Umsetzung des Nationalen Biokorridor-Programms (PNCB) im Rahmen der Nationalen Biodiversitätsstrategie Costa Ricas - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Umsetzung des Nationalen Biokorridor-Programms (PNCB) im Rahmen der Nationalen Biodiversitätsstrategie Costa Ricas

Stand: April 2020

Ziel und Maßnahmen

In Costa Rica wurden 34 Prozent der Landesfläche im Rahmen des Nationalen Biokorridor-Programms (PNCB) als Biokorridore ausgewiesen, um die Biodiversität und deren Ökosystemleistungen zu erhalten. Dank des PNCB werden staatliche Umweltprogramme nicht nur in staatlichen Schutzgebieten, sondern auch außerhalb umgesetzt. Das Projekt unterstützt die nationale Schutzgebietsbehörde, Lokalregierungen sowie die Bevölkerung dabei, gemeinsam Strategiepläne zu erarbeiten. So sollen Biotopverbundsysteme und Vernetzungsstrukturen eingerichtet und betrieben werden. Das Vorhaben stärkt Dialogplattformen und Korridorkomitees, damit Schutzmaßnahmen und verträgliche Nutzung in den Gebieten abgestimmt werden. Ein Kleinprojektfond fördert zudem unter anderem die Umstellung von landwirtschaftlichen Produktionssystemen. Um sowohl Finanzierung als auch Umsetzung langfristig zu sichern, richtet das Projekt Anreizsysteme und Finanzierungsmechanismen wie Zahlungen für Ökosystemleistungen und Kompensationszahlungen ein.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Die 15 Biokorridore (ca. 5.000 km2), in denen das Projekt direkt berät, verfügen nun alle über einen Managementplan.
  • Derzeit sind 36 Kleinprojekte in 15 Biokorridoren in der Umsetzung.
  • Derzeit werden 30 Betriebe zur grünen Exportförderung unterstützt, darunter auch aus den Biokorridorgebieten.
  • Durch Beiträge des Projekts wurden in Costa Rica erstmals marine Küstenschutzgebiete der Kategorie „Area Marina de Manejo“ anerkannt (per Präsidentialdekret).
  • Das Projekt unterstützt die nationale Schutzgebietsbehörde SINAC in der Einrichtung strategischer Allianzen mit dem Privatsektor.
  • Im Februar 2020 wurde per gesetzlicher Resolution ein neuer Wasserschutztarif (Tarifa Protección Recurso Hidrico) für das Wassereinzugsgebiet Río Barranco genehmigt. Damit werden erstmals in Costa Rica die bislang externen Kosten des Managements der Wasserschutzgebiete in den Wassertarif der Verbraucher internalisiert.
  • Zu öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten siehe www.biocorredores.org

Projektdaten

Länder:
Costa Rica

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment and Energy (MINAE) - Costa Rica
  • National System of Conservation Areas (SINAC) - Costa Rica

BMU-Förderung:
5.978.801,74 €

Laufzeit:
07/2014  bis  06/2020


Internetauftritt(e):

Video



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