Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Klimaresilientes Netzwerk von Zugvogelschutzgebieten auf der afrikanisch-eurasischen Flugroute

Stand: November 2018

Ziel und Massnahmen

Ziel des Projektes ist es, die Entwicklung eines kohärenten und klimaresilienten Netzwerks von Naturschutzgebieten oder anderweitig verwalteter Gebiete zu fördern. Dabei soll es sich um international wichtige Gebiete handeln, die dem Schutz wandernder Wasservögel auf ihrer afrikanisch-eurasischen Flugroute dienen. Das Projekt unterstützt so die Implementierung der relevanten Beschlüsse des Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen Wasservögel (AEWA). Das Projekt wird „Kritische Orte“ auf Vulnerabilität im Hinblick auf den Klimawandel bewerten. Außerdem wird es die Integration wichtiger Politiken auf nationaler Ebene und die Implementierung von gemeindebasierter Wiederherstellung von Feuchtgebieten befördern. Damit soll die Resilienz der lokalen Gemeinden sowie der Wasservögel-Populationen erhöht werden. Für die zielgerichtete Weiterentwicklung wichtiger Rahmenwerke und die praktische Umsetzung bestehender Resolutionen werden die gewonnenen Erfahrungen mit relevanten Strukturen und Vertragspartnern der AEWA, der Ramsar-Konvention und der Biodiversitätskonvention (CBD) geteilt.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Das sog. “Critical Site Network Tool” wurde am 12. April 2018 im Rahmen des 14. Treffen des AEWA Technical Committee in Bonn lanciert. –Das CSN Tool ist ein Web-Portal, das Informationen zu folgenden Themen bereitstellt: den Feuchtgebieten Afrikas, Europas und West-Asiens, sowie zum Einfluss von Klimawandel auf die Wasserverfügbarkeit in besagten Feuchtgebieten und Informationen zu den Gebieten, die für Wasservögel kritisch sind. –Gemeinsam hat WI mit CARE-NL einen Landschaftsansatz zur Reduzierung des Katastrophen-Risikos entwickelt, so dass eine für Biodiversität vorteilhafte Anpassung an den Klimawandel von Feuchtgebietslandschaften, für alle Interessensgruppen eine zentrale Rolle spielen kann.--Als Fallstudie wird die Arbeit CRFs im Ziway-Shalla Unterbecken einbezogen. --Der Ansatz dieser Publikation baut auf die Erfahrungen des CRF Projektes auf und wird eine Grundlage für weitere Leitlinienentwicklung bilden. --In Mali wurde ein neues Gesetz verabschiedet, das die Verwaltung von Fauna und deren jeweiliger Lebensräume reguliert. Dieses Gesetz erkennt Feuchtgebiete und Migrationskorridore als nationale Reservate an (Artikel 9) und gewährleistet den Schutz von regionalen und lokalen wichtigen Zufluchtsorten von Wildtieren (Artikel 10).

Projektdaten

Land:
Äthiopien, Mali

Durchführungs­organisation:
Wetlands International (WI) - Netherlands

Partnerinstitution(en):
  • Ethiopian Wildlife Conservation Authority - Ethiopia
  • Ministry of the Environment, Sanitation and Sustainable Development - Mali

BMU-Förderung:
3.189.730 €

Projektlaufzeit:
10/2015 bis 12/2019



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