Identifikation, Demarkierung als Schutzgebiet und integriertes Management von besonders vom Klimawandel betroffenen Küstenzonen - 18_IV_044 - 10210 - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Identifikation, Demarkierung als Schutzgebiet und integriertes Management von besonders vom Klimawandel betroffenen Küstenzonen

Stand: Januar 2020

Ziel und Maßnahmen

Die kolumbianische Regierung plant die Ausweitung von Schutzgebieten in marinen Gebieten und Küstenzonen und deren nachhaltiges Management. Das Projekt stärkt die zuständigen kolumbianischen Umweltinstitutionen in ihren Bestrebungen der Identifikation, Priorisierung und Ausweisung mariner Gebiete und Küstenzonenals Schutzgebiete. Geplante Maßnahmen sind die Analyse der Auswirkungen von Klimawandelszenarienauf verschiedene marine Gebiete und Küstenzonen im karibischen Meer, die Unterstützung Kolumbiens bei der Ausweisung neuer Schutzzonen sowie dieErarbeitung und Umsetzung einer nachhaltigen Managementstrategie dieser Gebiete -unter Einbindung der Gemeinden und Institutionen der jeweiligen Regionen. So wird ein Beitrag zum Erhalt der biologischen Vielfalt, zur Minderung der Folgen des Klimawandels und der Sicherung von traditionellen Lebensgrundlagen lokaler Gemeinden in den Projektgebieten geleistet. Es werden die Kapazitäten staatlicher wie zivilgesellschaftlicher Akteure zu Anpassung an den Klimawandel und zum Erhalt der Biodiversität und der daraus resultierenden Ökosystemleistungen gestärkt.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Indigene und afrokolumbianische Gemeinschaften bewohnen seit Hunderten von Jahren die kolumbianische Karibikküste und sind durch den Klimawandel und durch antropogene Konflikte akute in ihrem Überleben und der Wahrung ihrer traditionellen Kulturen bedroht.
  • In der Guajira bemühen sich die Gemeinden der Wayuu ihre Lebensbedingungen zu verbessern, während sie gleichzeitig ihre Lebensgrundlage sichern und ihre Bräuche pflegen müssen. Schutzgebiete können den Erhalt der bio-logischen Vielfalt und der Wayuu-Kultur fördern, benötigen jedoch die vorherige Vereinbarung zwischen staatlichen und lokalen Institutionen und Gemeinden.
  • In ähnlicher Weise haben die afro-kolumbianischen Gemeinden und die lokalen Umweltinstitutionen im Departement Chocó durch vorherige Konsultatio-nen Maßnahmen zum Schutz, zur Entwicklung und zur Wiederherstellung von Traditionen ergriffen.
  • Daher stellt die Förderung des Dialogs zum gemeinsamen Aufbau nachhaltiger Aktivitäten im Einklang mit den neu auszuweisenden Schutzgebieten eine interessante Alternative dar, um die Teilnahme zu fördern, die biologische Vielfalt zu bewahren und die Regierungsführung zu stärken.

Projektdaten

Land:
Kolumbien

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment and Sustainable Development (MADS) - Colombia
  • National Parks of Colombia (PNC) - Colombia

BMU-Förderung:
5.000.000 €

Laufzeit:
01/2019 bis 06/2023