Umsetzung nachhaltiger Landnutzungssysteme für den Erhalt von Wäldern, den Schutz des Klimas (REDD+) und zur Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Umsetzung nachhaltiger Landnutzungssysteme für den Erhalt von Wäldern, den Schutz des Klimas (REDD+) und zur Unterstützung des Friedensprozesses in Kolumbien

Stand: Mai 2021

Wälder sind für die Artenvielfalt und als Kohlenstoffspeicher wichtig. Häufig sind die Ökosysteme aber durch eine Ausweitung der Landnutzung bedroht. Das Vorhaben fördert daher nachhaltige Systeme der Landnutzung, der Schwerpunkt liegt auf dem landwirtschaftlichen Bereich (beispielsweise der Rinderhaltung). Es richtet sich an Landwirte in Gebieten, die für die Kohlenstoffspeicherung und Landschaftsrenaturierung als vorrangig eingestuft wurden – und gleichzeitig von bewaffneten Konflikten betroffen oder bedroht sind. Das Projekt trägt dazu bei, CO2 zu reduzieren, Wald zu erhalten, degradierte Landschaften wiederherzustellen und die Lebensqualität zu verbessern. So bringt es die Umsetzung der nationalen REDD+-Strategie und des nationalen Klimaschutzbeitrags voran und stärkt Aktivitäten zur Friedenssicherung. Die Systeme werden auf die lokalen Gegebenheiten zugeschnitten. Um die vielversprechendsten Ansätze zu fördern, werden im nächsten Schritt Strategien für eine Skalierung erarbeitet.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt konzentriert sich auf die Departements Caquetá und Cesar als die beiden regionalen Knotenpunkte für die Pilotierung von Sustainable Land Use Systems (SLUS). In Abstimmung mit allen relevanten Institutionen sollen Restaurierungsschwerpunkte identifiziert werden.
  • Es wird erwartet, dass das Projekt in die klimapolitischen Prozesse Kolumbiens einfließt, insbesondere fließt eine mit Unterstützung des Projekts erstellte Grundlagenstudie über den Kakaosektor in die Gestaltung der Strategie zur Umsetzung der kürzlich gestarteten Initiative "Kakao, Wald und Frieden" ein.
  • Die Projektmitarbeitenden nehmen am kolumbianischen Runden Tisch für nachhaltige Rinderhaltung teil, um einen Beitrag zum NAMA für nachhaltige Rinderhaltung zu leisten, der von der kolumbianischen Regierung entworfen wird. CIAT fungiert für eine zweite Periode als Sekretariat der Multistakeholder-Plattform zum Zero-Deforestation Value Chain Agreement für den Milch- und Rindfleischsektor.
  • CIPAV ist dem Regionalen Runden Tisch für nachhaltige Rinderhaltung der Karibik/Trockenzone beigetreten, an dem Organisationen beteiligt sind, die an nachhaltiger Rinderhaltung in Cesar, Guajira und Magdalena arbeiten. CIPAV wird die Projektstrategie und das Potenzial von silvopastoralen Systemen für Klimawandelminderung und Anpassung auf einer Konferenz am 19. September 2020 vorstellen.
  • Die zweite Gruppe von Studierenden eines Postgraduierten-Kurses über nachhaltige Rinderzucht für das Amazonasgebiet (entwickelt von CIPAV) hat begonnen, aber die Teilnahme wurde aufgrund von Einschränkungen im Zusammenhang mit dem COVID-19-Ausbruch unterbrochen. CIPAV arbeitet mit der Universidad de la Amazonia in Florencia zusammen, um eine virtuelle Version des Kurses zu erstellen - ZALF, CIPAV und CIAT waren aktiv an mehreren wissenschaftlichen Aktivitäten mit Relevanz für den Projektschwerpunkt beteiligt.

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
Kolumbien

Durchführungs­organisation:
International Center for Tropical Agriculture (CIAT)

Politische Partner:
  • Ministry of Environment and Sustainable Development (MADS) - Colombia

Durchführungspartner:
  • Leibniz Centre for Agricultural Landscape Research (ZALF) e.V.
  • Leibniz Centre for Agricultural Landscape Research (ZALF) e.V.
  • Research Center for Sustainable Agricultural Production Systems (CIPAV) - Colombia

BMU-Förderung:
5.199.957,75 €

Laufzeit:
11/2018  bis  10/2022




Meldungen zum Projekt

05.06.2020Kolumbien: Hotspot der Artenvielfalt
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