Raum für Menschen statt Autos in Belo Horizonte

Belo Horizonte im südostbrasilianischen Bundesstaat Minas Gerais zählt zu den Vorreitern in Brasiliens Mobilitätssektor. In einem Land, in dem das Auto vielerorts als unverzichtbar gilt und das im weltweiten Ranking der Verkehrstoten fast an der Spitze steht, investiert die Zweieinhalb-Millionen-Einwohner-Stadt schon seit Jahren in den öffentlichen Nahverkehr.

Im Zuge der Pandemie baut Belo Horizonte nun vor allem sein Fahrradnetz aus. Über eine Radstrecke sollen die Bewohner nun die ganze Stadt von Ost nach West schnell und sicher auf dem Fahrrad durchqueren können.

Auch das Viertel Santa Tereza erhält einen Zugang zu der Radroute. Außerdem entsteht dort rund um den Platz Praça Joaquim Ferreira da Luz eine Tempo-30-Zone. Das Ziel: mehr Sicherheit im Straßenverkehr, weniger Luftverschmutzung, mehr Lebensqualität. An den Umgestaltungen beteiligen sich viele Anwohner, das Konzept "weniger Straße, mehr Raum für Gemeinschaft" scheint aufzugehen.

Die Verkehrsberuhigungen sind Teil des Projekts Öko-Zone in Belo Horizonte, bei dem es in einem nächsten Schritt auch um Müllentsorgung und Recycling gehen soll. Insgesamt will Belo Horizonte durch das Projekt künftig 42 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

Ein Film von Bianca Kopsch

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Information

Sprache
Deutsch

Dauer
6,28 Min

Land
Brasilien

Global Ideas

In der Dokumentationsreihe Global Ideas informiert die Deutsche Welle Menschen in der ganzen Welt über vorbildliche Projekte zur praktischen Umsetzung von Biodiversitäts- und Klimaschutz. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit finanziert das Medienprojekt innerhalb der IKI