Transformation von Wertschöpfungsketten im Tourismussektor in Entwicklungsländern und kleinen Inselstaaten zur Beschleunigung einer ressourceneffizienteren und kohlenstoffarmen Entwicklung

Stand: September 2021

Der Tourismussektor verursacht Schätzungen zufolge rund fünf Prozent der globalen Treibhausgasemissionen. Die hohe Abhängigkeit von fossiler Energie und Nahrungsimporten führt zu ressourcenineffizienten Wertschöpfungsketten, die anfällig für Folgen des Klimawandels sind. Das Projekt unterstützt die Partnerländer bei der Minderung und verbesserter Ressourceneffizienz in Schlüsselbereichen wie beispielsweise der Hotel- und Gastronomiebranche. Dazu analysiert und aktualisiert es Inventare der Treibhausgasemissionen sowie nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen. Es entwickelt zudem integrierte Maßnahmen zur Emissionsminderung und Ressourceneffizienz, die auf dem Lebenszyklusansatz mit spezifischen Indikatoren zu Minderungs- und Anpassungsprioritäten basieren. Darüber hinaus baut das Vorhaben Ressourcen und Kompetenzen bei lokalen Institutionen auf und ist intensiv in relevanten Netzwerken aktiv, damit Projektergebnisse auf nationaler und regionaler Ebene verbreitet werden können.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • 2021: Auf Grund der Covid-19-Pandemie kam es zur Schließung mehrere Hotels. Dennoch wurden bis Ende März 2021 bereits mehr als 30 Capacity-Building-Workshops durchgeführt, an welchen insgesamt 1.720 Interessierte teilnahmen.
  • Mittlerweile sind über 94 Unternehmen Teil des Projektes, und 15 Unternehmen haben Daten zur Einschätzung ihrer THG- und EE-Leistung eingereicht.
  • Eine Beitrag, sowie ein Video zum Umgang mit der Corona Pandemie in der Tourismusbranche wurden entwickelt, um die Auswirkungen von Covid-19 auf den Tourismussektor zu beleuchten (www.unep.org/…)
  • Oktober 2018: Workshop "Nutzung nachhaltiger Beschaffungspraktiken zur Transformation touristischer Wertschöpfungsketten", organsiert von UN Environment: Es sollen alle Projektpartner und Vertreterinnen und Vertreter der Tourismusbranche aus den einzelnen Umsetzungsländern teilnehmen.
  • Mai/Juni 2018: Es wurden Workshops in den Schwerpunktländern durchgeführt, in denen u. a. die Roadmap zur Ressourceneffizienz/Nationale Aktionspläne sowie die Umweltperformance diskutiert wurden.
  • 1. Phase: Bewertung Status Quo (2017-2018):
    • Stakeholder Advisory Groups wurden in jedem der vier Partnerländer eingerichtet.
    • Vier Länderberichte wurden entwickelt, um die Wertschöpfungsketten zu untersuchen, kritische Bereiche für Verbesserungen zu identifizieren und mögliche Lösungsansätze zu erstellen.
    • Zehn Workshops wurden in den vier Ländern durchgeführt, an denen über 500 Personen teilnahmen, inkl. Vertreterinnen und Vertreter aus dem öffentlichen und privaten Bereich sowie der Zivilgesellschaft.
    • September 2018 bis Februar 2019: Priorisierung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen in jedem Land auf der Grundlage von Hotspot-Analysen und Konsultationen mit den wichtigsten Interessengruppen, um die Komponente der nachhaltigen Beschaffung voranzubringen.
    • Philippinen:
      • Das Projekt wurde in den Nationalen Tourismusentwicklungsplan 2016-2022 aufgenommen.
      • Oktober 2019: Erstes Capacity Building zu Energieeffizienz für Hotels und MICE in Zusammenarbeit mit der „Philippine Energy Efficiency Alliance“, deren Ziel es ist, die Philippinen bei der Entwicklung einer energieeffizienteren und sauberen Energie zu unterstützen.
      • In Zusammenarbeit mit dem philippinischen Tourismusministerium wurde die Projektkampagne zu Kunststoffen an die philippinische Sprache angepasst, um das Engagement von Hotels und Tourismusakteuren zu erhöhen.
    • Dominikanische Republik:
      • Juni/Juli 2018: In Puerto Plata, Punta Cana und Bayahibe wurde ein Training zu Wertschöpfungsketten in der Tourismusbranche durchgeführt.
      • Eliminierung des Einsatzes von teilhalogenierten Fluorchlorkohlenwasserstoffen und Steigerung der Effizienz von Kühlgeräten in den Hotels zur Reduzierung der THG-Emissionen: In Zusammenarbeit mit dem Kigali-Protokollprogramm wurde in Puerto Plata eine Schulung zur Umstellung von Kühlgeräten durchgeführt.
      • September 2018: Im Rahmen einer Preisverleihung wurden die Hotels, Fachleute und Unternehmen ausgezeichnet, die aktiv an der RECP-Bewertung teilgenommen und den Kapazitätsaufbau unterstützt haben.
      • Die Konferenz "Reduzierung von Kunststoffen für den Einmalgebrauch im Tourismusbereich" fand während der ASONAHORES-Messe 2018 in Punta Cana statt, um die Hotellerie für die Auswirkungen der Verschmutzung durch Kunststoff und die mögliche Emissionsreduzierung durch Kreislaufwirtschaftsmodelle zu sensibilisieren.
      • Das Kompendium der Fallstudien wurde auf der vierten Umweltversammlung der Vereinten Nationen (UNEA-4) in Nairobi vorgestellt.
      • Die vier nationalen Roadmaps und Aktionspläne wurden 2019 veröffentlicht.
      • Im Rahmen des Projekts wird ein Überwachungs-, Berichts- und Überprüfungssystem für die Roadmaps und Aktionspläne sowie für einzelne Unternehmen entwickelt, um die Auswirkungen der getroffenen Maßnahmen zu beurteilen.
      • Es wurde ein Covid-19-Toolkit entwickelt, um das Engagement von Tourismusunternehmen und das Verständnis ihrer Bedürfnisse bei der Wiederherstellung von Covid-19 und während der Wiedereröffnung zu fördern.

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
Antigua und Barbuda, Dominica, Dominikanische Republik (Dom Rep), Grenada, Mauritius, Philippinen, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen

Durchführungs­organisation:
United Nations Environment Programme (UN Environment)

Politische Partner:
  • Department of Tourism (DOT) - Philippines
  • Ministry of Environment and Natural Resources - Dominican Republic
  • Ministry of Tourism - Dominican Republic
  • Ministry of Tourism & External Communications - Mauritius
  • Organization of Eastern Caribbean States Secretariat (OECS) - St Lucia

Durchführungspartner:
  • The Travel Foundation - United Kingdom
  • UNEP DTU Partnership
  • Waste and Resources Action Programme (WRAP)

BMU-Förderung:
4.978.811,00 €

Laufzeit:
01/2017  bis  12/2022


Internetauftritt(e):

Video



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