Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

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Stand: Dezember 2017

KARTIERUNG DER KOHLENSTOFFSPEICHER UND ERHALT DURCH KOHLENSTOFFZAHLUNGEN IM WALDGÜRTEL DER DR KONGO


Ziel und Massnahmen

Das Projekt fördert ein System für die Reduktion von Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung (REDD+) sowie für Kompensationszahlungen in der DR Kongo. Damit wirkt es der beschleunigten Entwaldung entgegen und weist den Wälder und ihren Ökosystemdienstleistungen einen Wert jenseits der üblichen Nutzung, zum Beispiel als Holzquelle oder potenzielle landwirtschaftliche Fläche zu. Die DRK wird dabei unterstützt einen nationalen REDD+ Mechanismus und eine entsprechende REDD-Einheit aufzubauen und das derzeit weltweit größte subnationale REDD+ Programm in Kooperation mit der Weltbank (FCPF) umzusetzen. Unter anderem wird mit sehr exakten Laser-Fernerkundungsdaten auch eine Karte mit dem Kohlenstoffgehalt der Wälder erstellt. Außerdem setzen die Projektpartner Waldschutzkonzepte modellhaft um, testen ihre Wirksamkeit, Effizienz und Praktikabilität und entwickeln sie weiter. Mit der Bevölkerung und anderen Landnutzern werden funktionsfähige Strukturen zur Nutzenverteilung der Kohlenstoffzahlungen entwickelt und modellhaft eingerichtet. Das REDD+ Pilotprojekt für die Mai Ndombe Region soll somit Maßstäbe für eine gerechte und nachhaltige Inwertsetzung der Waldflächen durch Kohlenstoffzahlungen setzen.

Vorgängerprojekte
Integriertes Schutzgebiet für den NGIRI Tieflandregenwald

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Die nationale Biomassekarte wurde allen Partnern und Stakeholdern
  • im nationalen REDD+ Prozess vorgestellt. Methodologie, Modellentwicklung der Karte und Schätzungen der Biomasse wurden durch DIAF, OSFAC und UCLA präsentiert.
  • Es wurden weitere Bodendaten gesammelt: darunter sechs Parzellen über das Forstinventur
  • Projekt FAO/DIAF und 11 zusätzliche Parzellen von FRMi in der Mai Ndombe Provinz (finanziert über die Weltbank) analysiert.
  • Mitarbeiter des Partners DDD nahmen an einem Workshop zu “Accounting for Reductions and Absorption
  • of Carbon Emissions through REDD+ activities” in Bangkok (Thailand) teil.
  • Es fand im Rahmen eines technischen Workshops zur Bestimmung der Wald-
  • Biomasse zur Vorbereitung des ersten halbjährlichen Reports (FBUR) zur Treibhausgasinventur in Bezug auf Landnutzung, dessen Wandel und Forstwirtschaft (LULUCF) ein Arbeitstreffen in Kinshasa statt
  • Das Vorhaben förderte über das „Russell E. Train Education for Nature“ Programm (WWF
  • US) die weitere akademische Ausbildung fünf kongolesischer Studenten/Innen. Ein Student konnte mit Hilfe dieser Förderung sein Doktorat erfolgreich abschließen, zwei weitere Studentinnen erhielten ihren Master of Science
  • Nach Inbetriebnahme der Server bei OSFAC und DIAF wurde das Gerüst der Datenbank
  • mit allen Anwendungen auf den Server bei DIAF überspielt.
  • Die Kommunen mit PES Verträgen erhielten Zahlungen auf Basis der effektiv geschützten
  • Flächen und der geleisteten Arbeit zur Aufforstung mit Fruchtbäumen. Farmers Clubs unterstützen die einzelnen Bauern, neue landwirtschaftliche Techniken auf Modellfarmen zu erlernen und anzuwenden.
  • Konzepte des „Benefit Sharing“ über PES –Verträge mit Kommunen wurden im ERP integriert
  • und werden voraussichtlich im ERP Mai Ndombe Provinz zur Anwendung kommen.
  • Der Benefit Sharing Plan ist derzeit in Ausarbeitung (CN-REDD).
  • Mit dem Holzproduzenten SOGENAC wurde eine Studie zur Anwendung von „Reduced
  • Impact Logging RIL“- Methoden begonnen. Das Ziel der Pilotstudie ist, den wirtschaftlichen Nutzen der RIL Methode fokussiert auf die Reduzierung von CO2 im Rahmen des ERP Mai Ndombe aufzuzeigen und damit das Interesse bei Forstkonzessionären zu steigern.
  • Die Bewilligung des ERPD durch die Weltbank erfolgte am 16. Dezember 2016. Dadurch erlangte auf dem afrikanischen Kontinent das Vorhaben eine besondere Bedeutung als erstes dieser Art und eines der ersten REDD+ Phase 3 Projekte in der Auszahlungsphase weltweit mit einem potenziellen Auszahlungsvolumen durch die Weltbank in Höhe von 70 Mio. US$.

Projektdaten

Land:
Demokratische Republik Kongo

Partnerinstitution:
World Wide Fund for Nature (WWF) - Democratic Republic of the Congo;World Wide Fund for Nature (WWF) - Germany

Durchführungs­organisation:
KfW Entwicklungsbank

BMUB-Förderung:
6.336.268 €

Projektlaufzeit:
07/2012 bis 12/2017

Internetauftritt(e):



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