Leder aus Pilzen: Eine nachhaltige und vegane Alternative zu Tierleder?

Seit Jahrtausenden nutzen Menschen die Haut von Tieren, um daraus Leder herzustellen.

Leder gerät jedoch mehr und mehr in die  Kritik. Denn Tierhaltung produziert viel CO2, verbraucht viel Wasser. Tiere müssen sterben. Für die Verarbeitung der Tierhaut wiederum werden chemische Hilfsstoffe verwendet, auch diese sind umweltschädlich.

Das Start-up Mycotech in Indonesien will Abhilfe schaffen. Es produziert ein veganes Material aus Pilzen. Das ist atmungsaktiv und ähnlich robust wie Leder.

Die Rohstoffproduktion ist einfach. Landwirtschaftliche Abfälle wie zum Beispiel Sägespäne werden mit Pilzsporen versetzt. Die Pilzsporen verarbeiten die Späne. Dabei entsteht Myzel, ein fein verwobenes Wurzelgeflecht. Schon nach wenigen Tagen kann man es von den Spänen abernten, gerben und weiterverarbeiten.

Zurzeit forschen Wissenschaftler auf der ganzen Welt zu den Eigenschaften von Myzelen. Die Pilzgeflechte können Schadstoffe aus Böden holen, als Baumaterial dienen, als Grundstoff in der Textilindustrie oder einfach als Nahrungsmittel.

Kleine Unternehmen nutzen die Erkenntnisse bereits für sich und versuchen, ihre nachhaltigen Produkte zu vermarkten.

Teile der Industrie steigen bereits in das Geschäft ein. Sie nutzen das "Pilzleder" zum Beispiel, um Schuhe herzustellen.

Ein Film von Nicole Ris und A.B. Rodhial Falah

Zurück