Dominikanische Republik: Energie im Umbruch

Trotz Wirtschaftsboom und ausgebauter Infrastruktur leben rund 300.000 Einwohner der Dominikanischen Republik ohne Strom - vor allem in abgelegenen und einkommensschwachen Gegenden. Im Bergdorf Sabana Real nahe der haitianischen Grenze beispielsweise haben etwa 50 Familien gar keinen Stromanschluss.

Mit Hilfe der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) wollen die Dorfbewohner eine Solar-Anlage installieren, die den Strom direkt in die Häuser liefert.

Die Geschichte von Sabana Real ist nur ein kleiner Teil der Energiewende, die im Land vonstattengeht. Bisher deckt die Dominikanische Republik rund 85 Prozent seines Energiebedarfs mit fossilen Brennstoffen.

Bis 2025 will die Regierung 25 Prozent aus erneuerbaren Energien gewinnen und plant, bis 2050 CO2-neutral zu werden. Doch wieviel Ökostrom entsteht, ist schwer planbar und vom Wetter abhängig. Deshalb gibt es auch viel Misstrauen von Seiten der Einheimischen. Um die Energiemengen besser überprüfen und steuern zu können, wurde in der Hauptstadt Santo Domingo ein Kontrollzentrum eingerichtet, das Daten von allen Kraftwerken - sowohl Wind, Sonne als auch Öl - sammelt und analysiert. Die GIZ hat die Prognose-Software implementiert. Damit sollen Vorhersagen besser möglich sein und langfristig das Vertrauen in erneuerbare Energien steigen.

Ein Film von Katja Döhne

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Information

Sprache
Deutsch

Dauer
7,02 Min

Land
Dominikanische Republik (Dom Rep)

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In der Dokumentationsreihe Global Ideas informiert die Deutsche Welle Menschen in der ganzen Welt über vorbildliche Projekte zur praktischen Umsetzung von Biodiversitäts- und Klimaschutz. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit finanziert das Medienprojekt innerhalb der IKI