Die Zusammenarbeit der IKI mit anderen Ländern

Mit der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) beteiligt sich das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) an der Umsetzung der internationalen Klimafinanzzusagen Deutschlands, die die Bundesregierung mit der Unterzeichnung des Übereinkommens von Paris gegeben hat.

Dabei fördert die IKI Projekte von Organisationen, die in und mit den jeweiligen Partnerländern verschiedene Maßnahmen in den Bereichen Klimaschutz, Anpassung an die Folgen des Klimawandels, Waldschutz und Biodiversität umsetzen. Die in den Projektanträgen genannten Länder müssen zum Stichtag der Einreichung der Projektskizze ODA-fähig sein (ODA = Official Development Assistance; vergleich dazu die Liste der ODA-fähigen Staaten). Grundsätzlich können in allen Ländern dieser sogenannten DAC-Liste (DAC = Development Assistance Committee) IKI-Projekte umgesetzt werden.

Insgesamt sind seit der Gründung der IKI in 156 ODA-fähigen Ländern Fördermittel der IKI eingesetzt worden. Die Liste kann in der rechten Spalte heruntergeladen. Aktuell werden in 150 Ländern Projekte aus IKI-Fördermitteln umgesetzt.

 

Überblick über die ODA-Länder und IKI-Schwerpunktländer

 

Schwerpunktländer, Schnittstellenprojekte und Ländercalls

Zusätzlich zur grundsätzlichen Förderfähigkeit der ODA-Länder arbeitet die IKI mit 15 Schwerpunktländern zusammen. Dies sind zur Zeit Brasilien, China, Costa Rica, Indien, Indonesien, Kolumbien, Mexiko, Peru, Philippinen, Russland, Südafrika, Thailand, Türkei, Ukraine und Vietnam. Mit diesen Ländern arbeitet die IKI besonders eng und über größere, insbesondere auch bilaterale Projektportfolios zusammen.

In den meisten dieser Schwerpunktländer finanziert die IKI sogenannte Schnittstellenprojekte, die feste Projektbüros in den Hauptstädten haben und neben einem eigenen landesspezifischen Projektauftrag auch die anderen IKI-Projekte im Land und der Region miteinander.

Darüber hinaus führt die IKI seit 2017 in den meisten dieser Länder schrittweise länderspezifische Auswahlverfahren (sogenannte Ländercalls) gemeinsam mit den Partnerregierungen durch, um ein bis zwei für das jeweilige Land besonders wichtige Klima- oder Biodiversitätsthemen durch eine Durchführungsorganisation umsetzen zu können. Projekte im Rahmen von Ländercalls wurden mit Argentinien, Costa Rica, Mexiko und Kolumbien bereits begonnen. Laufende Ländercalls in unterschiedlichen Auswahlphasen gibt es zur Zeit mit Indien, Indonesien, Peru, den Philippinen, Südafrika, Thailand, Vietnam, der Ukraine und Russland. Mit China, Brasilien und der Türkei gibt es aus unterschiedlichen politischen Gründen bisher keine Ländercalls.