Unterstützung von Green Economy in Kasachstan und Zentralasien für eine kohlenstoffarme wirtschaftliche Entwicklung - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Unterstützung von Green Economy in Kasachstan und Zentralasien für eine kohlenstoffarme wirtschaftliche Entwicklung

Stand: September 2021

Kasachstan hat sich in seinen NDCs unter anderem die Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz im industriellen Sektor als wichtigen Hebel auf dem Weg zu einer ressourcenschonenden, kohlenstoffarmen und sozial inklusiven Wirtschaft als Ziel gesetzt. Das Projekt unterstützt seine politischen Partner darin, die institutionellen und technischen Voraussetzungen zur Umsetzung der nationalen Green-Economy-Strategie zu verbessern. Es berät das Umweltministerium sowie andere relevante staatliche und nichtstaatliche Stellen und Organisationen bei der Ausgestaltung von Politikmaßnahmen zur Umsetzung des Green-Economy-Konzepts. Darüber hinaus stärkt es den Dialog zwischen Regierung, Zivilgesellschaft und Privatsektor für die Umsetzung von Green-Economy-Politiken, insbesondere bei Energie- und Ressourceneffizienz. Es nutzt zudem nationale und regionale Foren, um Ergebnisse und Lernerfahrungen unter zentralen Akteursgruppen innerhalb Kasachstans sowie in den Nachbarländern zu verbreiten.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Um die Kapazitäten der Partner zur Umsetzung des Green Economy Konzepts zu erhöhen, begleitete das Projekt die Ausarbeitung verschiedener konzertierter Politiken. Hierzu zählen die Strategie für eine kohlenstoffarme Entwicklung bis 2050 (Langzeitstrategie), der EcoCodex, integrierte Umweltgenehmigungen für die Industrie sowie der Beste Verfügbare Techniken (BVT) Standard für Energieeffizienz in der Industrie. Zudem analysierte das Projekt die Auswirkungen des geplanten EU-Grenzausgleichs für Kohlenstoff auf die kasachische Wirtschaft.
  • Im Rahmen der Langzeitstrategie diskutierte das Projekt in zahlreichen multi- und bilateralen Konsultationen mit relevanten Ministerien sowie Vertretenden der Wirtschaft und Zivilgesellschaft die Narrative der Langzeitstrategie. Diese beinhaltet die Dekarbonisierungsszenarien, politische Interventionen und für eine Dekarbonisierung notwendigen Transformationen der Infrastruktur und des Technologieparks. DIW ECON arbeitete gemeinsam mit lokalen Partnern sechs makroökonomische und sektorale Modelle zur Modellierung der Langzeitstrategie aus. Die Modelle wurden Ende 2020 zu einem hybriden Model integriert.
  • Zudem setzte das Projekt die Beratung zum EcoCodex fort. Nachdem es bereits im Jahr 2019 die für Klimawandel und grüne Technologien relevanten Kapitel kommentiert hatte, unterstützte das Projekt das Komitee für ökologische Regulierung und Kontrolle (KERK) im Oktober 2021 intensiv bei der Beantwortung aller parlamentarischen Anfragen zu den für integrierte Umweltgenehmigungen relevanten Regelungen im EcoCodex. Das Parlament nahm den EcoCodex mit wesentlichen Beratungsinhalten des Projekts im Oktober 2020 an.
  • Das Projekt arbeitete in Zusammenarbeit mit UN PAGE zudem einen Gesetzesentwurf zur Regelung der Umweltgenehmigungen für die Industrie aus. Der erste Entwurf wurde im November 2020 gemeinsam mit einer Politikfolgenabschätzung KERK übersandt. Im Februar 2021 erfolgten Stakeholder-Konsultationen zu dem Gesetzesentwurf.
  • Nicht zuletzt begann das Projekt im September 2021 die Beratung des Internationalen Zentrums für grüne Technologien und Investitionen zur Ausarbeitung eines BVT Standards im Bereich Energieeffizienz. Die entsprechende Arbeitsgruppe tagte erstmalig im Februar 2021.
  • Das Projekt nutzte diverse nationale Dialogplattformen, um eine langfristige Dekarbonisierung des Landes, Energieeffizienz in der Industrie, Integrierte Umweltgenehmigungen sowie Ökonomische Anreize für Investitionen mit einer breiten Gruppe von Fachexperten zu diskutieren. Zudem nahm das Projekt Ende 2020 aktiv an den regionalen Konferenzen Renpower Central Asia Investors 2020, Green Energy Central Asia und den Climate Talks mit Fachvorträgen zu Best Practice Erfahrungen im Bereich der Dekarbonisierung teil, um Impulse zur Dekarbonisierung in anderen zentralasiatischen Ländern zu geben.

Projektdaten

Länder:
Kasachstan

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Politische Partner:
  • Ministry of Ecology, Geology and Natural Resources of the Republic of Kazakhstan

Durchführungspartner:
  • Ministry of Environment and Water Resources - Kazakhstan
  • Ministry of National Economy – Kazakhstan
  • United Nations Development Programme (UNDP) - Kazakhstan

BMU-Förderung:
4.500.000,00 €

Laufzeit:
09/2018  bis  11/2021




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