Unterstützung der Klimaneutralitätsstrategie Costa Ricas als Modell für Low-Carbon Development (Phase II)

Stand: Mai 2021

Costa Rica möchte ein Klimaschutzvorreiter in der Region werden. Das Projekt unterstützt deshalb die Regierung vor Ort, eine emissionsarme Entwicklung in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen zu fördern. Dazu erweitert es das Wissen der Akteure vor Ort und entwickelt Instrumente zur Umsetzung der Strategie zur Klimaneutralität. Im Fokus stehen die Weiterentwicklung nationaler Gesetze und institutioneller Prozesse sowie der Aufbau eines nationalen Systems zum Monitoring der Klimaziele. Zudem werden Finanzierungsmöglichkeiten für Klimaschutzmaßnahmen erschlossen und Anreize erprobt, klimaschonend zu wirtschaften. Das Vorhaben knüpft an Erfolge des Vorgängerprojekts an. Dort wurden zum Beispiel Klimaschutzkompetenzen relevanter Akteure erweitert und Klimaschutzmaßnahmen im Kaffee- und Transportsektor entwickelt. Costa Rica übernimmt eine Vorbildfunktion für andere Länder, indem es seine Aktivitäten international bekannt macht.
Nachfolgeprojekt(e)
ACCION Clima III - NDC Umsetzung Costa Rica und regionaler Wissensaustausch
Vorgängerprojekt(e)
Unterstützung der Klimaneutralitätsstrategie Costa Ricas als Modell für Low-carbon Development

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Es wurde die Produktion einer Serie von Kurzfilmen unterstützt, die klimafreundliches Verhalten und Reisen im Land fördern sollen.
  • Das Projekt begleitete die Entwicklung der Territorialen Strategie für eine dekarbonisierte und inklusive Wirtschaft bis 2050, auf deren Basis das Planungsministerium in diesem Jahr einen Langfriststrategieplan entwickeln wird.
  • Als Austauschformate für Projekte der Internationalen Klimaschutzinitative in der Region wurden zwei Webinare zu den Themen Klimagovernance und Green Recovery veranstaltet.
  • Das Vorhaben unterstützte die Entwicklung einer Minderungsmaßnahme im Abfallbereich (NAMA Abfallwirtschaft) und entwickelt ein NAMA Support Project (NSP), das die Umsetzung für organische Abfälle begleiten soll.
  • Mittels einer Ko-Finanzierung durch die Stiftung Costa Rica Estados Unidos (CRUSA) werden 8 Gemeinden und 6 öffentlich-private Allianzen bei der Umsetzung innovativer Abfallprojekte unterstützt: 20 Gemeinden wurden bei der Berechnung ihrer THG-Inventare und Entwicklung von Aktionsplänen zur Umsetzung von Minderungsmaßnahmen unterstützt. Ein Inkubationsprogramm begleitete 7 Startups, die Anpassung oder Minderung als Teil ihres Geschäftsmodells umsetzen. Ziel war es, zusätzliche finanzielle Mittel zu mobilisieren.
  • Das Vorhaben organisierte eine Reihe von Klimatischen für den Privat- sowie Finanzsektor, um relevante Akteure aus beiden Bereichen in den Klimadialog einzubeziehen.
  • Gemeinsam mit der Bankenaufsicht SUGEF entwickelte das Vorhaben eine Methode, um Information zu privaten Klimafinanzierungsflüssen zu registrieren. Außerdem wurde eine Übersicht über sämtliche Projekte der internationalen Kooperation aufgestellt, welche zwischen 2010 und 2019 mit einem Schwerpunkt auf Klimawandel umgesetzt wurden.
  • Für das nationale Klimamonitoringsystem SINAMECC wurden relevante Module zu Co-Benefits, Klimafinanzierung und Minderung entwickelt. Schulungsmaterialen helfen den verschiedenen Akteuren, ihre Daten in das System einzupflegen.
  • Der zivilgesellschaftliche Klimabeirat 5C und der wissenschaftliche Beirat 4C wurden vom Projekt bei ihrer Etablierung begleitet und haben mit Unterstützung des Vorhabens ihre Arbeit aufgenommen.
  • Die vom Projekt unterstütze Plattform wird aktiv genutzt: cambioclimatico.go.cr

Projektdaten

Länder:
Costa Rica

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Politische Partner:
  • Ministry of Environment and Energy (MINAE) - Costa Rica

Durchführungspartner:
  • Ministry of Environment and Energy (MINAE) - Costa Rica

BMU-Förderung:
5.650.000,00 €

Laufzeit:
05/2015  bis  04/2021


Internetauftritt(e):

Video



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