Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Biodiversitäts- und Klimaschutz in der Mata Atlântica (TZ Modul)

Stand: November 2018

Ziel und Massnahmen

Das Projekt trägt zum Erhalt der Biodiversität, zur Minderung von Treibhausgasemissionen und zur Anpassung an den Klimawandel in der Mata Atlântica bei. Dazu werden ausgewählte, teils fragmentierte Schutzgebiete gesichert und verbunden. Die Gebiete liegen im Hinterland von Rio de Janeiro, im Süden des Bundesstaates Bahia und in der Küstenregion zwischen den Bundesstaaten São Paulo und Paraná. Das Projekt arbeitet mit lokalen Gemeinden an der Registrierung von kleinen Grundbesitzern im ländlichen Umweltkataster. Zudem berät es Landesumweltbehörden beim Aufbau von Referenzzentren zur Wiederherstellung von degradierten Flächen. Entwicklungsszenarien werden entwickelt, die den Klimawandel, seine Folgen und Vulnerabilitätsanalysen einbeziehen. So können Möglichkeiten der nachhaltigen Nutzung von Ökosystemen identifiziert werden, die zur Treibhausgasminderung und zur Anpassung an den Klimawandel beitragen. Diese Erkenntnisse können dann in die Entwicklungsplanung des Landes einfließen.

Verbundprojekt
Biodiversitäts- und Klimaschutz in der Mata Atlântica
Vorgängerprojekt(e)
Waldschutz Mata Atlântica II
Schutz der atlantischen Küstenwälder

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • In den drei Projektregionen wurden in partizipativen Prozessen Klimarisiken identifiziert und Chancen durch ökosystembasierte Anpassungsstrategien auf mehr als 2,5 Millionen Hektar herausgearbeitet sowie auf einer Fläche von mehr als 50.000 Hektar ökosystembasierte Minderungs- und Anpassungsmaßnahmen konzipiert.
  • Der Ansatz der ökosystembasierten Anpassung und Minderung (Ecosystem-based Adaptation and Mitigation, EbA and EbM) wurde in nationale und regionale Politiken und Raumordnungsinstrumente integriert. So wurden zum Beispiel Klimarisiken für das Biom Mata Atlântica modelliert, EbA- und EbM-Maßnahmen in den Projektgebieten konzipiert und die 10 Gemeindeschutzpläne regional integriert.
  • Darüber hinaus, hat das Vorhaben das brasilianische Umweltministerium (MMA) im Bereich EbA bei der Erstellung folgender Regelwerke beraten: Nationaler Plan zur Anpassung an den Klimawandel (PNA), Nationaler Plan zur Wiederherstellung natürlicher Vegetation (PLANAVEG), Neues Waldgesetz (Código Florestal), Nationale Biodiversitätspolitik (PNB), Aktionsplan für Biodiversität (EPANB), sowie das Programm zur Finanzierung von Wiederherstellungsprojekten durch Strafzahlungen (Programa de Conversão de Multas Ambientais).
  • Eine Strategie zur Förderung von Kapazitäten im Bereich der ökosystembasierten Anpassung (Ecosystem-based Adapation, EbA) wurde mit Schwerpunkt auf folgende Punkte entwickelt: Training of Trainer (ToT)-Prozess mit bereits mehr als 220 Teilnehmenden, einschließlich der Ausbildung von 46 Multiplikatoren, Institutionalisierung des EbA-Ansatzes in mehreren Aus- und Fortbildungsinstitutionen in Brasilien und die Verbreitung und Anwendung der MARISCO-Methode (adaptive Management of vulnerability and RISk at COnservation sites).
  • Lernerfahrungen des Vorhabens werden fortlaufend in nationale und internationale Wissensnetzwerke eingebracht, z.B.:
  • - Beiträge für die Wissensplattform PANORAMA-Solutions (GIZ und IUCN) zur Integration von Vulnerabilität und EbA in Gemeindeplanung (panorama.solutions/…) - Bereitstellung didaktischer Materialien und eines Online-Kurses im Rahmen der Capacity Development-Strategie. Die Veröffentlichung erfolgt Anfang 2019 auf der Webseite des brasilianischen Umweltministeriums MMA - Bereitstellung der Produkte zu biophysischen Auswirkungen des Klimawandels auf der Webseite des MMA (www.mma.gov.br/…)
  • Des Weiteren sind die Ergebnisse von hochrangigen Vertretern auf verschiedenen nationalen und internationalen Events eingebracht worden, z.B. bei der Vorstellung der brasilianischen iNDCs in Paris 2015.
  • Neben anderen Veröffentlichungen wurde eine Neuauflage des Jahrbuchs der Mata Atlântica veröffentlicht (www.mma.gov.br/…).

Projektdaten

Land:
Brasilien

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment - Brazil
  • Chico Mendes Institute for Biodiversity Conservation - Brazil,The Atlantic Forest Restoration Pact

BMU-Förderung:
7.535.000 €

Projektlaufzeit:
04/2013 bis 09/2020

Internetauftritt(e):



Meldungen und Filme zum Projekt

11.10.2017Auszeichnung für IKI Projekt in Brasilien

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