Kenia: Nachhaltiger Naturschutz in der Savanne

Die vom Aussterben bedrohten Spitzmaulnashörner streifen Seite an Seite mit Löwen, Elefanten und Zebras durch die Savannen des kenianischen Lewa Wildlife Conservancy Schutzgebiets. Das war jedoch nicht immer so. In der Vergangenheit waren Nashörner die beliebteste Beute von Wilderern, die diese Tiere abschlachteten, um an ihr Horn zu gelangen.

Inzwischen werden die Nashörner jedoch von 123 Rangern, mit Überwachungstechnik und Hundeeinheiten geschützt. Die meisten der am Schutz der Tiere Beteiligten stammen aus den umliegenden Dörfern.  

"Die Gemeinden leisten einen wesentlichen Beitrag für den Naturschutz. Wenn wir sie nicht mit ins Boot holen, tun wir uns im Hinblick auf den Erhalt der Arten keinen Gefallen", erläutert Edward Ndiritu, der eine der Lewa-Einheiten zur Bekämpfung der Wilderei leitet.

Rund 70 % der Einnahmen des Reservats kommen Gemeinschaftsprogrammen zugute, fließen z.B. in Schulen, Krankenhäuser und Mikrokredite für Frauen. Die IUCN hat Lewa aufgrund seiner gemeindenahen Naturschutzarbeit in ihre "Grüne Liste" aufgenommen.

Ein Film von Thomas Hasel 

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Information

Sprache
Deutsch

Dauer
6,36 Min

Land
Kenia

Global Ideas

In der Dokumentationsreihe Global Ideas informiert die Deutsche Welle Menschen in der ganzen Welt über vorbildliche Projekte zur praktischen Umsetzung von Biodiversitäts- und Klimaschutz. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit finanziert das Medienprojekt innerhalb der IKI