Wasser- und Abwasserunternehmen auf dem Weg zur CO2-Neutralität (WaCCliM)

Stand: July 2020

Ziel und Maßnahmen

Wasser- und Abwasserunternehmen gehören zu den großen Energieverbrauchern in Entwicklungs- und Schwellenländern. Das Projekt unterstützt Pilotunternehmen in den Partnerländern, Peru, Jordanien und Mexiko dabei Technologien einzusetzen, die den Treibhausgasausstoß reduzieren. Dazu zählen unter anderem Maßnahmen zur Verringerung des Wasserverlustes, energieeffiziente Pumpen sowie die Biogaserzeugung und Düngemittelgewinnung aus Abwasser. Auf nationaler Ebene berät das Projekt die Länder dabei, Finanzierungsmechanismen und politische Rahmenbedingungen zu schaffen, damit weitere Demonstrationsprojekte möglich werden. Über ein Wissensmanagement zwischen den Pilotunternehmen, nationalen und regionalen Verbänden sowie einer internetbasierten Wissensplattform werden treibhausgasreduzierende Technologien weiterentwickelt und verbreitet. Das Projekt trägt so dazu bei, Klimaschutzansätze für Wasser- und Abwasserunternehmen international zu verbreiten und zu verbessern.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Auswahl von geeigneten Wasser- und Abwasserunternehmen (WAU) anhand im Projekt entwickelter Kriterien.
  • Baseline-Studien zum Minderungspotenzial, den politischen und institutionellen Rahmenbedingungen.
  • Analysen über verfügbare Maßnahmen zur THG-Minderung und deren Anpassung auf lokale Bedingungen.
  • Beratung der WAU bei der Identifizierung, Finanzierung und Implementierung von Demonstrationsprojekten.
  • Beratung zur Entwicklung von Monitoringsystemen und landesspezifischen Finanzierungsmechanismen.
  • Entwicklung internationaler Leitfäden und Handreichungen.
  • Errichtung einer internetbasierten Lern- und Informationsplattform für CO2-Neutralität von WAU.
  • Unterstützung der nationalen Klimaschutzbeiträge (NDC) in den Partnerländern an der Schnittstelle Wasser und Energie.
  • Entwicklung des "Energy performance and Carbon Assessment and Monitoring" (ECAM)-Tool und Trainingsmaterial dazu veröffentlicht.
  • Personalschulungen für WAU in Anwendung und Betrieb klimafreundlicher Technologien sowie zur Nutzung des ECAM-Tools in und über die Partnerländern hinaus durchgeführt.
  • Mehr als 320 Personen aus WAU wurden in Anwendung und Betrieb klimafreundlicher Technologien sowie zur Nutzung des ECAM-Tools in und über die Partnerländer hinaus geschult.
  • Energie- und THG-Einsparungen durch Betriebs- und Verfahrensoptimierungen der Pilotanlagen.
  • Installation von energieeffizienten Pumpen mit Frequenzumrichtern senken Energieverbrauch und THG-Emissionen in Madaba (Jordanien)..
  • Durch eine optimierte Klärschlammbehandlung in Cusco (Peru) werden jährlich 5.300 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart, was ca. 2.200 Rundflügen Lima-Frankfurt-Lima einer Person entspricht.
  • Reduzierung von 2.500 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr durch die Erhöhung des Anschlussgrades an die Kläranlage, dadurch 40% Reduzierung der THG-Emissionen im Pilotunternehmen in San Francisco del Rincón (Mexiko).
  • Unterstützung bei der Entwicklung eines NAMA-Vorschlags im Wassersektor in Jordanien.
  • Projekt auf zahlreichen nationalen sowie internationalen Veranstaltungen, Treffen und Konferenzen präsentiert (z.B. Side Event auf COP23, IWA World Water Congress and Exhibition 2018, Weltwasserwoche in Stockholm im August 2018, WWF8 in Brasilien März 2018, IFAT in München Mai 2018, Arab Water Week Jordanien 2019).

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
Jordanien, Mexiko, Peru

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment and Natural Resources (SEMARNAT) - Mexico
  • Ministry of Housing, Construction and Sanitation - Peru
  • Ministry of Natural Resources and Environment (MoNRE) - Thailand
  • Ministry of Water and Irrigation - Jordan
  • International Water Association (IWA)
  • Ministry of Environment and Natural Resources (SEMARNAT) - Mexico

BMU-Förderung:
10.500.000,00 €

Laufzeit:
12/2013  bis  12/2022


Internetauftritt(e):



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