Öko-Klos und Solarlampen: Ein Slum in Lagos wird grün

Armut und fehlende Grundversorgung machen das Leben für viele Familien in Ago Egun Bariga, einem Slum in Lagos, zu einem täglichen Kampf - auch für Kehinde Samuel und ihre vier Kinder. Die Familie hat keinen Zugang zu Strom und Gas. Energie können sie lediglich mit Hilfe von Diesel-Generatoren erzeugen. Doch die setzen gesundheits- und klimaschädliche Emissionen frei.

Der nigerianische Künstler Gani Taiwo hat einige der neuen Toiletten gestaltet, die JEI und die Nigerian Slum/Informal Settlement Federation haben bauen lassen.  Verschmutztes Wasser aufgrund fehlender sanitärer Einrichtungen stellt ein Gesundheitsrisiko für die Slumbewohner dar. Die einfachen Toiletten fungieren als oberirdische Kompostierungssysteme und sorgen dafür, dass Fäkalien nicht im Wasser landen. 

Ein anderes Thema ist die Energieversorgung. Bisher wissen die städtischen Behörden nicht, wie und welche Brennstoffe die Bewohner in ihrem Alltag nutzen und was ihre Entscheidungen beeinflusst. Durch ihre Umfrage in den Slums fand das C40-Projekt heraus: Die Hauptgründe, warum die Menschen keine sauberen Energiequellen nutzen, sind mangelnde finanzielle Ressourcen und Informationen. 

Statt Diesel-Generatoren sollen künftig Solarpaneele den täglichen Strombedarf der Bewohner von Ago Egun Bariga decken, solarbetriebene Straßenlaternen sollen das Viertel sicherer machen. Wie man beides bauen kann, erklärt ihnen die Organisation Justice and Empowerment Initiatives.

Ein Film von Fred Muvunyi

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Information

Sprache
Deutsch

Dauer
4,41 Min

Land
Nigeria

Global Ideas

In der Dokumentationsreihe Global Ideas informiert die Deutsche Welle Menschen in der ganzen Welt über vorbildliche Projekte zur praktischen Umsetzung von Biodiversitäts- und Klimaschutz. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit finanziert das Medienprojekt innerhalb der IKI