indien:
    • Die Zusammenarbeit mit dem indischen Umweltministerium wurde verstetigt. 2014 und 2015 erarbeitete die „Indo-German Expert Group on Green and Inclusive Economy“ Empfehlungen für die Zusammenarbeit der Länder im Bereich der Wirtschafts- und Umweltpolitik. Seit 2015 wird der Wissensaustausch durch Arbeitsgruppen verstetigt und ausgebaut. Die bilateralen Arbeitsgruppen zu Wasserwirtschaft, Abfallmanagement, Stadtentwicklung, Klima und Biodiversität tagten erneut vor dem 3. Deutsch Indischen Umweltforum im Februar 2019 in Neu-Delhi. Der Schwerpunkt des Dialogforums wurde auf Kapazitäten und Technologien zur Implementierung der NDCs und SDGs gesetzt und es wurde beschlossen, gemeinsam die Vermeidung von Meeresmüll voranzutreiben.

Projektdaten

Länder:
Argentinien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Kolumbien, Marokko, Südafrika, Thailand, Uruguay, Vietnam

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Politische Partner:
  • Diverse climate change relevant institutions in the respective partner countries/Diverse klimarelevante Institutionen in den entsprechenden Partnerländern
  • Ministry of Ecology and Environment - China
  • Ministry of Energy, Mines, Water and Environment (MEMEE) - Morocco
  • Ministry of Environment, Forest and Climate Change (MoEFCC) - India
  • Ministry of Environment - Brazil
  • Ministry of Environment and Forestry (KLHK) - Indonesia
  • Ministry of Environment and Sustainable Development - Argentina*
  • Ministry of Housing, Territorial Planning and Environment (MVOTMA) - Uruguay *
  • Ministry of Natural Resources and Environment (MoNRE) - Viet Nam
  • National Development and Reform Commission (NDRC) - China
  • Office of Natural Resources and Environmental Policy and Planning - ONEP - Thailand
  • State Ministry of National Development Planning (BAPPENAS) - Indonesia

BMU-Förderung:
9.350.000,00 €

Laufzeit:
01/2014  bis  02/2023


Internetauftritt(e):



Meldungen zum Projekt

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Publikationen

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