Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Biodiversitätsschutz und Inwertsetzung von Ökosystemdienstleistungen in grenzüberschreitend relevanten Feuchtgebieten des Nil-Beckens

Stand: November 2018

Ziel und Massnahmen

Der Nil durchströmt mehrere große Feuchtgebietslandschaften, viele dieser Gebiete sind Biodiversitätshotspots von globaler Bedeutung. Das Wissen und die Kapazitäten der Nile Basin Initiative (NBI) und ihrer Mitgliedstaaten für ein am ökosystemaren Ansatz ausgerichtetes Feuchtgebietsmanagement sind nicht ausreichend. Ziele des Vorhabens sind der Biodiversitätsschutz und die Inwertsetzung der Ökosystemdienstleistungen grenzüberschreitend relevanter Feuchtgebiete im Nilbecken. Das Vorhaben kombiniert regionale Maßnahmen der Kapazitätsentwicklung (Wissensbasis, Politikberatung, Erfahrungsaustausch) mit Umsetzungsmaßnahmen in ausgewählten Feuchtgebieten (Managementpläne, pilothafte Umsetzungsmaßnahmen).Hauptwirkung ist der Biodiversitätsschutz, mit Beiträgen zum Klimaschutz, zur Klimaanpassung und zur Sicherung der Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung. Erfahrungen werden in den internationalen Biodiversitätsdialog eingebracht, es besteht hohes Potenzial für die Replizierbarkeit in der Region.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Ein Panel von Experten aus allen zehn NBI-Mitgliedländern zur Auswertung von Studien zur Ökonomie des Feuchtgebietsschutzes und Erarbeitung eines TEEB Berichts zur Ökonomie der nachhaltigen Nutzung von
  • Feuchtgebieten in der Nilregion hat mit einem ersten TEEB Expert Panel Workshop im September 2018 in Nairobi seine Arbeit aufgenommen.
  • Die NBI führt im Rahmen der Regional Expert Working Group erstmalig eine Analyse der erforderlichen ökologischen Mindestabflüsse entlang der Hauptgewässer des Nils durch. Dies ist besonders relevant für den Beckenplanungsprozess und ein beachtlicher Schritt angesichts des politischen Vorbehaltes vieler Nilanrainern wegen der vermeintlichen Auswirkungen auf die Verhandlung von Wasserrechten. So werden erste gemeinsame Erfahrungen mit diesem Instrument gesammelt.
  • Die Felduntersuchungen zu den ökologischen Mindestabflüssen im tansanischen Teileinzugsgebiet des Mara haben begonnen. Bezüglich der Integration in den gemeinsamen Water Allocation Plan von Kenia und Tansania hat Kenia weiteren Beratungsbedarf angemeldet um sicherzustellen,dass die in beiden Ländern verwendeten Methoden zur Festsetzung von Mindestabflussanforderungen sich gut komplementieren.
  • Im grenzüberschreitenden Feuchtgebiet Sio-Siteko (Kenia und Uganda) wurden die Konsultationen zum Managementplan erfolgreich begonnen u.a. mit gegenseitigen Feldbesuchen der District- und County Gouverneure und Direktoren aus den Wasserministerien auf beiden Seiten der Grenze.
  • Während der Stockholm Weltwasserwoche zum Thema Water, Ecosystems and Human Development im August 2018 wurden Erfahrungen aus dem Vorhaben in zwei Sessions durch die NBI vorgestellt.

Projektdaten

Land:
Ägypten, Äthiopien, Burundi, Demokratische Republik Kongo, Kenia, Ruanda, Sudan, Süd Sudan, Tansania, Uganda

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Nile Basin Initiative (NBI)
  • Nile Basin Initiative (NBI)

BMU-Förderung:
6.000.000 €

Projektlaufzeit:
10/2015 bis 03/2020

Internetauftritt(e):



Meldungen und Filme zum Projekt

24.08.2015Schutz von Feuchtgebieten im Nilbecken

  • Twitter
  • Facebook
  • Google+