Die Stärkung der Hohen See durch regionale Führung

Stand: Dezember 2019

Ziel und Maßnahmen

Das Projekt fördert die Entwicklung umfassender, sektorübergreifender Ansätze für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt auf Hoher See (Areas beyond national jurisdiction - ABNJ) im Südost-Atlantik und Südost-Pazifik. Aufbauend auf dem regionalen Interesse und der globalen politischen Dynamik werden beispielhafte Praktiken identifiziert und regionale und nationale Institutionen bei der Umsetzung bestehender Instrumente und der Entwicklung neuer Ansätze unterstützt. Zu diesem Zweck werden technische und wissenschaftliche Zusammenarbeit vorangetrieben und ABNJ- Maßnahmen auf regionaler Ebene vorgeschlagen. Erfahrungen werden an andere Regionen weitergegeben, um gegenseitiges Lernen zu fördern. Zudem werden mögliche regionale Governance-Ansätze als Teil eines künftigen internationalen Instruments unter UNCLOS entwickelt und beispielhafte regionale Erfahrungen in den globalen Prozess eingebracht, um Meeres-Governance auf unterschiedlichen Ebenen voranzubringen.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das Projekt trägt weiterhin zu den strategischen Zielen und Prozessen der Comisión Permanente del Pacífico Sur (CPPS) und der Abidjan-Konvention zum Schutz und nachhaltigen Nutzung der biologischen Vielfalt in Meeresgebieten außerhalb nationaler Gerichtsbarkeit (BBNJ) bei, einschließlich ihrer Arbeitsgruppen zu Meeresgebieten außerhalb nationaler Gerichtsbarkeit (ABNJ). Die Ergebnisse des Projekts wurden bei den Verhandlungen der Vereinten Nationen (UN) im September 2018, März 2019 und August 2019 vorgestellt und werden auch in Zukunft zum Verhandlungsprozess beitragen.
  • Die verschiedenen bisher organisierten Workshops in den Regionen von CPPS und der Abidjan Konvention und bei den UN-Verhandlungen brachten wichtige regionale und internationale Akteure, insbesondere Vertreter der Ministerien, an einen Tisch. Die Veranstaltungen ermöglichten die Ergebnisse des Projekts vorzustellen und zu diskutieren, sowie einen Gedanken- und Informationsaustausch zu Schwerpunktthemen, wie z.B. eine mehrstufige Meeres-Governance und sektorübergreifende Diskussionen über regionale Governance-Ansätze, in Vorbereitung auf die internationalen Verhandlungen über den Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt in Meeresgebieten außerhalb nationaler Gerichtsbarkeit.
  • Der Dialogworkshop für den Südostpazifik wurde gemeinsam mit UNEP-WCMC und dem CPPS-Sekretariat organisiert und fand im März 2019 in Guayaquil, Ecuador, statt. An diesem Workshop nahmen unter anderem alle drei relevanten regionalen Organisationen (CPPS, SPRFMO (South Pacific Regional Fisheries Management Organisation) und IATTC (Inter-American Tropical Tuna Commission)) sowie internationale Organisationen teil.
  • Der Dialogworkshop für den Südostatlantik wurde gemeinsam mit dem UNEP-WCMC und den Sekretariaten der Abidjan-Konvention und der Nairobi-Konvention organisiert und fand im Juni 2019 in Kapstadt, Südafrika statt. Es bot den beiden Konventionen Raum für Austausch und Diskussionen über die laufenden und bevorstehenden Arbeiten zu ABNJ und damit zusammenhängenden Fragen. An diesem Workshop nahmen unter anderem mehrere einschlägige regionale Organisationen (Abidjan-Konvention, Nairobi-Konvention, SEAFO - Organisation für die Fischerei im Südostatlantik, COREP - Commission Régionale des Pêches du Golfe de Guinée, BCC - Benguela Current Convention, COMESA - Common Market for Eastern and Southern Africa, Indian Ocean Commission, PMAESA - Port Management Association of Eastern and Southern Africa, IGAD - Intergovernmental Authority on Development, East African Community, SIOFA - Southern Indian Ocean Fisheries Agreement, WIOMSA - Western Indian Ocean Marine Science Association), sowie internationale Organisationen teil. Dies war ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung der notwendigen Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts zwischen den Regionen Südostatlantik und Westlicher Indischer Ozean. Die ABNJ-Arbeitsgruppe der Abidjan-Konvention traf sich auch direkt nach dem Workshop, um ein gemeinsames Positionspapier zu ABNJ zu erarbeiten.
  • Der Beginn der UN-Verhandlungen zu BBNJ im September 2018 hat dem Projekt den notwendigen Impuls gegeben und es wird derzeit als wichtiger Beitrag sowohl für die Regionen als auch für die laufenden UN-Verhandlungen angesehen.
  • Der STRONG High Seas Beirat wurde 2018 gegründet und hat nun 15 bestätigte Mitglieder, darunter Vertreter relevanter internationaler und re-gionaler Organisationen, Staaten und wissenschaftlicher Institutionen (siehe: www.prog-ocean.org/…).

Projektdaten

Partnerinstitution(en):
  • Comisión Permanente del Pacífico Sur (CPPS, Permanente Kommission für den Südpazifik)
  • Secretariat of the Abidjan Convention - Ivory Coast
  • Relevante Partnerinstitutionen (Regierungsinstitutionen, Nichtregierungsorganisationen)

BMU-Förderung:
3.771.445,96 €

Laufzeit:
06/2017 bis 05/2022

Internetauftritt(e):

Factsheet:
Strengthening Regional Ocean Governance for the High Seas (PDF, 1.71 MB, Englisch)



Meldungen zum Projekt

07.06.2019IKI und der Schutz der Meere
01.10.2018Meere nachhaltig verwalten