Biodiversitätsschutz und Inwertsetzung von Ökosystemdienstleistungen in grenzüberschreitend relevanten Feuchtgebieten des Nil-Beckens - 15_IV_045 - 826 - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Biodiversitätsschutz und Inwertsetzung von Ökosystemdienstleistungen in grenzüberschreitend relevanten Feuchtgebieten des Nil-Beckens

Stand: August 2019

Ziel und Massnahmen

Der Nil durchströmt mehrere große Feuchtgebietslandschaften, viele dieser Gebiete sind Biodiversitätshotspots von globaler Bedeutung. Das Wissen und die Kapazitäten der Nile Basin Initiative (NBI) und ihrer Mitgliedstaaten für ein am ökosystemaren Ansatz ausgerichtetes Feuchtgebietsmanagement sind nicht ausreichend. Ziele des Vorhabens sind der Biodiversitätsschutz und die Inwertsetzung der Ökosystemdienstleistungen grenzüberschreitend relevanter Feuchtgebiete im Nilbecken. Das Vorhaben kombiniert regionale Maßnahmen der Kapazitätsentwicklung (Wissensbasis, Politikberatung, Erfahrungsaustausch) mit Umsetzungsmaßnahmen in ausgewählten Feuchtgebieten (Managementpläne, pilothafte Umsetzungsmaßnahmen).Hauptwirkung ist der Biodiversitätsschutz, mit Beiträgen zum Klimaschutz, zur Klimaanpassung und zur Sicherung der Lebensgrundlage der lokalen Bevölkerung. Erfahrungen werden in den internationalen Biodiversitätsdialog eingebracht, es besteht hohes Potenzial für die Replizierbarkeit in der Region.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

Regionale Zusammenarbeit:

  • Ein Panel von Experten aus allen zehn NBI-Mitgliedländern zur Auswertung von Studien zur Ökonomie des Feuchtgebietsschutzes und Erarbeitung eines TEEB Berichts (The Economics of Ecosystems and Biodiversity) für Feuchtgebiete in der Nilregion hat seine Arbeit aufgenommen.
  • Die NBI führt im Rahmen der Regional Environmental Flow Expert Working Group erstmalig eine Analyse der erforderlichen ökologischen Mindestabflüsse entlang der Hauptgewässer des Nils durch. Dies ist besonders relevant für den Beckenplanungsprozess und ein beachtlicher Schritt angesichts des politischen Vorbehaltes vieler Nilanrainern wegen der vermeintlichen Auswirkungen auf die Verhandlung von Wasserrechten. So werden erste gemeinsame Erfahrungen mit diesem Instrument gesammelt.
  • Die NBI führt eine Studie zum Treibhausgasspeicherpotential der Feuchtgebiete im Nilbecken durch – auf der Grundlage von Beprobung der Torfkörper verschiedener Landschaften.
  • Die Regional Wetlands Working Group erarbeitet ein Inventar der regional signifikanten Feuchtgebiete und deren Status. Einzelne Maßnahmen in Feuchtgebieten:
  • Die Felduntersuchungen zu den ökologischen Mindestabflüssen im tansanischen Teileinzugsgebiet des Mara Flusses haben begonnen.
  • In den grenzüberschreitenden Feuchtgebieten Sio-Siteko, Sango Bay und Semliki Delta wurden die Konsultationen zum Managementplan und Conservation Investment Plans erfolgreich begonnen u.a. mit gegenseitigen Feldbesuchen der District- und County Gouverneure und Direktoren aus den Wasserministerien auf bei3 den Seiten der jeweiligen Grenzen.
  • Für den Sudd wird derzeit ein Managementplan (Sudd Wetland Management Strategy and Action Plan) erarbeitet – dazu haben Konsultationen mit den zuständigen Behörden begonnen und eine Roadmap vereinbart. Hydrologische Modelle für den Sudd wurden aufbereitet und ein verbesserter Modellierungsansatz für die Interaktion des Sudd mit dem Flusssystem wurde für das Nile Basin Decision Support System erarbeitet.

Projektdaten

Land:
Ägypten, Äthiopien, Burundi, Demokratische Republik Kongo, Kenia, Ruanda, Sudan, Süd Sudan, Tansania, Uganda

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Nile Basin Initiative (NBI)
  • Nile Basin Initiative (NBI)

BMU-Förderung:
6.000.000 €

Laufzeit:
10/2015 bis 03/2021

Internetauftritt(e):



Meldungen und Filme zum Projekt

24.08.2015Schutz von Feuchtgebieten im Nilbecken

  • Twitter
  • Facebook
  • Google+