Zwei Schwestern pflanzen in Brasilien Bäume dort, wo es früher Regenwald gab

Vom einstigen gigantischen Atlantischen Regenwald sind gerade mal 20 Prozent übrig – der Rest wurde abgeholzt. Dabei ist der Wald für Millionen Brasilianer rund um die Metropolen São Paulo und Rio de Janeiro lebensnotwendig. Die Bergregion Serra da Mantiqueira im Bundesstaat Minas Gerais versorgt mit ihren großen Flussbecken die riesigen Ballungszentren im Südosten Brasiliens mit Wasser und Energie. Ohne dieses Gebiet würden die Großstädte noch weiter austrocknen.

Unter dem Namen „Schutzplan der Serra da Mantiqueira" soll nun ein umfassendes Waldrestaurierungsprogramm die Mata Atlântica und ihre Wasserquellen schützen: Mehr als 400 Gemeinden, lokale Firmen, Universitäten aus dem ganzen Land und vor allem engagierte NGOs arbeiten dafür zusammen – unterstützt von der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI). Es soll vor allem Landwirte und Unternehmen zum Schutz der Mata Atlântica bewegen, indem diese Teile ihrer Ländereien wiederaufforsten oder CO2-Zertifikate kaufen, mit denen diese Restaurierung finanziert wird.

Die Schwestern Ana Paula und Flávia Balderi gründeten bereits als Teenager die Umweltorganisation Copaíba und setzen sich damit für die Wiederaufforstung des Atlantischen Regenwalds ein. Im großen Stil pflanzen sie Bäume und liefern Setzlinge in die gesamte Region. Auch in die Gemeinde Extrema, wo ein erfolgreiches Pilotprojekt den Grundstein für die übergreifende Zusammenarbeit legte.

Ein Film von Bianca Kopsch

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Information

Sprache
Deutsch

Dauer
7,24 Min

Land
Brasilien

Global Ideas

In der Dokumentationsreihe Global Ideas informiert die Deutsche Welle Menschen in der ganzen Welt über vorbildliche Projekte zur praktischen Umsetzung von Biodiversitäts- und Klimaschutz. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Nukleare Sicherheit finanziert das Medienprojekt innerhalb der IKI