Umsetzung nachhaltiger Landnutzungssysteme für den Erhalt von Wäldern, den Schutz des Klimas (REDD+) und zur Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien

Stand: Oktober 2021

Wälder sind für die Artenvielfalt und als Kohlenstoffspeicher wichtig. Häufig sind die Ökosysteme aber durch eine Ausweitung der Landnutzung bedroht. Das Vorhaben fördert daher nachhaltige Systeme der Landnutzung, der Schwerpunkt liegt auf dem landwirtschaftlichen Bereich (beispielsweise der Rinderhaltung). Es richtet sich an Landwirte in Gebieten, die für die Kohlenstoffspeicherung und Landschaftsrenaturierung als vorrangig eingestuft wurden – und gleichzeitig von bewaffneten Konflikten betroffen oder bedroht sind. Das Projekt trägt dazu bei, CO2 zu reduzieren, Wald zu erhalten, degradierte Landschaften wiederherzustellen und die Lebensqualität zu verbessern. So bringt es die Umsetzung der nationalen REDD+-Strategie und des nationalen Klimaschutzbeitrags voran und stärkt Aktivitäten zur Friedenssicherung. Die Systeme werden auf die lokalen Gegebenheiten zugeschnitten. Um die vielversprechendsten Ansätze zu fördern, werden im nächsten Schritt Strategien für eine Skalierung erarbeitet.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt konzentriert sich auf die Departements Caquetá und Cesar als die beiden regionalen Knotenpunkte für die Pilotierung von Sustainable Land Use Systems (SLUS).
  • Die Arbeit des CIAT (International Center for Tropical Agriculture), die das Sekretariat der Multistakeholder-Plattform zum Zero-Deforestation Value Chain Agreement für den Milch- und Rindfleischsektor leitet, hat nun dazu geführt, dass Alpina, eines der größten Molkereiunternehmen des Landes und Asoleche (der nationale Verband der Milchverarbeitenden Industrie) das Abkommen unterzeichnet haben und sich weitere 4 lokale Unternehmen in Caqueta ebenfalls verpflichteten.
  • CIPAV nahm an dem Treffen zur Gründung des Regionalen Runden Tisch für nachhaltige Rinderhaltung der Karibik/Trockenzone teil und schloss sich Organisationen in Cesar an, die bereits im SLUS- Projekt involviert sind.
  • Auf einer Konferenz am 19. September 2020 hat CIPAV die Projektstrategie und das Potenzial von silvopastoralen Systemen für Klimawandelminderung und Anpassung vorgestellt.
  • Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden der Postgraduierten-Kurs für die Studierenden virtuell über die Moodle-Platform der Universidad de la Amazonia (Florencia) fortgeführt. Die Module haben ihren Schwerpunkt in nachhaltiger Rinderproduktion, Management natürlicher Ressourcen und Wertschöpfungsketten. Von 85 eingeschriebenen Studenten werden voraussichtlich ca. 70 den Kurs abschließen. Einschließlich der ersten 50 Absolventen des ersten Quartals werden voraussichtlich 120 Studenten erfolgreich teilgenommen haben.
  • CIPAV hat Vereinbarungen unterzeichnet, die die Reduzierung der Abholzung in Regionen der Lieferketten von Rindfleisch und Milchproduktion in Kolumbien beinhalten.
  • CIPAV trägt zur Entwicklung des NAMA für Rinderhaltung bei, indem es beim Aufbau der Baseline und der Verbesserung der Szenarien mit besonderem Fokus auf die SLUS-Projektregionen unterstützt.
  • Der SLUS-Projektleiter traf im März 2021 Vertreter der kolumbianischen Regierung, um einen neu entwickelten Monitoring-Mechanismus für Geberprojekte im Land zu besprechen. Die Kommunikation des SLUS-Projektteams mit der Regierung über den Fortschritt des Projekts soll so noch verstärkt werden.

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
Kolumbien

Durchführungs­organisation:
International Center for Tropical Agriculture (CIAT)

Politische Partner:
  • Ministry of Environment and Sustainable Development (MADS) - Colombia

Durchführungspartner:
  • Leibniz Centre for Agricultural Landscape Research (ZALF) e.V.
  • Research Center for Sustainable Agricultural Production Systems (CIPAV) - Colombia

BMU-Förderung:
5.199.957,75 €

Laufzeit:
11/2018  bis  10/2022




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