Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Transformation von Wertschöpfungsketten im Tourismussektor in Entwicklungsländern und kleinen Inselstaaten zur Beschleunigung einer ressourceneffizienteren und kohlenstoffarmen Entwicklung

Stand: November 2018

Ziel und Massnahmen

Das Projekt unterstützt die Länder bei der Reduktion von THG-Emissionen und verbesserter Ressourceneffizienz v.a. in ressourcenintensiven Teilen der touristischen Wertschöpfungskette, wie z.B. der Unterkunfts- und Gastronomiebranche. Um den Sektor emissionsarm und ressourceneffizient zu gestalten, bedarf es verstärkt nachhaltiger Konsum- und Produktionspraktiken – sowohl durch Veranstalter, Touristen als auch in den Destinationen. Projektaktivitäten werden 1) Inventare der THG-Emissionen und nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen in der touristischen Wertschöpfungskette aktualisieren und analysieren; 2) integrierte Aktionsrahmen zur Emissionsreduzierung und Ressourceneffizienz erstellen, basierend auf dem Lebenszyklusansatz mit spezifischen Indikatoren zu Minderungs- / Anpassungsprioritäten; 3) lokale institutionelle und Netzwerkkapazitäten aufbauen; 4) Projektimplementierung, -berichterstattung und -ergebnisse unterstützen und 5) Arbeit und Austausch über regionale Tourismusnetzwerke fördern.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

1. Phase Bewertung Status Quo (2017-2018):

  • Stakeholder Advisory Groups wurden in jedem der vier Partnerländer eingerichtet.
  • Vier Länderberichte wurden entwickelt, um die Wertschöpfungsketten zu untersuchen, kritische Bereiche für Verbesserungen zu identifizieren und mögliche Lösungsansätze zu erstellen.
  • Zehn Workshops wurden in den vier Ländern durchgeführt, an denen über 500 Personen teilnahmen, inkl. Vertretern aus dem öffentlichen und privaten Bereich sowie der Zivilgesellschaft.
  • Mai/Juni 2018: Es wurden Workshops in den Schwerpunktländern durchgeführt, in denen u.a. die Roadmap zur Ressourceneffizienz/Nationale Aktionspläne sowie die Umweltperformance diskutiert wurden.
  • Oktober 2018: Workshop - "Nutzung nachhaltiger Beschaffungspraktiken zur Transformation touristischer Wertschöpfungsketten", organsiert von UN Environment: Es sollen alle Projektpartner und Vertreter der Tourismusbranche aus den einzelnen Umsetzungsländern teilnehmen.
  • September 2018 - Februar 2019: Die Halbzeitüberprüfung des Projekts steht an und damit eine unabhängige externe Betrachtung. Der Hauptzweck der Überprüfung besteht darin, die Ergebnisse des Projekts zu analysieren und zukunftsorientierte Inputs für die nächsten 2 Jahre des Projekts (Durchführungsphase) zu liefern.
  • Priorisierung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen in jedem Land auf der Grundlage von Hotspot-Analysen und Konsultationen mit den wichtigsten Interessengruppen, um die Komponente der nachhaltigen Beschaffung voranzubringen.
  • Es werden Umfragen zu den Themen Kapazitätsbedarfsanalyse und der Bewertung nachhaltiger Beschaffung bei Organisationen aus dem öffentlichen und privaten Sektor durchgeführt. Anschließend steht die Erstellung von zwei Berichten an, die als Input für die Gestaltung von Trainingsprogrammen sowie für die Erstellung eines nationalen Aktionsplans in jedem Land dienen.
  • Philippinen:
  • Das Projekt wurde in den Nationalen Tourismusentwicklungsplan 2016-2022 aufgenommen.
  • Oktober 2019: Erstes Capacity Building zu Energieeffizienz für Hotels und MICE in Zusammenarbeit mit der „Philippine Energy Efficiency Alliance“, deren Ziel es ist, die Philippinen bei der Entwicklung einer energieeffizienteren und sauberen Energie zu unterstützen.
  • Dominikanische Republik:
  • Juni/Juli 2018: In Puerto Plata, Punta Cana und Bayahibe wurde ein Training zu Wertschöpfungsketten in der Tourismusbranche durchgeführt.
  • Juli 2018: Eliminierung des Einsatzes von teilhalogenierten Fluorchlorkohlenwasserstoffen und Steigerung der Effizienz von Kühlgeräten in den Hotels zur Reduzierung der THG Emissionen: In Zusammenarbeit mit dem Kigali-Protokollprogramm wurde in Puerto Plata eine Schulung zur Umstellung von Kühlgeräten durchgeführt.
  • Das Projekt hat zum Aufbau der Kapazitäten auf nationaler Ebene beigetragen, indem es die Mitarbeiter zur „Resources Efficiency and Cleaner Production (RECP)“ Methode geschult hat. Im Rahmen dieser Schulung wurden 13 Aktionspläne und Bewertungen erstellt, um RECP-Möglichkeiten in den Bereichen Kühlung, Energie- und Wassereinsparung, Abfallreduzierung- und Management, Wäscherei etc. in Hotels zu identifizieren.
  • September 2018: Im Rahmen einer Preisverleihung wurden die Hotels, Fachleute und Unternehmen ausgezeichnet, die aktiv an der RECP-Bewertung teilgenommen und den Kapazitätsaufbau unterstützt haben.
  • Die Konferenz " Reduzierung von Kunststoffen für den Einmalgebrauch im Tourismusbereich " fand während der ASONAHORES-Messe 2018 in Punta Cana statt, um die Hotellerie für die Auswirkungen der Verschmutzung durch Kunststoff und die mögliche Emissionsreduzierung durch Kreislaufwirtschaftsmodelle zu sensibilisieren.

Projektdaten

Land:
Antigua und Barbuda, Dominica, Dominikanische Republik (Dom Rep), Grenada, Mauritius, Philippinen, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen

Durchführungs­organisation:
United Nations Environment Programme (UN Environment)

Partnerinstitution(en):
  • Department of Tourism (DOT) - Philippine, Ministry of Environment and Natural Resources - Dominican Republic, Ministry of Tourism - Dominican Republic, Ministry of Tourism & External Communications - Mauritius, Organization of Eastern Caribbean States Secretariat (OECS) - St Lucia
  • Department of Tourism (DOT) - Philippine,Ministry of Environment and Natural Resources - Dominican Republic,Ministry of Tourism - Dominican Republic,Ministry of Tourism & External Communications - Mauritius,Organization of Eastern Caribbean States Secretariat (OECS) - St Lucia,UNEP DTU Partnership,UNEP DTU Partnership,Waste and Resources Action Programme (WRAP)

BMU-Förderung:
4.978.811 €

Projektlaufzeit:
01/2017 bis 12/2020

Internetauftritt(e):



  • Twitter
  • Facebook
  • Google+