Die Stärkung der Hohen See durch regionale Führung

Stand: August 2019

Ziel und Maßnahmen

Das Projekt fördert die Entwicklung umfassender, sektorübergreifender Ansätze für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt auf Hoher See (Areas beyond national jurisdiction - ABNJ) im Südost-Atlantik und Südost-Pazifik. Aufbauend auf dem regionalen Interesse und der globalen politischen Dynamik werden beispielhafte Praktiken identifiziert und regionale und nationale Institutionen bei der Umsetzung bestehender Instrumente und der Entwicklung neuer Ansätze unterstützt. Zu diesem Zweck werden technische und wissenschaftliche Zusammenarbeit vorangetrieben und ABNJ- Maßnahmen auf regionaler Ebene vorgeschlagen. Erfahrungen werden an andere Regionen weitergegeben, um gegenseitiges Lernen zu fördern. Zudem werden mögliche regionale Governance-Ansätze als Teil eines künftigen internationalen Instruments unter UNCLOS entwickelt und beispielhafte regionale Erfahrungen in den globalen Prozess eingebracht, um Meeres-Governance auf unterschiedlichen Ebenen voranzubringen.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt trägt zu den strategischen Zielen und Prozessen der Comisión Permanente del Pacífico Sur (CPPS) und der Abidjan-Konvention zum Schutz und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt in Meeresgebieten außerhalb nationaler Gerichtsbarkeit (BBNJ) bei, einschließlich ihrer Arbeitsgruppen zu areas beyond national jurisdiction (ABNJ). Die Ergebnisse des Projekts wurden bei den Verhandlungen der Vereinten Nationen (UN) im Jahr 2018 sowie im März 2019 vorgestellt und werden auch in Zukunft zum Verhandlungsprozess im Rahmen der Convention on the Law of the Sea (UNCLOS) zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung der marinen Biodiversität der hohen See beitragen.
  • Die in 2018 organisierten Workshops in den Regionen und bei den UN-Verhandlungen, sowie der jüngste Workshop im März 2019 in der CPPS-Region brachten wichtige regionale und internationale Akteure, insbesondere Vertreter der Ministerien, an einen Tisch. Die Veranstaltungen ermöglichten die Ergebnisse des Projekts vorzustellen und zu diskutieren, sowie einen Gedanken- und Informationsaustausch zu Schwerpunktthemen, wie z.B. eine mehrstufige Meeres-Governance und sektorübergreifende Diskussionen über regionale Governance-Ansätze, in Vorbereitung auf die internationalen Verhandlungen über den Schutz und die nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt in Meeresgebieten außerhalb nationaler Gerichtsbarkeit.
  • Alle drei relevanten regionalen Organisationen (CPPS, SPRFMO (South Pacific Regional Fisheries Management Organisation) und IATTC (Inter-American Tropical Tuna Commission) sowie andere internationale Organisationen, unter anderem, nahmen am Dialogworkshop im März 2019 teil. Dies war ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung der notwendigen Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts für die Region Südost-Pazifik. Das Interesse der beteiligten Akteure an einer weiteren Zusammenarbeit mit dem Projekt in den kommenden Jahren ist groß, um die Meeres-Governance auf regionaler Ebene zu stärken und die Verbindungen zur globalen Ebene sicherzustellen. Vertreter dieser Institutionen und Ministerien sind seit Beginn des Projekts weitgehend konstant geblieben, was dazu beigetragen hat, Vertrauen und Akzeptanz für die Projektdurchführung in der Region aufzubauen.
  • Ein ähnlicher Ansatz wird derzeit in der Region Südost-Atlantik für den bevorstehenden Dialogworkshop im Juni 2019 verfolgt. Diese Region umfasst jedoch mehr Mitgliedstaaten und ist in Hinblick auf Kultur und Kapazitäten deutlich komplexer, so dass Fortschritte in dieser Region wahrscheinlich langsamer erfolgen werden als im Südost-Pazifik. Der Workshop im Juni 2019 wird gemeinsam mit den Sekretariaten der Abidjan-Konvention und der Nairobi-Konvention organisiert und bietet den beiden Konventionen Raum zum Austausch über laufende und bevorstehende Arbeiten zu ABNJ und verwandten Themen. Die ABNJ-Arbeitsgruppe der Abidjan-Konvention wird sich unmittelbar nach dem Workshop treffen, um ein gemeinsames Positionspapier zu ABNJ auszuarbeiten.
  • Der STRONG High Seas Beirat wurde 2018 gegründet und hat nun 15 bestätigte Mitglieder, darunter Vertreter relevanter internationaler und regionaler Organisationen, Staaten und wissenschaftlicher Institutionen (siehe: www.prog-ocean.org/…).

Projektdaten

Partnerinstitution(en):
  • Comisión Permanente del Pacífico Sur (CPPS, Permanente Kommission für den Südpazifik)
  • Secretariat of the Abidjan Convention - Ivory Coast
  • Relevante Partnerinstitutionen (Regierungsinstitutionen, Nichtregierungsorganisationen)

BMU-Förderung:
3.771.445,96 €

Laufzeit:
06/2017 bis 05/2022

Internetauftritt(e):

Factsheet:
Strengthening Regional Ocean Governance for the High Seas (PDF, 1.71 MB, Englisch)



Meldungen zum Projekt

07.06.2019IKI und der Schutz der Meere
01.10.2018Meere nachhaltig verwalten