Peru: Neue Partner für Naturschutz in den Anden

Das Dorf Patanmarca liegt weit abgelegen in den peruanischen Anden am Rand des Nationalparks Manu. Lange Zeit blickten die Menschen dort mit Argwohn auf den Park - ihnen fehlte Ackerfläche, doch im Nationalpark darf keine Landwirtschaft betrieben werden. Seit einiger Zeit aber hat sich ihr Verhältnis zum Naturschutzgebiet gewandelt - denn sie haben neue Einnahmequellen erschlossen - im Einklang mit der Natur und jenseits der Landwirtschaft. 

Mit Hilfe der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt (ZGF) wurde der ehemalige Bauer Armando Zuñiga als Ranger und Feuerwehrmann ausgebildet. Er ist stolz darauf, dass er jetzt beim Löschen der Waldbrände helfen kann.

Die Ausbildung vor Ort übernahm die peruanischen Parkbehörde SERNANP in Zusammenarbeit mit spanischen Partnern. Insgesamt fünf Dorfbewohner haben mittlerweile eine Zertifizierung und sind nun für die Ausbildung der kommunalen Feuerwehrbrigaden verantwortlich.

Zuñigas Frau, Fanny Cruz, gründete gemeinsam mit anderen einen Textilverband in der Gemeinde und kann nun vom Verkauf der bunten Wolle- und Alpaca-Stoffe leben. Auch José Jesús Zuñiga war früher Mais-Bauer und hat mit der Unterstützung der ZGF gelernt, Bienen zu züchten und Honig zu produzieren. Er weiß jetzt, dass er von der Nähe zum Nationalpark Manu profitiert, denn dort finden die Bienen viele Blüten. 

Ein Film von Carolina Quesada und Cristian Bonilla

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Information

Sprache
Deutsch

Dauer
7,01 Min

Land
Peru

Global Ideas

In der Dokumentationsreihe Global Ideas informiert die Deutsche Welle Menschen in der ganzen Welt über vorbildliche Projekte zur praktischen Umsetzung von Biodiversitäts- und Klimaschutz. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit finanziert das Medienprojekt innerhalb der IKI