Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

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Stand: Dezember 2017

Biodiversitäts- und Klimaschutz in der Mata Atlântica (TZ Modul)


Ziel und Massnahmen

Das Projekt trägt zum Erhalt der biologischen Vielfalt sowie zur Minderung von Treibhausgasemissionen und zur Anpassung an den Klimawandel in der Mata Atlântica bei. Dazu werden in verschiedenen Regionen ausgewählte, teils fragmentierte Schutzgebiete gesichert und miteinander verbunden. Die Gebiete liegen im Hinterland von Rio de Janeiro, im Süden des Bundesstaates Bahia und in der Küstenregion zwischen den Bundesstaaten São Paulo und Paraná. Das Projekt arbeitet zusammen mit lokalen Gemeinden an der Registrierung von kleinen Grundbesitzern im ländlichen Umweltkataster. Zudem berät es Landesumweltbehörden beim Aufbau von Referenzzentren zur Wiederherstellung von degradierten Flächen. Entwicklungsszenarien, die den Klimawandel und seine Folgen miteinbeziehen, sowie Vulnerabilitätsanalysen dienen dazu, Möglichkeiten zu identifizieren, wie die nachhaltige Nutzung von Ökosystemen zur Treibhausgasminderung und Anpassung an den Klimawandel beitragen kann. Diese Erkenntnisse können dann in die Entwicklungsplanung des Landes einfließen.

Vorgängerprojekte
Waldschutz Mata Atlântica II
Schutz der atlantischen Küstenwälder

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • In den drei Projektregionen wurden in partizipativen Prozessen Klimarisiken identifiziert und Chancen durch ökosystembasierte Anpassungsstrategien auf mehr als 2,5 Millionen Hektar herausgearbeitet sowie auf einer Fläche von mehr als 50.000 Hektar ökosystembasierte Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen konzipiert. Eine Strategie zur Förderung von Kapazitäten im Bereich der ökosystembasierten Anpassung (Ecosystem-based Adapation, EbA) wurde mit Schwerpunkt auf folgende Punkte entwickelt und befindet sich in der Umsetzung:
  • Entwicklung eines Training of Trainer (ToT)-Prozesses mit bereits mehr als 220 Teilnehmenden, einschließlich der Ausbildung von 46 Multiplikatoren
  • Institutionalisierung des EbA-Ansatzes in mehreren Aus- und Fortbildungsinstitutionen in Brasilien
  • Verbreitung und Anwendung der MARISCO-Methode (adaptive Management of vulnerability and RISk at COnservation sites)
  • Durchführung von Online-Kursen zu Gemeindeschutzplänen der Mata Atlântica (PMMA), die bereits mehr als 600 Personen erreichten
  • Begleitung der Integration von EbA in Raumordnungsinstrumente und Strategien, Pläne und Programme öffentlicher und privater Akteure durch die ausgebildeten brasilianischen Trainer
  • Kommunikation und Wissensnetzwerke
  • 15 Pilotprojekte befinden sich in der Umsetzung, um ökosystembasierte Anpassung in lokale Planungsprozesse zu integrieren, unter anderem:
  • Gemeindeplanung von Porto Seguro (z.B. Gemeinde-Masterplan, Gemeindeplan für Schutz und Wiederherstellung der Mata Atlântica)
  • Managementplan des Schutzgebiets Canaéia-Iguape-Peruibe
  • Bodennutzungspläne und Stadtplanung in der Gemeinde Duque de Caxias
  • Erkenntnisse und Erfahrungen im Bereich EbA sind in verschiedene Politiken auf nationaler Ebene integriert worden: z.B. in den Nationalen Plan zur Anpassung an den Klimawandel (PNA), Nationalen Plan zur Wiederherstellung der Natürlichen Vegetation (Planaveg), Indikatoren zum Monitoring der Nationalen Biodiversitätsziele Brasiliens, Neues Waldgesetz (Código Florestal). Des Weiteren sind die Ergebnisse von hochrangigen Vertretern auf verschiedenen nationalen und internationalen Events eingebracht worden: z.B. Vorstellung der brasilianischen iNDCs in Paris 2015.
  • Neben anderen Veröffentlichungen wurde eine Neuauflage des Jahrbuchs der Mata Atlântica veröffentlicht.

Projektdaten

Land:
Brasilien

Partnerinstitution:
Chico Mendes Institute for Biodiversity Conservation - Brazil;The Atlantic Forest Restoration Pact

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

BMUB-Förderung:
6.435.000 €

Projektlaufzeit:
04/2013 bis 03/2018

Internetauftritt(e):



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