Wasser- und Abwasserunternehmen auf dem Weg zur CO2-Neutralität (WaCCliM) - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Wasser- und Abwasserunternehmen auf dem Weg zur CO2-Neutralität (WaCCliM)

Stand: December 2020

Wasser- und Abwasserunternehmen gehören zu den großen Energieverbrauchern in Entwicklungs- und Schwellenländern. Das Projekt unterstützt Pilotunternehmen in den Partnerländern, Peru, Jordanien und Mexiko dabei Technologien einzusetzen, die den Treibhausgasausstoß reduzieren. Dazu zählen unter anderem Maßnahmen zur Verringerung des Wasserverlustes, energieeffiziente Pumpen sowie die Biogaserzeugung und Düngemittelgewinnung aus Abwasser. Auf nationaler Ebene berät das Projekt die Länder dabei, Finanzierungsmechanismen und politische Rahmenbedingungen zu schaffen, damit weitere Demonstrationsprojekte möglich werden. Über ein Wissensmanagement zwischen den Pilotunternehmen, nationalen und regionalen Verbänden sowie einer internetbasierten Wissensplattform werden treibhausgasreduzierende Technologien weiterentwickelt und verbreitet. Das Projekt trägt so dazu bei, Klimaschutzansätze für Wasser- und Abwasserunternehmen international zu verbreiten und zu verbessern.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

- Baseline-Studien zu Minderungspotenzial, Klimarisiken sowie den politischen und institutionellen Rahmenbedingungen erstellt.
  • Internetbasierte Lern- und Informationsplattform für CO2-Neutralität und Klimaresilienz von Wasser- und Abwasserunternehmen ist online.
  • Unterstützung der nationalen Klimaschutzbeiträge (NDC) in den Partnerländern an der Schnittstelle Wasser und Energie.
  • Entwicklung des "Energy performance and Carbon Assessment and Monitoring" (ECAM)-Tools und dazugehöriger Trainingsmaterialien.
  • Personalschulungen für Wasser- und Abwasserunternehmen in Anwendung und Betrieb klimafreundlicher Technologien sowie zur Nutzung des ECAM-Tools in und über die Partnerländer hinaus durchgeführt.
  • Mehr als 320 Personen aus Wasser- und Abwasserunternehmen wurden in Anwendung und Betrieb klimafreundlicher Technologien sowie zur Nutzung des ECAM-Tools in und über die Partnerländer hinaus geschult.
  • Betriebs- und Verfahrensoptimierungen der Pilotanlagen haben zu einer jährlichen Einsparung von mehr als 10.000 Tonnen CO2-Äquivalenten geführt.
  • Installation von energieeffizienten Pumpen mit Frequenzumrichtern senken Energieverbrauch (40%) und THG-Emissionen in Madaba (Jordanien). --Durch eine optimierte Klärschlammbehandlung in Cusco (Peru) werden jährlich 7.454 Tonnen CO2-Äquivalente eingespart, was ca. 3.100 Flügen Lima-Frankfurt-Lima einer Person entspricht. --Reduzierung von 2.500 Tonnen CO2-Äquivalenten pro Jahr durch die Erhöhung des Anschlussgrades an die Kläranlage, dadurch 40% Reduzierung der THG-Emissionen im Pilotunternehmen in San Francisco del Rincón (Mexiko).
  • Projekt auf zahlreichen nationalen sowie internationalen Veranstaltungen, Treffen und Konferenzen präsentiert.

Weiterführende Links

Projektdaten

Länder:
Jordanien, Mexiko, Peru

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Politische Partner:
  • Ministry of Environment and Natural Resources (SEMARNAT) - Mexico
  • Ministry of Housing, Construction and Sanitation - Peru
  • Ministry of Natural Resources and Environment (MoNRE) - Thailand
  • Ministry of Water and Irrigation - Jordan

Durchführungspartner:
  • International Water Association (IWA)
  • Ministry of Environment and Natural Resources (SEMARNAT) - Mexico
  • Ministry of Housing, Construction and Sanitation - Peru
  • Ministry of Natural Resources and Environment (MoNRE) - Thailand
  • Ministry of Water and Irrigation - Jordan

BMU-Förderung:
10.560.000,00 €

Laufzeit:
12/2013  bis  12/2022


Internetauftritt(e):



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