Trust Fund – Unterstützung des Weltbiodiversitätsrats durch BES-Net - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Trust Fund – Unterstützung des Weltbiodiversitätsrats durch BES-Net

Stand: Juli 2021

Politische Entscheidungstragende brauchen verlässliche Informationen über den Zustand und die Entwicklung der biologischen Vielfalt und über ökosystemare Dienstleistungen. Nur so können geeignete Maßnahmen zu deren Erhalt getroffen werden. Der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) stellt diese Informationen für politische Entscheidungsträger zur Verfügung. Das Projekt unterstützt den Weltbiodiversitätsrat und stärkt Kapazitäten in Entwicklungsländern, um diesen den Umgang mit wissenschafts- und politikrelevanten Fragen zu erleichtern. Hierzu werden Wissenschaftler des BES-Net, das von UNDP organisiert wird, sowie Politikerinnen und Politiker sowie Anwenderinnen und Anwender zusammengebracht. Die Akteurinnen und Akteure identifizieren drängende Fragestellungen und initiieren und analysieren nationale und regionale Studien. Die Ergebnisse werden veröffentlicht, um sie in der Praxis anwendbar zu machen.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Als Beitrag zum IPBES Capacity Building Rolling Plan hat BES-Net die Trilog-Methode angewandt, um Dialoge zwischen politischen Entscheidungstragenden, Forschenden und Praktizierenden zu IPBES-Bewertungsthemen (z. B. Bestäuber, Bestäubung und Nahrungsmittelproduktion; Landdegradierung und -wiederherstellung) zu erleichtern. Die Methodik wurde erfolgreich in Osteuropa (2017), der Karibik (2018), dem anglophonen Afrika (2019) und Zentralasien (2019) umgesetzt, wobei 24 Länder beteiligt waren und die jeweiligen nationalen Trilog-Aktionspläne gebilligt wurden. Die Fortschritte der Trilog-Teilnehmenden und ihrer Partnerinnen und Partner bei der Umsetzung der vorrangigen Maßnahmen werden in der IPBES Impact Tracking Database (ipbes.net/…) erfasst und im BES-Net-Newsroom (www.besnet.world/…) verbreitet.
  • Die regionalen/nationalen Trilog-Arbeiten von BES-Net wurden in verschiedenen Foren als erfolgreiche Beispiele für die Unterstützung der Nutzung und Übernahme der IPBES-Bewertungsberichte hervorgehoben.
  • Das UN-Umweltprogramm World Conservation Monitoring Centre (UNEP-WCMC) koordiniert die Unterstützung des Kapazitätsaufbaus in vier Ländern (Kamerun, Kolumbien, Äthiopien und Vietnam), um gründliche nationale Ökosystembewertungen (NEA) durchzuführen. Bislang haben alle vier NEA-Zielländer bedeutende Fortschritte in ihren jeweiligen Bewertungsprozessen gemacht, die auf die offizielle Lancierung der vollständigen technischen NEA-Berichte und der Zusammenfassungen für politische Entscheidungstragende hinführen. Für die Länder wurden ein Online-Helpdesk und regelmäßige Webinar-Sitzungen eingerichtet, um Wissen auszutauschen und Peer-Support zu leisten.
  • Die Mitglieder des BES-Net-Konsortiums nehmen an wichtigen IPBES Task Forces teil (z. B. Capacity Building; Wissen und Daten), um sicherzustellen, dass die Erfahrungen und Lehren des Projekts in angemessener Weise mit anderen Partnerninnen und Partner geteilt werden, die mit IPBES zusammenarbeiten und zum Arbeitsprogramm der Plattform beitragen.
  • Das BES-Net Webportal wurde offiziell während der 13. Sitzung der Konferenz der Vertragsparteien des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD COP13) im Dezember 2016 gestartet. Das Webportal verbreitet täglich relevante Informationen zu Vakanzen und Veranstaltungen und die Online-Bibliothek enthält über 3.200 Wissensressourcen. Wichtige Neuigkeiten von BES-Net, IPBES und anderen Partnern werden über den zweimonatlichen E-Newsletter und über soziale Medien verbreitet (www.besnet.world/…).
  • Aufbauend auf den bisherigen Projektergebnissen wurde im Januar 2020 mit finanzieller Unterstützung von IKI/BMU die zweite Phase von BES-Net gestartet. BES-Net II (2020-28) zielt darauf ab, die Partnerschaft zwischen Forschenden, politischen Entscheidungstragenden und Praktizierenden zu formalisieren und die Synergie und Komplementarität bei ihren BES-bezogenen Entscheidungen, Aktionen und nachfolgenden Auswirkungen in den Zielländern zu stärken. Es wird auch die erfolgreichen Ansätze von BES-Net I ausweiten, NEAs in vier neuen Ländern unterstützen und die Akzeptanz von IPBES-Assessments in etwa 40 Ländern durch den Trilog-Ansatz kontinuierlich verbessern.

Projektdaten

Länder:
Georgien, Kamerun, Kolumbien, Kuba, Malaysia, Mexiko, Südafrika, Vietnam, Äthiopien

Durchführungs­organisation:
United Nations Development Programme (UNDP)

Politische Partner:
  • ASEAN Centre for Biodiversity
  • Ministry of Environmental Protection and Agriculture (MoEPA) - Georgia
  • National Commission for Research and Utilisation of Biodiversity (CONABIO) - Mexico
  • South African Development Community
  • South African National Biodiversity Institute

BMU-Förderung:
4.500.000,00 €

Laufzeit:
01/2016  bis  06/2022




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