Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

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Stand: Dezember 2017

Globaler Klimaschutzfonds


Ziel und Massnahmen

Der Global Climate Partnership Fund (GCPF) ist ein innovatives Finanzierungsinstrument, das breitenwirksam Investitionen in klimarelevante Projekte in ausgewählten Ländern ermöglicht. Dazu werden lokale Finanzinstitute mit Kreditlinien versorgt, aus denen diese Institute dann Kredite für Investitionen in Erneuerbare Energie, Energieeffizienz und für die Minderung von Treibhausgasen anbieten. Der Fonds erzielt eine signifikante Hebelwirkung öffentlicher Gelder, in dem er zusätzliche Mittel öffentlicher und privater Investoren mobilisiert. Durch effiziente Energienutzung und Förderung erneuerbarer Energien leistet der GCPF einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgas-Emissionen. Er flankiert Maßnahmen der jeweiligen Länder zur Verringerung ihres CO2-Ausstoßes und zur Verbesserung der Versorgungssicherheit.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Auf Initiative des BMUB und der KfW hat der GCPF sich inzwischen zu einem öffentlich-privaten Gemeinschaftsprojekt entwickelt. Unter den Anteilseignern finden sich das britische Wirtschafts- und Energieministerium (BEIS), das dänische Außenministerium (DANIDA), ein schweizerischer Investor und Fondsmanager (responsAbility), die privatwirtschaftlich-ausgerichtete Entwicklungsbank der Weltbankgruppe (IFC), die österreichische Entwicklungsbank (OeEB), die niederländische Entwicklungsbank (FMO), die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe (ÄVWL) und die niederländische Privatbank ASN.
  • Der GCPF mobilisierte als strukturierter Fonds mit unterschiedlichen Risikoklassen bis zum zweiten Quartal 2016 ca. 392 Millionen USD für Investitionen in Energieeffizienz und Erneuerbare Energien (EE/RE). Davon wurden bereits ca. 284 Millionen USD in Form von verbilligten Darlehen an Partnerbanken in den Zielländern weitergegeben, um das klimafreundliche Kreditgeschäft zu fördern. Dadurch werden beispielsweise Unternehmen finanziert, die solarbetriebene Bewässerungspumpen für Kleinbauern in Indien vertreiben.
  • Insgesamt beträgt das Minderungspotenzial der ausgelegten GCPF-Kredite ca. 7 Millionen tCO2äq. und verteilt sich auf zwölf Länder. Es handelt sich dabei mehrheitlich um Energieeffizienzmaßnahmen in Gebäuden und kleineren Anlagen für Erneuerbare Energien in kleinen und mittelständischen Unternehmen.
  • Unter den Projekten des GCPF sind auch Direktinvestionen, beispielsweise ein Photovoltaik-Kraftwerk in Südafrika mit einer jährlichen Stromerzeugung von bis zu 1,8 Gigawattstunden.
  • Eine Fazilität für technische Beratungsmaßnahmen zählt inzwischen zahlreiche Projekte, um zusätzliche Investitionen für den Klimaschutz vorbereitend zu unterstützen. Dies geschieht vor allem durch Machbarkeitsstudien, Umweltverträglichkeitsprüfungen, Baugenehmigungen oder der Entwicklung neuer und an den lokalen Verhältnissen ausgerichteter EE/RE-Kreditprodukte.
  • Im September 2016 organisierte der Fonds die erste "GCPF-Akademie", um den Wissensaustausch über bewährte Praktiken unter den lokalen Finanzinstituten zu fördern.

Projektdaten

Land:
Bangladesch, Brasilien, Ecuador, Honduras, Indien, Mongolei, Nicaragua, Sri Lanka, Südafrika, Türkei, Ukraine, Vietnam

Durchführungs­organisation:
KfW Entwicklungsbank

Partnerinstitution(en):
Diverse climate change relevant institutions in the respective partner countries/Diverse klimarelevante Institutionen in den entsprechenden Partnerländern

BMUB-Förderung:
66.500.000 €

Projektlaufzeit:
12/2009 bis 01/1970

Internetauftritt(e):

Factsheet:
The International Climate Initiative (IKI) Contributes to Mobilizing Climate Finance (PDF, 216 KB, englisch))



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