STRONG High Seas - Nachhaltige Nutzung der hohen See

Stand: März 2021

Meeresgebiete außerhalb der nationalen Hoheitsgebiete bedecken etwa die Hälfte der Erdoberfläche. Sie sind Lebensraum für eine große Artenvielfalt und stellen wichtige Ökosystemleitungen bereit. Das Projekt fördert die Entwicklung sektorübergreifender Ansätze, um die biologische Vielfalt auf hoher See (ABNJ) im Südost-Atlantik und Südost-Pazifik zu erhalten und nachhaltig zu nutzen. Unter Berücksichtigung regionaler Interessen und der globalen politischen Dynamik identifiziert es positive Beispiele für die nachhaltige Nutzung. Zudem unterstützt das Vorhaben nationale Institutionen dabei, vorhandene Instrumente des Meeresschutzes umzusetzen und neue Ansätze zu entwickeln. Dazu treibt es die technische und wissenschaftliche Zusammenarbeit voran und schlägt ABNJ-Maßnahmen auf regionaler Ebene vor. Erfahrungen werden an andere Regionen weitergegeben. Zudem werden mögliche regionale Governance-Ansätze als Teil eines künftigen internationalen Instruments unter UNCLOS entwickelt.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt STRONG High Seas leistet weiterhin wichtige Beiträge für die Regionen und die laufenden UN-Verhandlungen.
  • Ministeriumsvertreterinnen und-vertreter aus den Regionen des Südostpazifiks und dem Südostatlantiks, die im September 2018 am ersten Capacity-Building-Programm und im August 2019 am zweiten Capacity-Building-Programm während der BBNJ-Verhandlungen bei den Vereinten Nationen in New York teilnahmen, haben über den Nutzen des Programms für ihre Arbeit berichtet, und viele von ihnen verfolgen weiterhin die BBNJ-Verhandlungen für ihr Land, sowohl bei den Verhandlungen als auch in der Landeshauptstadt.
  • Länder der Südostpazifik-Region dankten bei der CPPS Generalversammlung im Januar 2020 dem STRONG High Seas Projekt für den wichtigen Beitrag des Projekts zur Arbeit der CPPS und ihrer Mitgliedstaaten. Die Generalversammlung ratifizierte ihr Engagement für das Projekt, und die Länder erklärten ihre Bereitschaft, die Zusammenarbeit mit dem Projekt zu verstärken. Länder der Südostpazifik-Region haben auch während des dritten Dialog Workshops im Februar 2020 den wichtigen Beitrag des Projekts für die Region unterstrichen, besonders in Hinsicht auf die laufenden BBNJ-Verhandlungen bei der UN.
  • Die Peruanische Regierung hat Kolleginnen und Kollegen des STRONG-High-Seas-Projekts beim ersten interministeriellen Treffen zu BBNJ (‚Nationaler Dialog‘) im Februar 2020 als Expertinnnen und Experten eingeladen. Die Regierung hat den wichtigen Beitrag des STRONG-High-Seas-Projekts unterstrichen und die Bereitschaft der Regierung mit dem Projekt gemeinsam weiterzuarbeiten. Die Wichtigkeit weitere nationaler Dialoge in den Ländern der CPPS-Region zu unterstützen wurde von den Ländern der Südostpazifik-Region während des dritten Dialog-Workshops im Februar 2020 betont.
  • Die Abidjan Konvention arbeitet durch sein Sekretariat weiterhin aktiv mit dem STRONG-High-Seas-Projekt zusammen. Das Projekt wurde gebeten, einen Beitrag zur Konferenz der Vertragsparteien (COP) der Abidjan Konvention mit mehreren hochrangigen und fachkundigen Präsentationen zu leisten, eine Nebenveranstaltung über die Bedeutung und die Überlegungen zu ABNJ zu veranstalten und die COP bei der Ausarbeitung eines Resolutionstextes zu ABNJ zu unterstützen. Das Projekt arbeitet auch weiterhin mit der durch die Konvention eingerichteten ABNJ-Arbeitsgruppe zusammen und wurde im Januar 2020 vom Sekretariat der Abidjan Konvention gebeten, einen Beitrag zur Position der Afrikanischen Union zu BBNJ zu leisten.

Projektdaten

Länder:
weltweit

Durchführungs­organisation:
Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) e.V.

Politische Partner:
  • Comisión Permanente del Pacífico Sur (CPPS
  • Permanente Kommission für den Südpazifik)
  • Secretariat of the Abidjan Convention - Ivory Coast

Durchführungspartner:
  • BirdLife International - Global Office - United Kingdom
  • Institute for Sustainable Development and International Relations (IDDRI) - Frankreich
  • International Ocean Institute – Southern Africa
  • Universidad Católica del Norte (Millenium Nucleus for Ecology and Sustainable Management of Oceanic Islands, ESMOI)
  • World Wide Fund for Nature (WWF) - Colombia
  • World Wide Fund for Nature (WWF) - Germany

BMU-Förderung:
3.771.445,96 €

Laufzeit:
06/2017  bis  05/2022


Internetauftritt(e):

Factsheet:
Strengthening Regional Ocean Governance for the High Seas (PDF, 1.71 MB, Englisch)



Meldungen zum Projekt

07.06.2019IKI und der Schutz der Meere
01.10.2018Meere nachhaltig verwalten
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