Unterstützung von Kapazitätsaufbau zu IPBES in Westafrika - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Unterstützung von Kapazitätsaufbau zu IPBES in Westafrika

Stand: November 2020

Das Projekt wird ein Konzept für den Kapazitätenaufbau mit Bezug auf die Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) in Westafrika entwickeln und implementieren, um das Arbeitsprogramm von IPBES und die Assessments zu unterstützen. Übergeordnetes Ziel ist die Vernetzung von Biodiversität- und Ökosystemleistungs-Experten westafrikanischer Universitäten, Forschungseinrichtungen und bestehender Schnittstellen zwischen Forschung und Politik. Jährliche Konferenzen sollen die Kooperation und den wissenschaftlichen Austausch fördern und dienen zur gezielten Information der TeilnehmerInnen über die neuesten IPBES-Entwicklungen. Ergänzt werden die Konferenzen durch ein netzbasiertes Diskussionsforum, um Experten und Entscheidungsträger in der Region und darüber hinaus zusammenzubringen. Zusätzlich wird ein Masterprogramm zu Biodiversität und Ökosystemleistungen-Assessments an einer westafrikanischen Universität aufgebaut, an dem Studierende aus 15 Partnerländern teilnehmen werden. Insgesamt soll das Vorhaben wegweisend für die Stärkung eines regionalen Expertenpools sein, um die IPBES-Assessments und ihre Wahrnehmbarkeit in der Region zu fördern.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden alle wesentlichen Projektaktivitäten von Präsenzveranstaltungen in virtuelle Formate übertragen.
  • Die Graduation des ersten Jahrgangs im Masterprogramm „Managing the Science-Policy Interface on Biodiversity and Ecosystem Services for sustainable development in West Africa – SPIBES“ wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Verteidigung der Arbeiten fand Ende Juli 2020 in einer virtuellen Sitzung statt. Alle 15 Studierenden aus 14 Ländern Westafrikas haben damit ihren Mastertitel erfolgreich erworben.
  • Die Lehre für den zweiten Jahrgang an Masterstudierenden findet seit April 2020 weitestgehend über Videokonferenzen in Form von virtuellen Lehrveranstaltungen statt. Das neu überarbeitete Curriculum wird erfolgreich mittels interaktiver, virtueller Lehrformate umgesetzt.
  • An Stelle eines Präsenzworkshops der Expertenteams und Regierungsvertretern und -vertreterinnen der Westafrikanischen regionalen WABES-Expertenplattform wird in 2020 eine Serie von virtuellen Miniworkshops durchgeführt. Drei dieser Workshops fanden mit Unterstützung des IPBES Sekretariats bis September 2020 statt zu den Themen (1) „Scoping process of the IPBES Nexus Assessment” am 22.Juli, (2) „IPBES Transformative Change Assessment“ am 20. August, und (3) „First Order Draft des IPBES Assessments zu Invasive Alien Species“ am 22. September mit Prof. Helen Roy, Co-Chair des Assessments. Aufgrund sehr positiver Rückmeldungen von Teilnehmenden und IPBES Sekretariat werden wir weitere Workshops in ähnlichem Format durchführen.
  • Durch die enge Zusammenarbeit und interaktive Formate bringt das Projekt immer wieder die Studierenden und die Expertenteams und Regierungsvertreter und –vertreterinnen aus Westafrika zusammen. Während des Studiums gewährt diese Zusammenarbeit den Studierenden wertvolle Einblicke in die Praxis. Diese Kontakte unterstützen die Studierenden nach Abschluss des Studiums darin, interessante Positionen zu besetzten.
  • Das Projekt fördert die Kommunikation zwischen westafrikanischen Experten und Expertinnen und der internationalen IPBES Community beispielweise durch gemeinsame Mitwirkung am Review-Prozess zu IPBES-Produkten, wie den neuen Assessments, und durch Netzwerkaktivitäten im Umfeld der IPBES-Plenarsitzungen.
  • WABES trägt direkt und indirekt zum IPBES-Mandat für den Kapazitätenaufbau bei, u.a. durch die Teilnahme von WABES-Mitarbeitenden als Ressourcenpersonen in der IPBES-Taskforce for capacity building und durch alle weiteren Projektaktivitäten.

Projektdaten

Länder:
Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste), Ghana

Durchführungs­organisation:
Universität Bonn

Partnerinstitution(en):
  • Economic Community of West African States (ECOWAS)," Ministry of Environment, Science, Technology and Innovation (MESTI) - Ghana"
  • Félix Houphouët Boigny University (UFHB) - Côte d‘Ivoire,Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ),Nangui Abrogoua University (UNA) - Côte d‘Ivoire,West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use,World Conservation Monitoring Centre (WCMC)

BMU-Förderung:
2.493.294,00 €

Laufzeit:
02/2017  bis  01/2022


Internetauftritt(e):



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