Plastikmüll im Surfer-Paradies

Bereits 2,5 Millionen Urlauber besuchten 2021 die Dominikanische Republik. Doch die vielen Touristen verursachen auch jede Menge Müll. Allein ein einzelnes All-Inclusive-Resort mit 1000 Betten verbraucht etwa 1,2 Millionen Plastikflaschen im Jahr. Das Leitungswasser in der Dominikanischen Republik ist nicht als Trinkwasser geeignet.

Der Müll ist ein großes Problem für den Inselstaat, denn ein echtes Abfallmanagement gibt es bisher nicht, auch Recycling-Möglichkeiten sind kaum vorhanden.

Mehr als 350 illegale Müllkippen finden sich quer über die Insel verstreut, immer mehr Strände sind voller Abfall. Und das sieht nicht nur hässlich aus - der Müll verursacht auch viel CO2. Insgesamt verursacht der weltweite Tourismus Schätzungen zufolge bis zu acht Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen.

Das Projekt Transforming Tourism, hinter dem das Umweltprogramm der Vereinten Nationen UNEP steht, hat sich zum Ziel gesetzt, in insgesamt zehn Ländern Treibhausgas-Emissionen, die durch den Tourismus entstehen, zu reduzieren.

Projektmanager Eddy Rosado arbeitet in den Touristenregionen mit verschiedenen Akteuren zusammen, um das Problem anzugehen. So auch mit dem Unternehmen Ecoservices, das den anfallenden Müll sortiert, weiterverwertet oder ihn in Länder mit einer besseren Recyclingwirtschaft exportiert. Und immer mehr Hotels wollen mitmachen. 

Ein Film von Katja Döhne

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Information

Sprache
Deutsch

Dauer
7,01 Min

Land
Dominikanische Republik (Dom Rep)

Global Ideas

In der Dokumentationsreihe Global Ideas informiert die Deutsche Welle Menschen in der ganzen Welt über vorbildliche Projekte zur praktischen Umsetzung von Biodiversitäts- und Klimaschutz. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit finanziert das Medienprojekt innerhalb der IKI