Verbesserte Climate Services für Infrastrukturinvestitionen (CSI) - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Verbesserte Climate Services für Infrastrukturinvestitionen (CSI)

Stand: Januar 2022

Entwicklungs- und Schwellenländer haben einen steigenden Bedarf an physischer Infrastruktur, um eine wachsende Bevölkerung mit Energie und Wasser zu versorgen, sowie das Transportwesen nachhaltig zu gestalten. Allerdings werden Klimarisiken und damit verbundene Kosten bisher zu selten bei der Planung von Infrastrukturprojekten berücksichtigt. Das CSI Vorhabens berät daher Behörden und Entscheidungstragende in Partnerländern, bedarfsgerechte Klimainformationen- und Risikobewertungen (Climate Services) in der Investitionsplanung zu verwenden. Klimarisiken sollen somit erkannt und eine Basis für finanzierbare und nachhaltige Anpassungsoptionen geschaffen werden. Das Projekt verbessert Klimainformationen und die Erprobung von digitalen Anwendungen zur Schaffung eines Marktes für Klimadienstleitungen, es bewertet Klimarisiken (unter anderem für Brücken, Sperrwerke, Stromnetze) und es erstellt Richtlinien zur nationalen Verankerung von Klimarisikobewertungen in der Investitionsplanung.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Die Partnerländer des CSI-Projektes stehen vor der Herausforderung politische und rechtliche Rahmenbedingungen zur Anpassung an den Klimawandel zu verfassen und geeignete Maßnahmen umzusetzen.
  • Das CSI-Vorhaben berät deshalb gleichermaßen politische Entscheidende und die für die Umsetzung verantwortlichen Akteurinnen und Akteure.
  • Auf Basis von eigens erstellten Klimainformationen wurden insgesamt acht Klimarisikobewertungen in den Partnerländern durchgeführt (Stand 2021). Es handelt sich dabei u. a. um eine Brücke in Costa Rica und ein Flusssperrwerk in Vietnam (Bau abgeschlossen), während in der Region der Nilbeckeninitiative (NBI) ein geplantes Bewässerungs- und Wasserkraftprojekt als Fallgeber für die Erstellung einer „Climate Proofing“ Richtlinie diente. In Brasilien konnten zudem die Klimarisikobewertungen von zwei Stromversorgungsnetzen und einem Containerterminal des Hafens von Itajai abgeschlossen werden.
  • Die Partnerinnen und Partner werden nun weiter beraten, diese methodischen Ansätze für öffentliche und private Infrastrukturprojekte flächendeckend einzusetzen. Rechtliche Grundlagen sind bereits in Costa Rica durch ein Dekret des Staatspräsidenten oder in Vietnam durch die angepasste Umweltgesetzgebung geschaffen. In Brasilien werden Haushaltsmittel dagegen verstärkt in die Analyse der bestehenden Liegenschaften in allen Transportbereichen investiert.
  • Zudem berät das Projekt zur Nutzung von Digitalisierungspotentialen zur Verbesserung von Klimadienstleistungen.

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
Brasilien, Burundi, Costa Rica, Demokratische Republik Kongo, Kenia, Ruanda, Sudan, Süd Sudan, Tansania, Uganda, Vietnam, Ägypten, Äthiopien

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Politische Partner:
  • Ministry of Environment - Brazil
  • Ministry of Environment and Energy (MINAE) - Costa Rica
  • Ministry of Planning and Investment - Viet Nam
  • Nile Basin Initiative (NBI)

Durchführungspartner:
  • Deutscher Wetterdienst (DWD)
  • Engineers Canada
  • Ministry of Environment - Brazil
  • National Institute for Space Research (INPE) - Brazil
  • Nile Basin Initiative (NBI)
  • World Federation of Engineering Organisations (WFEO)

BMU-Förderung:
7.100.000,00 €

Laufzeit:
03/2017  bis  03/2022


Internetauftritt(e):

Video



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