Biodiversitäts- und Klimaschutz in der Mata Atlântica - 12_IV+_013 - 1035 - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Biodiversitäts- und Klimaschutz in der Mata Atlântica

Stand: Dezember 2019

Ziel und Maßnahmen

Das Projekt trägt zum Erhalt der Biodiversität bei sowie zur Minderung von Treibhausgasemissionen und zur Anpassung an den Klimawandel in der Mata Atlântica. Dazu werden in verschiedenen Regionen ausgewählte, teils fragmentierte Schutzgebiete gesichert und miteinander verbunden. Die Gebiete liegen im Hinterland von Rio de Janeiro, im Süden des Bundesstaates Bahia und in der Küstenregion zwischen den Bundesstaaten São Paulo und Paraná. Das Projekt arbeitet zusammen mit lokalen Gemeinden an der Registrierung von kleinen Grundbesitzern im ländlichen Umweltkataster. Zudem werden Landesumweltbehörden beim Aufbau von Referenzzentren zur Wiederherstellung von degradierten Flächen beraten. Entwicklungsszenarien, die den Klimawandel und seine Folgen miteinbeziehen, sowie Vulnerabilitätsanalysen dienen dazu, Möglichkeiten zu identifizieren, wie die nachhaltige Nutzung von Ökosystemen zur Treibhausgasminderung und Anpassung an den Klimawandel beitragen kann.

Verbundprojekt
Biodiversitäts- und Klimaschutz in der Mata Atlântica (TZ Modul)
Vorgängerprojekt(e)
Schutz der atlantischen Küstenwälder
Waldschutz Mata Atlântica II

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • In den drei Projektregionen wurden in partizipativen Prozessen Klimarisiken identifiziert und Chancen durch ökosystembasierte Anpassungsstrategien auf mehr als 2,5 Millionen Hektar herausgearbeitet sowie auf einer Fläche von mehr als 210.000 Hektar ökosystembasierte Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen konzipiert.
  • Eine Strategie zur Förderung von Kapazitäten im Bereich der ökosystembasierten Anpassung (Ecosystem-based Adapation, EbA) wurde mit Schwerpunkt auf folgende Punkte entwickelt, wozu Training of Trainers (ToT) und die Institutionalisierung des EbA-Ansatzes in mehreren Aus- und Fortbildungsinstitutionen in Brasilien gehören.
  • Der Ansatz der ökosystembasierten Anpassung und Minderung (Ecosystem-based Adaptation and Mitigation, EbA and EbM) wurde in nationale und regionale Politiken und Raumordnungsinstrumente integriert. Es wurden Klimarisiken für das Biom Mata Atlântica modelliert.
  • Darüber hinaus, hat das Vorhaben das brasilianische Umweltministerium (MMA) im Bereich EbA bei der Erstellung folgender Regelwerke beraten: Nationaler Plan zur Anpassung an den Klimawandel (PNA), Nationaler Plan zur Wiederherstellung natürlicher Vegetation (PLANAVEG), Neues Waldgesetz (Código Florestal), Nationale Biodiversitätspolitik (PNB), Aktionsplan für Biodiversität (EPANB), sowie das Programm zur Finanzierung von Wiederherstellungsprojekten durch Strafzahlungen (Programa de Conversão de Multas Ambientais).
  • Für die Integration von EbA in Gemeindeschutzpläne der Mata Atlântica sowie in Managementpläne für Schutzgebiete begann 2018 eine neue Phase des Upscaling bei der die GIZ zur Integration von EbA in weitere 22 Gemeindeschutzpläne sowie in 11 Managementpläne für Schutzgebiete berät, die von der KfW finanziert werden.
  • Lernerfahrungen und Ergebnisse des Vorhabens wurden aufgearbeitet und dokumentiert und stehen zusammen mit didaktischem Material über EbA auf der Homepage des MMA zur Verfügung (www.mma.gov.br/…ântica_emdesenvolvimento/projeto-biodiversidade-e-mudanças-climáticas-na-mata-atlântica).
  • Lernerfahrungen des Vorhabens werden fortlaufend in nationale und internationale Wissensnetzwerke eingebracht, z.B.: - Beiträge für die Wissensplattform PANORAMA-Solutions (GIZ und IUCN) zur Integration von Vulnerabilität und EbA in Gemeindeplanung (panorama.solutions/…) und Integration von EbA in Managementpläne von Schutzgebieten abgeschlossen (panorama.solutions/…).
  • Vom Vorhaben entwickelte Empfehlungen und Schulungsmaterialien zu EbA und zu Gemeindeschutzplänen der Mata Atlântica werden für die Stärkung von Kapazitäten auf lokaler Ebene genutzt.
  • Beginn der finanziellen Zusammenarbeit in 2016

Projektdaten

Land:
Brasilien

Durchführungs­organisation:
KfW Entwicklungsbank

Partnerinstitution(en):
  • Brazilian Biodiversity Fund (FUNBIO), Ministry of Environment - Brazil
  • Chico Mendes Institute for Biodiversity Conservation - Brazil

BMU-Förderung:
7.865.000 €

Laufzeit:
01/2014 bis 12/2020

Internetauftritt(e):

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