Unterstützungsvorhaben für die Umsetzung des Paris-Abkommens (SPA)

Stand: Februar 2021

Im Rahmen des Pariser Klimaschutzabkommens müssen die Mitgliedsstaaten NDCs einreichen, überprüfen, aktualisieren und in einem Transparenzrahmen berichten. Das Projekt stärkt mehrere vom BMU (mit-)begründete oder finanziell geförderte globale Initiativen und Netzwerke, die Partnerländer dabei unterstützen, ihre Klimapolitik gemäß dem Pariser-Klimaschutzabkommen in Bezug auf Minderung und Anpassung erfolgreich umzusetzen. Dies umfasst das IKI NDC Support Cluster, die Low Emission Development Strategies Global Partnership (LEDS GP), die Transparenz-Partnerschaft PATPA und die NDC-Partnerschaft. Es berät Partnerländer fachlich zur Umsetzung und Überarbeitung der NDCs und Umsetzung des Transparenzrahmens und entwickelt Plattformen für politischen Dialog und gegenseitiges Lernen zwischen den Ländern. Dadurch unterstützt das Projekt die Entwicklung von Ressourcen und Kompetenzen (Capacity Development) und verbreitet klimapolitisches Wissen und Fallbeispiele für die Umsetzung von Klimapolitik.
Vorgängerprojekt(e)
Unterstützung Internationaler Minderungs- und MRV-Aktivitäten (IMMA)

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

Low Emission Development Strategies Global Partnership (LEDS GP):

  • Gegenwärtig laufen Prozesse zur strategischen Ausrichtung des Netzwerks für den Zeitraum 2021-2025.

NDC Partnership (NDCP):

  • Um Mitgliedsländer in ihren Bemühungen um einen nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung nach der Corona-Krise zu unterstützen, hat die NDCP im Juni 2020 die Initiative „Green Recovery“ vorgestellt. Partnerregierungen können eine kurzfristige Beratung zu „grünem“ Wachstum durch Wirtschaftsberater*innen in Finanz- bzw. Planungsministerien, sog. „Economic Advisors“, in Anspruch nehmen. Das SPA-Vorhaben hat maßgeblich die Platzierung von acht Economic Advisors in IKI-Partnerländern (Äthiopien, Costa Rica, Kolumbien, Indonesien, Mexiko, Nigeria, Ruanda und Uganda) unterstützt. Darüber hinaus hat SPA bei der Bereitstellung von technischen Backstopping-Leistungen (bspw. zu Biodiversität) von drei IKI-finanzierten Projekten zur „Thematic Expert Group“ mitgewirkt. Über diese stellt die NDCP ihren Mitgliedsländern auf Anfrage zusätzliche sektorale und thematische Expertise zur Green Recovery-Planung bereit.

IKI NDC Support Cluster (NDC Cluster):

  • Basierend auf einem neuen Wissensmanagementmodell (www.ndc-cluster.net/…) des NDC Clusters werden zwei Mal pro Jahr Strategietreffen durchgeführt und in sogenannten “Deep Dives” Zukunftsthemen bearbeitet und für die Beratung der IKI aufbereitet .

Ausgewählte Veranstaltungen:

  • 2017 und 2019 fand in Berlin die Global NDC Conference statt, die gemeinsam mit weiteren Unterstützungsorganisationen und Initiativen organisiert wurde. Teilnehmende aus 80 Ländern haben sich über Fragen zu integrierter Governance, Finanzierung und Transparenz sowie verschiedener Querschnittsthemen ausgetauscht. Die Ergebnisse sind auf der Konferenz-Webseite festgehalten: www.globalndcconference.org.
  • Die NDCP führt regelmäßig Workshops durch (ndcpartnership.org/…), unter anderem zum Thema Green Recovery.
  • Das IKI NDC Cluster organisiert Strategietreffen und diskutiert in Fach-gruppen aktuelle Themen zur NDC-Umsetzung in Partnerländern.
  • Die Partnership on Transparency in the Paris Agreement (PATPA) kommt jährlich zum Annual Partnership Retreat (APR) zusammen, um sich über aktuellen Themen der Klimaverhandlungen im Bereich Transparenz sowie zum Übergang vom Rahmenwerk für Measurement, Reporting and Verification (MRV) zum Enhanced Transparency Framework (ETF) auszutauschen. 2020 fand das Treffen erstmals virtuell statt (www.transparency-partnership.net/…).
  • Zudem organisiert die Partnership on Transparency in the Paris Agreement (PATPA) regelmäßige Treffen der Regionalgruppen (www.transparency-partnership.net/…).
  • Die LEDS GP veranstaltete zahlreiche digitale Veranstaltungen, unter anderem zum Thema Green Recovery im Energiesektor (ledsgp.org/…).

Ausgewählte Veröffentlichungen:

Climate Helpdesk/Beratung:

  • Der Climate Helpdesk wurde 2019 ins Leben gerufen. Dieser Service ist eine Zusammenarbeit von LEDS GP, PATPA und NDC Cluster. Er bietet Ländern eine schnelle Beratung zu LEDS, NDCs und Transparenz. Bislang bearbeitete das Team Anfragen aus Äthiopien, Namibia, Nepal, Nigeria und Südafrika.
  • Im Rahmen des gemeinsamen Climate Helpdesk stehen Partnerländern schnelle und kurzfristige Beratungsangebote zur Verfügung. So wurden im Rahmen der PATPA etwa Nepal bei der Revision seines Treibhausgas (THG)-Inventars und Namibia bei der Einbeziehung von Akteuren des Privatsektors in die Erfassung von THG-Bestandsdaten unterstützt. Die LEDS GP hat technische Unterstützung in Guatemala, Costa Rica, Kolumbien und Sri Lanka geleistet.

Projektdaten

Länder:
weltweit

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Politische Partner:
  • Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
  • Diverse climate change relevant institutions in the respective partner countries/Diverse klimarelevante Institutionen in den entsprechenden Partnerländern
  • Ministry of Energy, Mines, Water and Environment (MEMEE) - Morocco
  • Ministry of Environment (MINAM) - Peru

Durchführungspartner:
  • Adelphi Consult GmbH
  • Asociación Civil Sustentar para el Desarrollo Sostenible - Sustentar (Verband für Nachhaltige Entwicklung)
  • Energeia Climate
  • ICLEI South Asia Secretariat
  • International Institute for Environment and Development (IIED)
  • International Institute for Sustainable Development (IISD)
  • Libelula - Peru
  • National Renewable Energy Laboratory (NREL) - U.S.A.
  • Partnership on Sustainable, Low Carbon Transport (SLoCaT) Foundation
  • SouthSouthNorth
  • TNO Netherlands Organisation for applied scientific research - Netherlands
  • Umweltbundesamt
  • World Wide Fund for Nature (WWF) - USA

BMU-Förderung:
23.550.000,00 €

Laufzeit:
07/2016  bis  06/2021


Internetauftritt(e):

Video



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