Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Biodiversitätsschutz und Inwertsetzung von Ökosystemdienstleistungen in grenzüberschreitend relevanten Feuchtgebieten des Nil-Beckens

Stand: Oktober 2018

Ziel und Massnahmen

Der Nil durchströmt mehrere große Feuchtgebietslandschaften, viele dieser Gebiete sind Biodiversitätshotspots von globaler Bedeutung. Das Wissen und die Kapazitäten der Nile Basin Initiative (NBI) und ihrer Mitgliedstaaten für ein am ökosystemaren Ansatz ausgerichtetes Feuchtgebietsmanagement sind nicht ausreichend. Ziele des Vorhabens sind der Biodiversitätsschutz und die Inwertsetzung der Ökosystemdienstleistungen grenzüberschreitend relevanter Feuchtgebiete im Nilbecken. Das Vorhaben kombiniert regionale Maßnahmen der Kapazitätsentwicklung (Wissensbasis, Politikberatung, Erfahrungsaustausch) mit Umsetzungsmaßnahmen in ausgewählten Feuchtgebieten (Managementpläne, pilothafte Umsetzungsmaßnahmen).Hauptwirkung ist der Biodiversitätsschutz, mit Beiträgen zum Klimaschutz, zur Klimaanpassung und zur Sicherung der Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung. Erfahrungen werden in den internationalen Biodiversitätsdialog eingebracht, es besteht hohes Potenzial für die Replizierbarkeit in der Region.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Thema Feuchtgebietsmanagement wurde im aktuellen Berichtszeitraum durch den Nil-Ministerrat (Nile-COM) weiter strategisch und programmatisch in der Agenda der NBI verankert. Die im Oktober 2017 vom Nile-COM verabschiedete 10-Jahresstrategie (2017-2027) der NBI beinhaltet damit das Feuchtgebietsmanagement als prioritäres Handlungsfeld zu Schutz und nachhaltiger Nutzung der aquatischen Ökosysteme im Nilbecken mit einer entsprechenden Umsetzung in den drei NBI Zentren - Sekretariat, Büro für die Äquatoriale Seenregion und Büro für das östliche Nilbecken
  • Eine Entschärfung des Konflikts im Süd-Sudan ist weiterhin nicht absehbar. In Kompensation für die daraus resultierende Reduktion der Bearbeitungsintensität für den Sudd werden nun die Arbeiten auf die grenzüberschreitenden Feuchtgebietslandschaften im grenzüberschreitenden Baro-Akobo-Sobat Teileinzugsgebiet zwischen Süd-Sudan und Äthiopien ausgedehnt. Die NBI hat hier einen Beckenplanungsprozess begonnen und die dringende Unterstützung bei der Berücksichtigung von Feuchtgebietsökosystemen angefragt
  • Das Projekt hat im Rahmen des Scopings für die Umsetzung einzelner Maßnahmen in den regionalen Teileinzugsgebieten mehrere Kooperationspartner identifiziert, welche teilweise bereits in den Gebieten aktiv sind (insbesondere UNESCO-IHE, Wetlands International, International Water Management Institute, RAMSAR Sekretariat) und mit denen ein Teil der vorgesehenen Maßnahmen strategisch und effizient umgesetzt werden können
  • Eine Studie zur Ökonomie des Feuchtgebietsschutz im Nilbecken (TEEB Studie) wird derzeit in einem zweistufigen Panelprozess mit regionalen Experten erarbeitet und soll bis zu Q4/2018 abgeschlossen sein.

Projektdaten

Land:
Ägypten, Äthiopien, Burundi, Demokratische Republik Kongo, Kenia, Ruanda, Sudan, Süd Sudan, Tansania, Uganda

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Nile Basin Initiative (NBI)
  • Nile Basin Initiative (NBI)

BMU-Förderung:
6.000.000 €

Projektlaufzeit:
10/2015 bis 03/2020

Internetauftritt(e):



Meldungen und Filme zum Projekt

24.08.2015Schutz von Feuchtgebieten im Nilbecken

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