Strategische Umweltdialoge - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Strategische Umweltdialoge

Stand: June 2020

Ziel und Maßnahmen

Mit der 2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung und den SDGs hat die Staatengemeinschaft eine ehrgeizige Vision formuliert. Zusammen mit dem Pariser Klimaabkommen bilden sie eine Richtschnur für die internationale Zusammenarbeit. Aufbauend auf Vorgängerprojekten intensiviert das Vorhaben die strategischen Umweltdialoge mit bedeutenden Schwellenländern wie zum Beispiel Brasilien, China, Indien und Thailand und dehnt sie auf weitere Länder aus. An den Dialogforen nehmen neben politischen Entscheidungsträgern auch Schlüsselakteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft teil. Zudem organisiert es Arbeitsgruppen, internationale sowie regionale Konferenzen und führt Studien durch, die die Dialogformate vorbereiten. Das Projekt fördert so den Austausch über eine umweltfreundliche und kohlenstoffarme Wirtschaftsweise und möchte die Klimaverhandlungen positiv beeinflussen. Das Vorhaben unterstützt das BMU, hochrangige Umweltforen auszurichten.
Vorgängerprojekt(e)
Strategische Umweltpolitikdialogforen mit Schwellenländern Strategische Umweltdialogforen mit Partnerstaaten zur ressourcen- und energieeffizienten Ausrichtung ihrer Volkswirtschaften

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Mehrere hochrangige Umweltdialogforen wurden durchgeführt, z.B. das 5. Deutsch-Chinesische Umweltforum (April 2016), der zweite Deutsch-Brasilianische Klimadialog im Kontext der Regierungsverhandlungen (August 2015), das dritte Deutsch-Indische Umweltforum (13.02.2019).
  • Jährliche Treffen der im Umweltforum mit Thailand 2013 beschlossenen Steuerungsgruppe zwischen dem BMU und dem Ministry of Natural Resources and Environment werden konzipiert.
  • Eine indisch-deutsche Expertengruppe (Indo-German Expert Group on Green and Inclusive Economy) wird koordiniert und ein transnationaler Expertenaustausch organisiert, der bereits verschiedene Policy Papers herausgegeben hat.
  • Eine Studie zum Thema "Energy Efficient and Green Buildings: The Key to Decoupling in the Construction and Building Sector" in Indien wurde erstellt.
  • Die Durchführung der 2. Ministerkonferenz “Inclusive and Sustainable Economies Powering the Sustainable Development Goals“ der "UN Partnership for Action on Green Economy" (PAGE), die vom 27.-28.03.2017 in Berlin stattfand, wurde unterstützt.
  • Im Rahmen eines Finanzierungsvertrages unterstützte das Projekt die Michael Succow Stiftung bei dem Projekt „Strategic Environmental Dialogues on Carribean Coastal Peatlands“. Das Projekt umfasste neben der Erhebung von Daten zum Thema Moore und Klimaschutz durch Missionen in die Region und diverse Expertengespräche auch einen Workshop auf dem „International Wetland Symposium“ auf Kuba sowie ein eigenständiges Side Event bei der COP 23 in Bonn (enb.iisd.org/…).
  • BMU-Side-Event „Tackling Air Pollution- Challenges for Governments and Industry“ i.R. der UNEA 3 in Nairobi, Kenia am 05.Dezember 2017 web.unep.org/…
  • Im Oktober 2018 wurde gemeinsam mit den Partnern im Uruguayischen Umweltministerium die zweite Expertenmission zum Thema nachhaltiges Wassereinzugsgebietsmanagement vorbereitet und durchgeführt.
  • Gemeinsam mit den Partnern des argentinischen Umweltministeriums wurden die strategischen Umweltdialoge im Themenbereich Circular Economy/Kreislauf- und Abfallwirtschaft fortgeführt.
  • Am 16. und 18. Juli wurden zwei Open-Source-Circular-Economy-Days (OSCEdays) in Kooperation mit CRCLR durchgeführt, dabei kamen Experten, Umweltschützer und Innovatoren zusammen, um Ideen und Lösungen auszutauschen.
  • Am 30./31. Oktober 2019 fand das 6. Deutsch-Chinesische Umweltforum zu den Themen Luftreinhaltung und Biodiversität auf Ministerebene statt. Das Vorhaben unterstützte das BMU mit der Vor-und Nachbereitung sowie bei der Durchführung des Forums, das zentrale Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammenbringt.
  • Auf globaler und regionaler Ebene unterstützte das Projekt im Auftrag des BMU die Vorbereitung und Durchführung zahlreicher internationaler Veranstaltungen. Zuletzt unterstützte das Vorhaben die Konsultation von Wissenschaftlern bei der Erarbeitung des Global Sustainable Development Reports (GSDR) durch einen regionalen Workshop in Amman, Jordanien, im April 2019. Insgesamt rund 100 Fachleute aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft tauschten sich zum Umsetzungsstand der 2030-Agenda aus. Zur Verbreitung der Kernbotschaften des GSDR werden im Oktober 2019 Workshops in Berlin und Brüssel unterstützt. Darauffolgend finden weitere Workshops in den Regionen statt, die in die Konsultationsworkshops eingebunden waren (Afrika, Asien, Karibik, Lateinamerika, MENA).
  • Im Rahmen des deutsch-brasilianischen Umweltdialogs wurde 2018 eine Intensivierung der Zusammenarbeit zu den SDGs vereinbart. In diesem Kontext wurde gemeinsam mit der Nationalen Akademie für Öffentliche Verwaltung (ENAP) in Brasilien und dem United Nations System Staff College (UNSSC) vom 4. bis 6. Dezember 2019 eine Sustainable Leadership Academy zum Thema SDGs und Umwelt durchgeführt.
  • Am 30. und 31. Oktober 2019 fand das 6. Deutsch-Chinesische Umweltforum mit dem Titel Towards 2030: Accelerating Change Through Innovation for Greener Development auf Ministerebene in Peking statt. Die Themen Luftreinhaltung und Biodiversität standen im Vordergrund.
  • In Zusammenarbeit mit UNDESA, dem indonesischen Planungsministerium BAPPENAS und dem IKI-Globalvorhaben „SDG Review und Implementierung“ fand vom 19.-21. November 2019 ein regionaler Workshop in Jakarta, Indonesien zur Verbreitung der Kernbotschaften des Global Sustainable Development Reports (GSDR) statt. Rund 80 Vertreter aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft, Privatsektor und Regierungen diskutierten intensiv über die Ergebnisse und Empfehlungen für die Region Asien und Pazifik und stärkten so Verständnis und Akzeptanz sowie die glo-bale Debatte zur Umsetzung der 2030-Agenda.

Projektdaten

Länder:
Brasilien, China, Indien, Indonesien, Kolumbien, Marokko, Südafrika, Thailand, Uruguay, Vietnam

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Department of Environmental Affairs (DEA) - South Africa
  • Diverse climate change relevant institutions in the respective partner countries/Diverse klimarelevante Institutionen in den entsprechenden Partnerländern
  • Ministry of Energy, Mines, Water and Environment (MEMEE) - Morocco
  • Ministry of Environment, Forest and Climate Change (MoEFCC) - India
  • Ministry of Environment (KLHK) - Indonesia
  • Ministry of Environment - Brazil
  • Ministry of Environmental Protection - China
  • Ministry of Housing, Territorial Planning and Environment (MVOTMA) - Uruguay
  • Ministry of Natural Resources and Environment (MONRE) - Viet Nam
  • National Development and Reform Commission (NDRC) - China
  • Office of Natural Resources and Environmental Policy and Planning - ONEP - Thailand
  • Ministry of Ecology and Environment - China
  • Ministry of Natural Resources and Environment (MoNRE) - Thailand

BMU-Förderung:
7.800.000,00 €

Laufzeit:
01/2014  bis  02/2023


Internetauftritt(e):



Meldungen zum Projekt

19.04.2016BMUB unterstützt China beim Emissionshandel

Publikationen

04/2016Klimaschutz in China
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