Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Kapazitätsaufbau für verbessertes Küsten- und Meeresmanagement in Westafrika (Mami Wata Projekt)

Stand: März 2019

Ziel und Massnahmen

Die afrikanische Atlantikküste umfasst eine „Exclusive Economic Zone” von 4,8 Mil. km2 mit zahlreichen Biodiversitäts-Hotspots und reichhaltigen Fischfanggebieten. Trotz ihres Wertes sind diese Marine- und Küsten-Ökosysteme durch z.B. Überfischung und Verschmutzung gefährdet. Durch die Anwendung eines integrierten Management-Ansatzes möchte das Projekt folgende Themen in den Mitgliedstaaten der Abidjan Convention verbessern: Umweltschutz von Marine- und Küsten-Ökosystemen, Biodiversität, nachhaltige Ressourcennutzung und langfristige Bereitstellung von Ökosystemdienstleistungen. Dafür soll ein Management zur Identifizierung von ökologisch und biologisch bedeutsamen Meeresgebieten erarbeitet werden. Zudem soll bei der Erstellung eines marinen Raumplanungskonzepts für Umweltschutz und eine auf Ökosystemdienstleistungen basierte, nachhaltige Entwicklung und beim „State of Marine Environment Reporting” unterstützt werden. Regionale Einrichtungen werden den Kapazitätsaufbau durchführen.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

Das Mami Wata Projekt hat mit der Umsetzung der drei Pilotprojekte begonnen

  • In der Elfenbeinküste wird das “Gestion intégrée de l’aire marine et côtière d’Abidjan à Assinie” Projekt gemeinsam mit dem Centre Ivoirien Antipollution (CIAPOL) durchgeführt, der Projektauftakt wird Anfang 2019 stattfinden
  • In Ghana ist die Environmental Protection Agency federführend für das “Ecosystem Based Approach to an Integrated Marine and Coastal Environment Management” Projekt, der Auftakt fand am 19. Juli statt
  • Am 7. September wurde das Pilotprojekt in Benin, GIZMaC (Gestion Intégrée de la Zone Marine et Côtière du Bénin)” formell lanciert
  • Es finden grenzüberschreitende Aktivitäten zwischen Elfenbeinküste und Ghana statt. - Das Projekt hat seine Arbeit an einer regionalen Policy for Integriertes Meeresmanagement, wie von der 12. Konferenz der Vertragsstaaten (COP) der Abidjankonvention (ABC) mandatiert, durch einen Expertenworkshop der ABC fortgesetzt. Die Policy wird von der 13. COP Anfang 2020 beschlossen werden.
  • Vom 5. bis 9. März 2018 haben Mami Wata Partner und die Bengualastrom-Kommission ein englischsprachiges Training zu Meeresraumplanung (MSP) durchgeführt, als Fortsetzung des französichesprachigen Trainings Ende 2017. Teilnehmer sind dazu aus West-, Zentral- und dem südlichen Afrika zusammengekommen.
  • Für Äquatorialguinea als einziges spanischsprachiges Land der Region hat das Projekt einen nationales MSP-Training vom 20. bis 24. August unterstützt. Die Veranstaltung wurde von der Wildlife Conservation Society durchgeführt und außerdem vom Blue Solutions Projekt unterstützt.
  • Mami Wata Experten und regionale Kollegen sind vom 22. Bis zum 25. Oktober in der Sierra Leone Environment Protection Agency (EPA) zu einem ‚Train-the-Trainers‘ Workshop zusammengekommen. Die Veranstaltung hat Fähigkeit regionaler Experten gestärkt, fachliche Kenntnisse mit Kollegen und regionalen Peers zu teilen, und langfristige Unterstützung zu EBSA und SoME - Themen zu geben.
  • Während der COP 14 der CBD in Sharm El Sheik, Ägypten, hat sich das Projekt im Rahmen einer Side Events des BMU zu „Marine Biodiversity - creating & exchanging solutions for our Blue World“ am 18. November präsentiert, und war außerdem Teil zweier Veranstaltungen der Sustainable Blue Economy Konferenz in Nairobi, Kenia in der darauf folgenden Woche.

Projektdaten

Land:
Angola, Benin, Côte d'Ivoire (Elfenbeinküste), Demokratische Republik Kongo, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kap Verde, Kongo, Liberia, Mauretanien, Namibia, Nigeria, São Tomé und Príncipe, Senegal, Sierra Leone, Südafrika, Togo

Durchführungs­organisation:
GRID-Arendal

Partnerinstitution(en):
  • Secretariat of the Abidjan Convention - Ivory Coast
  • Secretariat of the Abidjan Convention - Ivory Coast
  • United Nations Environment Programme (UN Environment) - Kenya

BMU-Förderung:
3.498.305 €

Laufzeit:
01/2016 bis 12/2019



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