Nachhaltigkeit und Infrastruktur

Das IKI-Projekt „Verbesserte Climate Services für Infrastrukturinvestitionen, kurz: CSI, berät Behörden und Entscheidungsträger in seinen Partnerländern, bedarfsgerechte Klimainformationen- und Risikobewertungen in der Investitionsplanung zu verwenden. So sollen Klimarisiken besser erkannt und eine Basis für finanzierbare und nachhaltige Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel geschaffen werden. Im März und April hat das Vorhaben zum dritten Mal das „CSI Gloal Forum“ ausgerichtet, dieses Jahr in mehreren und unterschiedlichen Onlineformaten. Zu den Rednern gehörte der brasilianische Vizeminister für Infrastruktur, Marcelo Sampaio, der in seinem Beitrag auch auf die Zusammenarbeit seines Ministeriums mit den IKI Projekten Climate Services für Infrastrukturinvestitionen (CSI) und ProAdapta in Brasilien eingeht. Der Vizeminister beschreibt in seiner Rede die Notwendigkeit des Managements von Klimarisiken und die vielen Co-Benefits einer nachhaltig ausgerichteten Infrastrukturpolitik. 

Deutsche Übersetzung der Rede: 

Hallo, ich bin Marcelo Sampaio, Vizeminister für Infrastruktur der Föderativen Republik Brasilien. Zunächst möchte ich mich für die Gelegenheit bedanken, auf dem 3. CSI Global Forum sprechen zu dürfen. 

Das Ministerium für Infrastruktur ist für die Formulierung und Umsetzung der öffentlichen Politik im Transportsektor verantwortlich. Wir stehen vor der großen Herausforderung, in einem Land mit kontinentalen Ausmaßen Autobahnen, Schienenwege, Häfen und Flughäfen bereitzustellen, und wir arbeiten daran, den Anteil des Schienenverkehrs am Transport in Brasilien in den nächsten fünf Jahren zu verdoppeln.

Brasilien steht weiterhin zu seiner Verpflichtung, die  Nachhaltigkeitsagenda einzuhalten. Wir haben mehr als 60 Prozent unserer Waldgebiete unter Schutz gestellt und mehr als 80 Prozent des Amazonas-Regenwalds als Schutzgebiet ausgewiesen. Darüber hinaus bestehen 44 Prozent unserer Energie-Matrix aus erneuerbaren Energien. Wir wissen um die Herausforderung, diese Agenda für unsere nächsten Generationen aufrechtzuerhalten, und wir werden sie jeden Tag weiter verbessern.

Das Ministerium für Infrastruktur hat zu diesem Zweck eine Reihe von Werten verankert: die Achtung vor dem Leben, logistische Effizienz, institutionelle Exzellenz, Raumordnung und Integration sowie sozio-ökologische Verantwortung.

Wir haben mehrere Initiativen ins Leben gerufen. An dieser Stelle möchte ich hervorheben, dass das Ministerium für Infrastruktur 2019 eine Absichtserklärung mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterzeichnet hat. Unser Ziel ist es, die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch zwischen den verantwortlichen Stellen für Nachhaltigkeit und Klimawandel zu verbessern. 

In diesem Sinne haben wir an verschiedenen Maßnahmen gearbeitet. Als Erstes haben wir die Sozial- und Umweltrichtlinien des Ministeriums für Infrastruktur aktualisiert. Diese dienen dem Ministerium und seinen jeweiligen Abteilungen als Referenz, als wichtigstes Dokument für das sozio-ökologische Management im Rahmen der Agenda.

Wir arbeiten auch an der Weiterbildung von Beamten und der Vorbereitung von Studien, die das Management von Klimarisiken in der Infrastruktur-Agenda ermöglichen werden. Wir führen bereits Auswirkungsanalysen im Hafen- und im Landtransportsektor durch. 

Abschließend möchte ich noch darauf hinweisen, dass Brasilien über eine Agenda zur Kooperation verfügt, die die weltweiten Best Practices zu Klimaschutz und Infrastruktur zusammenbringt. Wir werden an unserem Engagement für eine zunehmend effizientere und nachhaltigere Transportmatrix festhalten.
 

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