Strategische Umweltdialoge

Stand: October 2020

Ziel und Maßnahmen

Mit der 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung und dem Pariser Klimaabkommen hat die Staatengemeinschaft eine ehrgeizige Zukunftsvision formuliert. In diesem Kontext unterstützt das Vorhaben das BMU in seinem Klima- und Umweltdialog mit bedeutenden Schwellenländern, unter anderem in Indien, Indonesien und China. Ergänzend zur Politikberatung hilft es bei der Durchführung und Organisation von hochrangigen bilateralen Umweltforen sowie regionalen und internationalen Konferenzen und führt kapazitätssteigernde Maßnahmen in den Fokusländern durch. An den Dialogformaten nehmen neben politischen Entscheidungsträgern und Entscheidungsträgerinnen auch Schlüsselakteure und -akteurinnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft teil. Ziel ist es, den bilateralen und internationalen Austausch über eine umweltfreundliche und kohlenstoffarme Wirtschaftsweise zu fördern, um die Konsensbildung zu entscheidenden Fragen in internationalen Prozessen zu Klima- und Umweltpolitik zu unterstützen.
Vorgängerprojekt(e)
Strategische Umweltpolitikdialogforen mit Schwellenländern Strategische Umweltdialogforen mit Partnerstaaten zur ressourcen- und energieeffizienten Ausrichtung ihrer Volkswirtschaften

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • In der zweiten Jahreshälfte 2020 findet virtuell ein Regionalworkshop zur Verbreitung der Kernbotschaften des Global Sustainable Development Reports (GSDR) 2019 statt. Der Bericht zeigt den aktuellen Umsetzungsstand der Sustainable Development Goals (SDG) und gibt Orientierungshilfen zu nachhaltiger Entwicklung und transformativen Entwicklungspfaden.
  • Gemeinsam mit dem IKI-Globalvorhaben „Blue Solutions“ wurde Honduras in Zusammenarbeit mit Costa Rica und der Dominikanischen Republik aktiv unterstützt, einen Antrag im Ideenwettbewerb der Bio-Bridge Initiative des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD) einzureichen.
  • Die Kooperation mit dem United Nations System Staff College (UNSSC) und dem Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) wird nach Umsetzung der Sustainable Leadership Academy von 2019 in Brasilien weitergeführt. Für 2020 ist ein regionales Training of Trainers in Asien als Online-Fortbildung zu nationalen Klimaschutzbeiträgen (NDCs) und SDGs, Leave no one behind in COVID-19 Maßnahmen sowie Digitalisierung im Rahmen der 2030-Agenda geplant. Zudem ist eine virtuelle Konferenz der Verwaltungsakademien des Managing Global Governance (MGG) Netzwerks vorgesehen.
  • Argentinien:

    • Gemeinsam mit den Partnern des argentinischen Umweltministeriums wurden der Dialog im Themenbereich Kreislauf- und Abfallwirtschaft fortgeführt. Am 16. und 18. Juli 2019 wurden zwei Open-Source-Circular-Economy-Days (OSCE days) in Kooperation mit dem deutschen Think Tank CRCLR durchgeführt, dabei kamen Experten, Umweltschützer und Innovatoren zusammen, um Ideen und Lösungen auszutauschen.

  • China:

    • Im politischen Dialog mit China wurden die Themen Ressourcen- und Energieeffizienz deutlich vorangetrieben. Im Anschluss an eine erste gemeinsame Konferenz im Jahr 2000 wurde der Dialog durch regelmäßig stattfindende Umweltforen kontinuierlich intensiviert. Das 6. Deutsch-Chinesische Umweltforum unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Svenja Schulze und dem chinesischen Vize-Umweltminister Zhao Yingmin im Oktober 2019 setzte die Schwerpunkte u.a. auf den Kampf gegen den Klimawandel und den Erhalt der Artenvielfalt.

  • Indien:

    • Die Zusammenarbeit mit dem indischen Umweltministerium wurde verstetigt. 2014 und 2015 erarbeitete die „Indo-German Expert Group on Green and Inclusive Economy“ Empfehlungen für die Zusammenarbeit der Länder im Bereich der Wirtschafts- und Umweltpolitik. Seit 2015 wird der Wissensaustausch durch Arbeitsgruppen verstetigt und ausgebaut. Die bilateralen Arbeitsgruppen zu Wasserwirtschaft, Abfallmanagement, Stadtentwicklung, Klima und Biodiversität tagten erneut vor dem 3. Deutsch-Indischen Umweltforum im Februar 2019 in Neu-Delhi. Der Schwerpunkt des Dialogforums wurde auf Kapazitäten und Technologien zur Implementierung der NDCs und SDGs gesetzt und es wurde beschlossen, gemeinsam die Vermeidung von Meeresmüll voranzutreiben.

  • Projektdaten

    Länder:
    Argentinien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Kolumbien, Marokko, Südafrika, Thailand, Uruguay, Vietnam

    Durchführungs­organisation:
    Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

    Partnerinstitution(en):
    • Department of Environmental Affairs (DEA) - South Africa
    • Diverse climate change relevant institutions in the respective partner countries/Diverse klimarelevante Institutionen in den entsprechenden Partnerländern
    • Ministry of Energy, Mines, Water and Environment (MEMEE) - Morocco
    • Ministry of Environment, Forest and Climate Change (MoEFCC) - India
    • Ministry of Environment (KLHK) - Indonesia
    • Ministry of Environment - Brazil
    • Ministry of Environmental Protection - China
    • Ministry of Housing, Territorial Planning and Environment (MVOTMA) - Uruguay
    • Ministry of Natural Resources and Environment (MONRE) - Viet Nam
    • National Development and Reform Commission (NDRC) - China
    • Office of Natural Resources and Environmental Policy and Planning - ONEP - Thailand
    • Ministry of Ecology and Environment - China
    • Ministry of Natural Resources and Environment (MoNRE) - Thailand

    BMU-Förderung:
    9.350.000,00 €

    Laufzeit:
    01/2014  bis  02/2023


    Internetauftritt(e):



    Meldungen zum Projekt

    19.04.2016BMUB unterstützt China beim Emissionshandel

    Publikationen

    04/2016Klimaschutz in China
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