Unterstützung der Initiative 20x20: Wiederherstellung von 20 Millionen Hektar degradierter Flächen in Lateinamerika und der Karibik bis 2020 - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Unterstützung der Initiative 20x20: Wiederherstellung von 20 Millionen Hektar degradierter Flächen in Lateinamerika und der Karibik bis 2020

Stand: August 2020

Ziel und Maßnahmen

In Lateinamerika und der Karibik sind 650Millionen Hektar Land von Degradierung und Entwaldung betroffen. Das Projekt unterstützt die Initiative 20x20, die bis 2020 rund 20 Millionen Hektar degradierter Fläche in der Region wiederherstellen möchte. Die Initiative leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Bonn Challenge . Das Vorhaben arbeitet dazu unter anderem mit den Regierungen, Behörden, Forschungseinrichtungen und der Privatwirtschaft zusammen. Die Projektpartner führen eine Kosten-Nutzen-Analyse für Restaurierungsmaßnahmen durch und ermitteln neue Finanzierungsmechanismen, die den Privatsektor miteinbeziehen. Zudem unterstützt das Vorhaben die Partnerländer, strategische Pläne für die Wiederbewaldung zu entwickeln. Dadurch profitieren die lokalen Gemeinden unter anderem von verbesserter Bodenfunktionalität und weniger Bodenerosion. Das Projekt leistet so einen erheblichen Beitrag, die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern und die Widerstandsfähigkeit der Region zu stärken.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Auf der COP 25 gaben die Umweltminister der lateinamerikanischen Länder eine gemeinsame Erklärung heraus, um die politischen Zusagen zur Wiederherstellung von 50 Millionen Hektar (mha) degradierten Landes bis 2030 zu erhöhen. Die Minister wollen dieses neue Ziel in die NDCs der Region für 2030 aufnehmen.
  • Die Partner der Initiative 20x20 haben durch mehr als 100 Projekte auf über 19 Millionen Hektar Land in Lateinamerika die Wiederherstellung eingeleitet und Abholzungsprozesse vermieden. Etwa die Hälfte davon sind jetzt auf der Website der Initiative hervorgehoben. Einige der Projekte haben ein erhebliches Skalierungspotenzial und einen transformativen Wert. Zum Beispiel Conservacion Patagonica (CP) in Chile hat eines der weltweit größten ökologischen Schutzprojekte im Chacabuco-Tal ins Leben gerufen. CP hat angekündigt, dass der Wiederherstellungsprozess bereits positive Ergebnisse zeigt und die einheimische Flora und Fauna in ihre früheren Nischen zurückkehrt. Darüber hinaus hat Ejido Verde in Mexiko einen Versuch zur Wiederaufforstung stark degradierter Gemeindeflächen mit einer Hartzkiefer gestartet, die den lokalen indigenen Gemeindenzusätzliches Einkommen bringen soll. Weitere Einzelheiten zu diesen Projekten und anderen 20x20-Projekten sind hier zu finden: initiative20x20.org/…
  • Die Initiative 20x20 richtete ihre Jahrestagung im Juni 2019 in Buenos Aires aus. Ministerinnen und Minister aus lateinamerikanischen Ländern gaben eine gemeinsame Erklärung ab, um ihr Engagement für die Wiederherstellung von Waldlandschaften zu bekräftigen.
  • Zwei neue Arbeitsgruppen, eine mit dem Schwerpunkt "Investitionsökosystem" und eine mit dem Schwerpunkt Feuchtgebiete, wurden geschaffen, um die Zusammenarbeit zwischen den technischen Partnern der Initiative 20x20 zu unterstützen. Diese Gruppen stehen allen Personen offen, die für Mitgliedsorganisationen arbeiten. Weitere Informationen sind verfügbar unter: initiative20x20.org/…
  • Am 27. Februar 2020 fand ein Webinar für 20x20-Partner statt. Während des Webinars diskutierte Dr. Claude Garcia von CIRAD über Die globale Waldttransformation. Weitere Informationen über die Veranstaltung sind hier zu finden: initiative20x20.org/…
  • Im November 2018 schloss die Nationale Waldbehörde (CONAFOR) in Mexiko ein sechsjähriges Vorhaben zur Wiederherstellung von einer Million Hektar Land erfolgreich ab. Das Projekt konzentrierte sich auf die Anpflanzung einheimischer Baumarten und Arten, die bei der Wiederherstellung des Bodens helfen werden. Eine vollständige Zusammenfassung des Projekts auf Spanisch ist hier zu finden: www.gob.mx/…

Projektdaten

Länder:
Argentinien, Chile, Costa Rica, Ecuador, Guatemala, Kolumbien, Mexiko, Peru, Uruguay

Durchführungs­organisation:
World Resources Institute (WRI)

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment (MINAM) - Peru, Ministry of Environment and Energy (MINAE) - Costa Rica, Ministry of Environment and Natural Resources (SEMARNAT) - Mexico, Ministry of Environment and Sustainable Development (MADS) - Colombia
  • ,International Center for Tropical Agriculture (CIAT)

BMU-Förderung:
4.632.021,00 €

Laufzeit:
12/2015  bis  11/2020


Internetauftritt(e):

Video



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