Mexiko: Mit einem Kochbuch zurück zu indigenen Traditionen

Lebensmittel wie Mais und Bohnen sind fester Bestandteil der mexikanischen Küche und Kultur. Doch immer mehr traditionelle Kulturpflanzen werden durch Pflanzen ersetzt, die höhere Erträge und mehr Profit versprechen. Die mexikanische Nichtregierungsorganisation DAI möchte, dass die Menschen die große Bedeutung der Pflanzenvielfalt in der Landwirtschaft erkennen, die auch für Ernährungssicherheit sorgt. Durch das IKI project "Farming for Biodiversity", umgesetzt von Rare, sind sie Teil eines globalen Netzwerks von 30 lokalen Champions für nachhaltige Landwirtschaft.

Das Projekt unterstützt indigene Gemeinden im mexikanischen Bundesstaat Chiapas dabei, zu traditionellen Anbaumethoden und Pflanzen zurückzukehren, zum Beispiel zu heimischen Getreidesorten. Deren Anbau soll auch das Einkommen der Menschen erhöhen. Chiapas ist einer der ärmsten Bundesstaaten Mexikos.

In dem kleinen Dorf Cárdenas hat DAI die Frauen dabei unterstützt, ein eigenes Kochbuch herauszubringen. Es enthält Familienrezepte und Informationen über traditionelle Zutaten und indigene Anbaumethoden. Das Projekt sensibilisiert für nachhaltige Landwirtschaft. Gleichzeitig soll es das Selbstbewusstsein der Menschen stärken. Sie sollen wieder stolz sein auf ihre lokale Esskultur und Geschichte.

Ein Beitrag von Katja Döhne

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