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Frisches Kreditprogramm für den Balkan

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Energie effizient einzusetzen, ist gut fürs Klima. Und es spart Geld – ein Hauptargument, um besonders Unternehmen vom Umstieg auf energiesparende Technik zu überzeugen. So wie in Serbien. Modernisierungen im Energiebereich sind in dem Land dringend nötig: Der Energiebedarf steigt, die Ineffizienz ist aber hoch. Die deutsche Förderbank KfW vergibt deshalb über serbische Partnerbanken wie die ProCredit zinsvergünstigte Darlehen an serbische Unternehmen, die ihren Betrieb verstärkt auf erneuerbare Energien umstellen oder Energieeffizienzmaßnahmen umsetzen.

So auch an Bäcker Frano Prekpaljaj in der nordserbischen Stadt Sid nahe der kroatischen Grenze. Für 23.000 Euro hat er sich einen neuen effizienten Holzofen angeschafft. Der verbraucht nur noch halb so viel Holz wie das alte Modell. Der CO2-Ausstoß liegt ebenfalls um rund 50% niedriger. Bäcker Prekpaljaj konnte deshalb auf die Öko-Darlehen zugreifen, weil er mit der Energieeinsparung die Vorgaben der Bank erfüllt. Und diese sogar deutlich übertrifft: Die billigen Kredite bekommt nämlich nur, wer mit der Umrüstung seines Betriebs mindestens 20 Prozent Strom spart oder seine CO2-Emissionen um 20 Prozent senkt.

Lokale Partnerbanken wie die ProCredit sind dafür verantwortlich, dass das Geld zu diesen Bedingungen verwendet wird. Doch der Job der Bankmitarbeiter ist an diesem Punkt noch nicht zu Ende. Der Wandel der serbischen Wirtschaft in eine moderne Marktökonomie stellt viele Betriebe in dem Land vor Herausforderungen. Die Sorge um den Klimawandel gehört nicht unbedingt dazu – zumindest nicht in den Köpfen vieler Unternehmer. In den Chefetagen das Umweltbewusstsein zu stärken, oder gar erst eins zu schaffen, ist daher eine weitere zentrale Aufgabe der Öko-Kreditgeber.

Ein Film von Danijel Visevic

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Information

Dauer
6:02 Minuten

Land
Serbien

Global Ideas

In der Dokumentationsreihe "Global Ideas" informiert die Deutsche Welle Menschen in der ganzen Welt über vorbildliche Projekte zur praktischen Umsetzung von Biodiversitäts- und Klimaschutz. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit finanziert das Medienprojekt innerhalb der IKI.

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