Unterstützung für indigene Völker und gemeinschaftlich erhaltene Gebiete und Territorien (ICCAs)

Stand: August 2020

Ziel und Maßnahmen

Die Aichi-2020-Ziele für weltweiten Artenschutz erkennen die entscheidende Rolle lokaler Gemeinschaften und indigener Völker bei der Erhaltung der biologischen Vielfalt an und bauen darauf auf. Das Projekt unterstützt in 26 Ländern indigene und lokale Bevölkerungsgruppen bei der Bewahrung ihres traditionellen Lebensraums und der Biodiversität. Dies geschieht unter anderem durch einen Kleinprojektefonds. Zudem werden Wissen und Ressourcen in den lokalen Gemeinschaften aufgebaut, um Schutzgebiete zu managen und zu erhalten. So soll ein gerecht gemanagtes Schutzgebietsnetzwerk entstehen (Ziel 11). Zudem sollen die Lebensbedingungen dort ansässiger indigener Gemeinschaften verbessert und gesichert werden (Ziel 14). Ebenfalls sollen traditionelle Kenntnisse und Nutzungen in staatlichen Planungsprozessen anerkannt und berücksichtigt werden (Ziel 18). Darüber hinaus werden die Partnerländer bei der Umsetzung ihrer Schutzgebietsstrategien beraten und unterstützt. Das Projekt ist Teil des IKI-Corona-Response-Pakets.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Um direkte Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf ICCA abzumildern, wurden Projektaktivitäten angepasst. Ziel ist es, die Resilienz und Nahrungsmittelsicherheit in betroffenen indigenen Gemeinden zu sichern. So wurden beispielsweise in einigen Regionen Aktivitäten zur Stärkung der Subsistenzwirtschaft sowie virtuelle Aufklärungs- und Sensibiliserungsmaßnahmen durchgeführt. In anderen Regionen wurden indigene Völker dabei unterstützt, Hilfemaßnahmen für grundlegende Nahrungs- und Hygieneversorgung besser zu koordinieren und umzusetzen.
  • Das Vorhaben setzt einen klaren Schwerpunkt auf das Wissensmanagement. Zur Unterstützung der ICCAs stehen daher eine Vielzahl an Wissenskommunikationsinstrumente zur Verfügung. Dazu gehören eine Datenbank für Kapazitätsaufbau und Wissenstransfer, eine Website zur Registrierung von ICCAs (Indigenous Peoples and Community-Conserved Territories and Areas) inklusiv angebotener Webinare und Schulungen in den Zielländern und Sidevents auf Konferenzen. Ein regionales Beispiel ist der ICCA-GSI-Workshop zum Wissensaustausch und Kapazitätsaufbau für Zentral- und Westasien, welcher in Ysyk-Köl, Kirgisistan, abgehalten wurde (sgp.undp.org/… ).
  • Bislang wurden insgesamt 206 nationale Sensibilisierungs- und Bildungsworkshops zu ICCAs mit mehr als 5,900 Teilnehmenden durchgeführt. Darüber hinaus wurden in über zwölf ICCA-GSI-Ländern insgesamt 23 nationale ICCA-Netzwerke für Peer Review und Unterstützung eingerichtet.
  • Das ICCA-Konsortium für den Selbststärkungsprozess (SSPs) wurde vom Globalen ICCA-Konsortium fertiggestellt und den ICCA-GSI-Ländern auf Englisch, Französisch und Spanisch zur Verfügung gestellt (www.iccaconsortium.org/…).
  • UNEP-WCMC hat eine Online-Informationsplattform für ICCAs (Juli 2017) eingeführt, die das Datenhandbuch des UNEP WCMC ergänzt. Die Webinar-Aufnahmen sind auf Englisch, Französisch und Spanisch auf dem YouTube-Kanal von UNEP WCMC verfügbar (www.youtube.com/… ).
  • Ende 2019 wurden 120 Profile aus ICCA-GSI-Ländern ins Englische übersetzt und beim CPMT eingereicht, weitere 20 Profile wurden im 1. Quartal 2020 eingereicht.
  • Die Deutsche Welle (DW) hat einen kurzen 'Global 3000' Film über ein ICCA-GSI-Kulturrevitalisierungsprojekt in Kolumbien erstellt (veröffentlicht am 20. März 2020), der in Spanisch, Englisch und Deutsch verfügbar ist: www.dw.com/…
  • Beispiele hochrangiger Treffen sind zum einen das bilaterale Treffen mit dem Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für die Rechte der indigenen Völker (Vicky Tauli-Corpuz), mit dem Sonderberichterstatter der Vereinten Nationen für Menschenrechte und Umwelt, David Boyd (März 2020), der GCF Advocacy Group der indigenen Völker während der UNPFII, der UNFCCC SBSTA (Juni 2019), dem „Thematic Workshop on Human Rights as enabling condition in the post-2020 Global Biodiversity Framework“ (Februar 2020) sowie die 15. Generalversammlung des ICCA-Konsortiums.
  • Zahlreiche Publikationen finden sich auf der Website: www.iccaconsortium.org/…

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
weltweit

Durchführungs­organisation:
United Nations Development Programme (UNDP)

Partnerinstitution(en):
  • Secretariat of the Convention on Biological Diversity (SCBD) - Canada
  • Indigenous Peoples' and Community Conserved Territories and Areas (ICCA Global Consortium),International Union for Conservation of Nature (IUCN) - Switzerland

BMU-Förderung:
12.000.000,00 €

Laufzeit:
11/2013  bis  12/2021


Internetauftritt(e):

Video



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