Unterstützung von Kapazitätsaufbau zu IPBES in Westafrika

Stand: Juni 2021

Der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) ist ein zwischenstaatliches Gremium. Er hat die Aufgabe, die Politik zum Thema biologische Vielfalt und Ökosystemleistungen wissenschaftlich zu beraten. Das Projekt wird ein Konzept entwickeln, um die Arbeit des Weltbiodiversitätsrats in Westafrika zu stärken. Übergeordnetes Ziel ist es, Fachleute aus den Bereichen Biodiversität und Ökosystemleistungen zu vernetzen und bestehende Schnittstellen zwischen Forschung und Politik zu erweitern. Jährliche Konferenzen fördern die Zusammenarbeit und den wissenschaftlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen im Bereich Biodiversität. Ergänzend ermöglichen es Online-Diskussionsforen, Fachleute und Entscheidungsträger in der Region und darüber hinaus zusammenzubringen. Zusätzlich wird ein Masterprogramm zur Bewertung von Biodiversität und Ökosystemleistungen an einer westafrikanischen Universität aufgebaut. An dem Programm können Studierende aus 15 Partnerländern teilnehmen.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Die Vorlesungen des zweiten Masterstudien-Jahrgangs werden weiterhin zu einem großen Teil über digitale Plattformen bereitgestellt. Das überarbeitete Curriculum wird durch interaktive Lehrformate und digitale Klassenzimmer erfolgreich umgesetzt.
  • Aufgrund des positiven Feedbacks wurde ein weiterer Mini-Workshop im Jahr 2020 durchgeführt, um afrikanische Expertinnen und Experten und Regierungen für das IPBES-Assessment "Business and Biodiversity" und die Möglichkeiten zur Identifizierung und Nominierung von Expertinnen und Experten zu sensibilisieren.
  • Das Projekt förderte die Kommunikation und Netzwerkbildung zwischen westafrikanischen sowie internationalen Expertinnen und Experten sowie der internationalen IPBES-Gemeinschaft, zum Beispiel durch die Mitorganisation des Online-Workshops am 3. und 4.11.2020 zum Thema "Linking Science and Policy for Conservation and Sustainable Use of Biodiversity" gemeinsam mit den Young Ecosystem Services Specialists (YESS).
  • Das Projekt fördert den IPBES-Kapazitätsaufbau, u.a. durch die Teilnahme von WABES-Partnerinnen und Partnern und Stakeholdern als in der IPBES-Task-Force für den Kapazitätsaufbau, z.B. durch einen Beitrag zum IPBES-Kapazitätsaufbau-Forum am 7./8.12.2020 oder durch einen Beitrag zum Online-Workshop zu "Pathways to a Regional Biodiversity Platform in Central Asia, Workshop" vom 16. bis 18.03.2021.
  • Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurden alle wesentlichen Projektaktivitäten von Präsenzveranstaltungen in virtuelle Formate übertragen.
  • Die Graduation des ersten Jahrgangs im Masterprogramm „Managing the Science-Policy Interface on Biodiversity and Ecosystem Services for sustainable development in West Africa – SPIBES“ wurde erfolgreich abgeschlossen. Die Verteidigung der Arbeiten fand Ende Juli 2020 in einer virtuellen Sitzung statt. Alle 15 Studierenden aus 14 Ländern Westafrikas haben damit ihren Mastertitel erfolgreich erworben.
  • Die Lehre für den zweiten Jahrgang an Masterstudierenden findet seit April 2020 weitestgehend über Videokonferenzen in Form von virtuellen Lehrveranstaltungen statt. Das neu überarbeitete Curriculum wird erfolgreich mittels interaktiver, virtueller Lehrformate umgesetzt.
  • An Stelle eines Präsenzworkshops der Expertenteams und Regierungsvertretern und -vertreterinnen der Westafrikanischen regionalen WABES-Expertenplattform wird in 2020 eine Serie von virtuellen Miniworkshops durchgeführt. Drei dieser Workshops fanden mit Unterstützung des IPBES Sekretariats bis September 2020 statt zu den Themen (1) „Scoping process of the IPBES Nexus Assessment” am 22.Juli, (2) „IPBES Transformative Change Assessment“ am 20. August, und (3) „First Order Draft des IPBES Assessments zu Invasive Alien Species“ am 22. September mit Prof. Helen Roy, Co-Chair des Assessments. Aufgrund sehr positiver Rückmeldungen von Teilnehmenden und IPBES Sekretariat werden wir weitere Workshops in ähnlichem Format durchführen.
  • Durch die enge Zusammenarbeit und interaktive Formate bringt das Projekt immer wieder die Studierenden und die Expertenteams und Regierungsvertreter und –vertreterinnen aus Westafrika zusammen. Während des Studiums gewährt diese Zusammenarbeit den Studierenden wertvolle Einblicke in die Praxis. Diese Kontakte unterstützen die Studierenden nach Abschluss des Studiums darin, interessante Positionen zu besetzten.
  • Das Projekt fördert die Kommunikation zwischen westafrikanischen Experten und Expertinnen und der internationalen IPBES Community beispielweise durch gemeinsame Mitwirkung am Review-Prozess zu IPBES-Produkten, wie den neuen Assessments, und durch Netzwerkaktivitäten im Umfeld der IPBES-Plenarsitzungen.
  • WABES trägt direkt und indirekt zum IPBES-Mandat für den Kapazitätenaufbau bei, u.a. durch die Teilnahme von WABES-Mitarbeitenden als Ressourcenpersonen in der IPBES-Taskforce for capacity building und durch alle weiteren Projektaktivitäten.

Projektdaten

Länder:
Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste), Ghana

Durchführungs­organisation:
Universität Bonn

Politische Partner:
  • Ministry of Environment, Science, Technology and Innovation (MESTI) - Ghana
  • Ministry of Higher Education and Scientific Research (MESRSCI) - Côte d‘Ivoire

Durchführungspartner:
  • Félix Houphouët Boigny University (UFHB) - Côte d‘Ivoire
  • Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH (UFZ)
  • Nangui Abrogoua University (UNA) - Côte d‘Ivoire
  • UNEP World Conservation Monitoring Centre (WCMC)
  • West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use (WASCAL)

BMU-Förderung:
2.493.294,72 €

Laufzeit:
02/2017  bis  01/2022


Internetauftritt(e):



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