African Eco-labelling Mechanism - 09_I_131 - 39 - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

African Eco-labelling Mechanism

Stand: Dezember 2019

Ziel und Maßnahmen

Das Projekt richtete ein afrikanisches Umweltzeichen ein, das die Vermarktungsmöglichkeiten nachhaltiger Produkte verbessert hat und Anreize für emissionsmindernde sowie an den Klimawandel angepasste Produktionsweisen geschaffen hat. Das Vorhaben baute auf Vorarbeiten der Marrakesh Task Force „Cooperation with Africa“ auf. Es schaffte fachliche und organisatorische Voraussetzungen für ein funktionsfähiges Kennzeichnungssystem und brachte dieses zur Anwendung. Dazu etablierten die Projektpartner unter anderem die notwendige Organisationsstruktur, richteten ein Benchmarkingsystem zur Bewertung der bestehenden Nachhaltigkeitsstandards ein und entwickelten ein Konzept zur finanziellen Eigenständigkeit nach Projektende.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Projekt abgeschlossen
  • Executive Board, Sekretariat bei der Partnerorganisation African Regional Organization for Standardization (ARSO), Technical Board und technische Arbeitseinheiten (Sector Working Groups) sind eingerichtet
  • Vier Entwürfe für Standards für die Kernsektoren des African Ecolabelling Mechanism (AEM) sind entwickelt
  • Vermarktungskonzept, Logo und Marketingmaterialien für das afrikanische Umweltlabel sind erarbeitet
  • Die EMA Marke, die im European Union Intellectual Property Office (EUIPO) und in der World Intellectual Property Organization (WIPO) eingetragen ist, wurde 11/2017 erfolgreich auf ARSO übertragen.
  • Die AEM Zertifizierungsprozesse und -systeme wurden im Rahmen der ARSO Conformity Assessment Committee Treffen in Rwanda (02/2017) und Namibia (10/2017) entwickelt und im Rahmen des ersten AEM Advisory Committee Treffens in 12/2017 bestätigt.
  • Die Öffentlichkeit wurde für Umweltsiegel im Allgemeinen und African Ecolabelling Mechanism (AEM) im Speziellen auf Treffen und verschiedenen Foren durch den Generalsekretär und leitende Angestellte von ARSO sensibilisiert (u.a. im Rahmen des 4. Transform Africa Summit 2018 vom 7. - 10. Mai 2018 in Kigali Ruanda).
  • Neun staatliche Zertifizierungsorganisationen in Ruanda, Kamerun, Ghana, Kenia, Mauritius, Senegal, Nigeria, Simbabwe und Uganda und eine private Organisation - die Afrikanische Organisation für Zertifizierung (AOC) in Südafrika - haben ihr Interesse bekundet, nach EMA Kriterien zu zertifizieren.
  • ARSO hat eine Sharepoint-Datenbank zur Veröffentlichung relevanter EMA-Informationen entwickelt. CBs mit Vereinbarungen haben Zugang zu diesen Informationen.
  • Vier der fünf Pilotländer (Simbabwe, Kenia, Nigeria und Ruanda) haben die ARSO-Standards durch Veröffentlichungen in Gesetzesblätter und nationalen Registern als nationale Standards übernommen.
  • 87 Auditoren wurden in Bezug auf die Verwendung der EMA-Kriteriengeschult und haben beantragt, als Ecomark-Africa-Auditoren in der ARSO EMA-Datenbank erfasst zu werden. AEM hat neun Prüfer aus den fünf Pilotländern ermittelt, die an Weiterbildungen als Trainer-of-Trainer zur Vorbereitung von Prüfungen teilgenommen haben.
  • Mit der Unterstützung des indischen Premierministers hat ARSO eine Partnerschaft mit Indien geschlossen, um CBs bezüglich des Zero-Effect-Zero-Modells in Indien zu trainieren. Für die Zertifizierung wurden Checklisten und Selbsteinschätzungskriterien entwickelt. Die Trainings fanden im Oktober 2018 statt

Projektdaten

Land:
Äthiopien, Kenia, Tansania

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • African Organisation for Standardisation (ARSO)
  • African Organisation for Standardisation (ARSO),African Roundtable on Sustainable Consumption and Production (ARSCP),African Union (AU),United Nations Environment Programme (UN Environment) - Kenya

BMU-Förderung:
5.966.921,71 €

Laufzeit:
12/2009 bis 03/2019

Internetauftritt(e):