Corona: Gefahr für Orang-Utans auf Sumatra

Orang-Utans sind vom Aussterben bedroht. Ihre Lebensräume wurden weitestgehend zerstört, um Platz für Palmöl- und Holzplantagen zu schaffen. Innerhalb von zwei Jahrzehnten ist die Population auf wenige Tausend Orang-Utans geschrumpft. Oft werden die Muttertiere gefangen oder ermordet. Die Jungen bleiben zurück oder landen im Käfig, sie lernen nicht, wie sie in der Wildnis überleben.

Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) betreibt im Nationalpark von Bukit Tigapuluh auf der indonesischen Insel Sumatra eine  Affenschule. Hier sollen Orang-Utans lernen wie sie auf Bäume klettern, Nester bauen und Nahrung finden. Am Ende ihrer Schullaufbahn steht die Auswilderung in die freie Wildbahn.

Mit der Corona-Pandemie stehen die Naturschützer vor einer neuen Herausforderung: Das Virus darf nicht auf die Orang-Utans überspringen.

Orang-Utan heißt auf Malaysisch Waldmensch. 97 Prozent der Gene von Mensch und Orang-Utan sind identisch. Entsprechend groß ist die Gefahr, dass sich die Orang-Utans mit dem Coronavirus infizieren. Also gilt auch in der Dschungelschule: Abstand halten und Mundschutz tragen und strenge Hygieneregeln einhalten.

Ein Film von Anna Goretzki und Inga Sieg. 

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Information

Dauer
06:19 Minuten

Land
Indonesien

Global Ideas

In der Dokumentationsreihe Global Ideas informiert die Deutsche Welle Menschen in der ganzen Welt über vorbildliche Projekte zur praktischen Umsetzung von Biodiversitäts- und Klimaschutz. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit finanziert das Medienprojekt innerhalb der IKI