Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

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Stand: Dezember 2017

Globale Waldinventur - Global Forest Survey (GFS)


Ziel und Massnahmen

Das Vorhaben Global Forest Survey (GFS) entwickelte ein globales Netzwerk permanenter Kontrollpunkte, welches Informationen für eine weltweite Charakterisierung von Landnutzungsformen bereitstellt. Die Erfassung der Daten beinhaltet eine umfangreiche Auswahl verschiedener Themengebiete, beispielsweise Waldressourcen, Biodiversität, Veränderung der Kohlenstoffbilanz und Waldzustand. Das weltweite Netz von Inventurparzellen für Landnutzung generiert Datensätze, welche frei verfügbar und weltweit standardisiert sind. Die Daten bilden für die Länder eine wichtige Basis zur Teilnahme am REDD+ Mechanismus. Das Vorhaben versetzt die Länder in die Lage über ihre Emissionen durch Landnutzungsänderungen in einem einheitlichen Format an die UNFCCC zu berichten. Die Datenerfassung verfolgt einen "permanenten" Ansatz, so dass Veränderungen über die Zeit hinweg dokumentiert werden. Die Daten sollen im Folgeprojekt über ein Internetportal der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Verbundprojekt
Öko-Industrieparks in Andra Pradesh
Nachfolgeprojekt(e)
NATIONALE WALD-MONITORING- UND INFORMATIONSSYSTEME FÜR EINEN TRANSPARENTEN REDD+-PROZESS

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Die Auswertungen in der ersten Phase des Projekts hat zu einem globalen Datensatz von fast 500.000 visuell bewerteten Plots geführt. Dieser Datensatz wurde verwendet, um die erste globale Analyse von Ariden Zonen durchzuführen, und die Ergebnisse wurden in einem FAO-Bericht und als Wissenschaftliches Paper in der Zeitschrift „Science“ veröffentlicht. Ein umfassenderer FAO-Bericht wird Ende 2017 veröffentlicht.
  • Eine Teilmenge der ersten Phase der Stichproben wurde für einen erfolgreichen Proof-of-Concept-Test für den IPCC Land Use Representation Approach 3 verwendet
  • Das Projekt hat auch zur Gestaltung von Schulungen zu IPCC-Methoden beigetragen, wie die Waldkohlenstoffsenken und -emissionen bewertet werden können. Die Schulungen werden organisiert, um Fähigkeiten der Partnerländer bei der Berichterstattung nach UNFCCC zu verbessern. Spezialisten in Zielländern werden auch unterstützt ihre Entscheidungsprozesse innerhalb der UNFCCC im Hinblick auf MRV-Modalitäten zu verbessern.
  • Die Überarbeitung der IPCC-Leitlinien wird durch eine spezielle Studie zu bestehenden Emissionsfaktordaten unterstützt.
  • Das Projekt trägt zu einer Analyse von NDCs bei, um mehr Klarheit über national festgelegte Beiträge und potenzielle unerschlossene Minderungspotenziale zu schaffen, die von den Partnerländern genutzt werden könnten, um ungenutzte Potenziale zu erschließen.

Projektdaten

Land:
Angola, Bolivien, Botsuana, Ecuador, Malawi, Malaysia, Mosambik, Namibia, Papua Neuguinea, Peru, Philippinen, Sambia, Simbabwe, Südafrika, Tansania, Uganda, Venezuela

Durchführungs­organisation:
Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO)

Partnerinstitution(en):
FAO country focal points

BMUB-Förderung:
3.500.000 €

Projektlaufzeit:
10/2014 bis 09/2017

Internetauftritt(e):



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