Wie Kakaoplantagen in Ghana nachhaltig werden

Ghana ist nach der benachbarten Elfenbeinküste der zweitgrößte Kakaoexporteur der Welt. In den letzten Jahren ist die Produktionsmenge um rund 30 Prozent zurückgegangen. Die Gründe: überalterte Kakaobäume, schlecht bewirtschaftete Plantagen, aber auch extreme Trockenheit. Das Land exportiert jährlich rund 850.000 Tonnen Kakao. Der Großteil geht als unverarbeiteter Rohstoff in die Schokoladen- und Kakaoproduktion nach Europa und Amerika. Wenn die Mengen weiter abnehmen, hat das nicht nur für Ghana Konsequenzen, sondern auch für internationale Hersteller.

Ein Projekt der niederländischen Organisation NGO SNV hilft Kleinbauern im westlichen Ghana, ihre Kakaoplantagen auf bestehenden Grund zu erneuern, anstatt Wald zu roden und so Anbauflächen auszuweiten. Dazu können die Bauern eine App nutzen, um illegale Abholzungen zu melden. Die NGO trainiert die Kakaofarmer in klimaschonenden Anbaumethoden und hilft ihnen Zugang zu Mikrofinanzprodukten zu erhalten, um die Zeit bis die jungen Bäume erste Früchte tragen, wirtschaftlich zu überbrücken.

Global Ideas hat vor knapp zwei Jahren schon einmal über das Projekt berichtet. Jetzt haben wir das Projekt zum zweiten Mal besucht, um zu erfahren, was in der Zwischenzeit passiert ist.

Ein Film von Gerlind Vollmer und Richard Ocloo

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Information

Sprache
Deutsch

Dauer
5:38 Min

Land
Ghana

Global Ideas

In der Dokumentationsreihe Global Ideas informiert die Deutsche Welle Menschen in der ganzen Welt über vorbildliche Projekte zur praktischen Umsetzung von Biodiversitäts- und Klimaschutz. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit finanziert das Medienprojekt innerhalb der IKI