Unterstützung von Green Economy in Kasachstan und Zentralasien für eine kohlenstoffarme wirtschaftliche Entwicklung

Stand: November 2020

Kasachstan hat sich in seinen NDCs unter anderem die Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz im industriellen Sektor als wichtigen Hebel auf dem Weg zu einer ressourcenschonenden, kohlenstoffarmen und sozial inklusiven Wirtschaft als Ziel gesetzt. Das Projekt unterstützt seine politischen Partner darin, die institutionellen und technischen Voraussetzungen zur Umsetzung der nationalen Green-Economy-Strategie zu verbessern. Es berät das Umweltministerium sowie andere relevante staatliche und nichtstaatliche Stellen und Organisationen bei der Ausgestaltung von Politikmaßnahmen zur Umsetzung des Green-Economy-Konzepts. Darüber hinaus stärkt es den Dialog zwischen Regierung, Zivilgesellschaft und Privatsektor für die Umsetzung von Green-Economy-Politiken, insbesondere bei Energie- und Ressourceneffizienz. Es nutzt zudem nationale und regionale Foren, um Ergebnisse und Lernerfahrungen unter zentralen Akteursgruppen innerhalb Kasachstans sowie in den Nachbarländern zu verbreiten.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Um die Kapazitäten der Partner und Partnerinnen zur Umsetzung des Green Economy Konzepts zu erhöhen, begleitet das Projekt die Ausarbeitung verschiedener konzertierter Politiken. Hierzu zählen die Strategie für eine kohlenstoffarme Entwicklung bis 2050 (Langzeitstrategie), der EcoCode sowie konkrete Politikinstrumente. Zudem analysiert das Projekt die Auswirkungen einer globalen Dekarbonisierung auf die kasachische Wirtschaft.
  • Das Augenmerk des Projekts liegt dabei auf der Stärkung der Kenntnisse und Fähigkeiten der Ministerien und nachgeordneten Behörden zur Gestaltung und Folgeabschätzung ambitionierter Politikmaßnahmen.
  • Hierfür übergab das Projekt im August/September 2020 den Durchführungspartnern Zhasyl Damu (Ministerium für Ökologie, Geologie und Naturressourcen) und ERI (Ministerium für Nationale Ökonomie) spezialisierte Softwarepakete zur makroökonomischen und sektoralen Modellierung. – Experten und Expertinnen beider Organisationen nahmen zudem im August 2020 an einem zweiwöchigen Training zur makroökonomischen Modellierung teil, das vom renommierten Institut EcoMod durchgeführt wurde.
  • Parallel hierzu arbeiteten Fachleute von DIW ECON gemeinsam mit ERI und Zhasyl Damu sechs makroökonomische und sektorale Modelle zur Politikfolgenabschätzung aus. Die Modelle wurden zum 31.08.20 fertiggestellt und werden bis Ende Oktober zu einem hybriden Model integriert. Erste Modellierungsergebnisse der Langzeitstrategie wurden am 25.08.20 dem Umweltminister, Magzum Mirzagaliev, erfolgreich präsentiert.
  • Der neue Entwurf des EcoCodes beinhaltet zwei wesentliche Beratungsinhalte des Projekts. So fanden im August 2020 mit nur wenigen Abstrichen die bereits im Jahr 2019 erarbeiteten Verbesserungsvorschläge des Projekts Eingang in den aktuellen Entwurf.
  • Am 20.09.20 stellte das Projekt zudem Kommentare zu dem aktuellen Entwurf der Regularien für Integrierte Umweltgenehmigungen, basierend auf Besten Verfügbaren Techniken, sowie zur Taxonomie der staatlichen Förderung von Investitionen in grüne Technologien vor.
  • Um die Interessen der Stakeholder aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in die Politikmaßnahmen zu integrieren, erfolgten verschiedene Dialogformate.
  • Im Mai/Juni 2020 kommentierten im Nachgang zur öffentlichen Präsentation am 05.03.20 insgesamt 21 Ministerien und Verbände schriftlich die Narrative der Langzeitstrategie. Daraufhin folgten im Juni/Juli 20 rund zwölf Konsultationen mit Ministerien, um potentielle Politiken und Technologien für ambitionierte Dekarbonisierungsszenarien zu validieren.
  • Vom 10. bis 12.03.20 untersuchte ein Experte von KnowlEdge gemeinsam mit 85 Sektorexperten und -expertinnen aus Wirtschaft, Ministerien und Wissenschaft aktuelle Barrieren für eine Dekarbonisierung des Kohle-, Transport-, Gebäude- und Landwirtschaftssektors.
  • Mit Unterstützung von Fachkundigen von Metroeconomica initiierte das Projekt zudem einen Dialog zwischen dem Ministerium und der Industrie zu Finanzierungsinstrumenten zur Förderung von grünen Technologien. Das Kick-off Seminar fand im September 2020 statt.

Projektdaten

Länder:
Kasachstan

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Ecology, Geology and Natural Resources of the Republic of Kazakhstan

BMU-Förderung:
4.500.000,00 €

Laufzeit:
09/2018  bis  08/2021


Internetauftritt(e):



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