Klimaresilientes Netzwerk von Zugvogelschutzgebieten auf der afrikanisch-eurasischen Flugroute - 15_IV_053 - 846 - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Klimaresilientes Netzwerk von Zugvogelschutzgebieten auf der afrikanisch-eurasischen Flugroute

Stand: Dezember 2019

Ziel und Maßnahmen

Ziel des Projektes ist es, die Entwicklung eines kohärenten und klimaresilienten Netzwerks von Naturschutzgebieten oder anderweitig verwalteter Gebiete zu fördern. Dabei soll es sich um international wichtige Gebiete handeln, die dem Schutz wandernder Wasservögel auf ihrer afrikanisch-eurasischen Flugroute dienen. Das Projekt unterstützt so die Implementierung der relevanten Beschlüsse des Abkommen zur Erhaltung der afrikanisch-eurasischen Wasservögel (AEWA). Das Projekt wird „Kritische Orte“ auf Vulnerabilität im Hinblick auf den Klimawandel bewerten. Außerdem wird es die Integration wichtiger Politiken auf nationaler Ebene und die Implementierung von gemeindebasierter Wiederherstellung von Feuchtgebieten befördern. Damit soll die Resilienz der lokalen Gemeinden sowie der Wasservögel-Populationen erhöht werden. Für die zielgerichtete Weiterentwicklung wichtiger Rahmenwerke und die praktische Umsetzung bestehender Resolutionen werden die gewonnenen Erfahrungen mit relevanten Strukturen und Vertragspartnern der AEWA, der Ramsar-Konvention und der Biodiversitätskonvention (CBD) geteilt.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Im Dezember 2018 wurde auf der 14. Sitzung der Vertragsparteien der “African Eurasian Waterbird Agreement Parties” in Durban (Südafrika) das aktualisierte “Critical Site Network-Tool” vorgestellt. Das CSN-Tool ist ein Web-Portal, das Informationen zu folgenden Themen bereitstellt: den Feuchtgebieten Afrikas, Europas und West-Asiens, sowie zum Einfluss von Klimawandel auf die Wasserverfügbarkeit in besagten Feuchtgebieten und Informationen zu den Gebieten, die für Wasservögel kritisch sind. Die Informationen sind nicht nur von Interesse für nationale Regierungen, sondern auch für internationale wie lokale Umweltschutz- und Hilfsorganisationen sowie die Wirtschaft.
  • Von Wetlands International wurde zusammen mit CARE-NL ein landschaftsbasierter Ansatz zur Reduktion des Katastrophenrisikos entwickelt. Als Fallstudie wird die Arbeit CRFs im Ziway-Shalla Unterbecken einbezogen. Der Ansatz verbindet verschiedene Sektoren und Interessen und rückt die Anpassung von Feuchtgebieten an den Klimawandel in den Fokus. Der Ansatz baut auf den Erfahrungen des CRF-Projekts auf und soll als Grundlage für zukünftige Richtlinien dienen.
  • Mali hat ein neues Gesetz zum Management von Tieren und deren Habitaten verabschiedet. Hierin werden Feuchtgebiete und Migrationskorridore als nationale Wildnisgebiete anerkannt (Artikel 9); zudem ist der Schutz von regionalen sowie lokal bedeutsamen Schutzgebieten vorgesehen (Artikel 10). Das Gesetz stärkt die nachhaltige Bewirtschaftung des Inneren Nigerdeltas und weiterer Feuchtgebiete.
  • Globale Events wie der Weltvogelzugtag oder der Internationale Tag der biologischen Vielfalt tragen dazu bei, das Bewusstsein für den Schutz von Feuchtgebieten zu befördern.
  • In Mali und Äthiopien wird die Arbeit vor Ort teils aufgrund von Sicherheitsfragen behindert.

Projektdaten

Land:
Äthiopien, Mali

Durchführungs­organisation:
Wetlands International (WI) - Netherlands

Partnerinstitution(en):
  • Ethiopian Wildlife Conservation Authority - Ethiopia
  • Ministry of the Environment, Sanitation and Sustainable Development - Mali

BMU-Förderung:
3.189.730 €

Laufzeit:
10/2015 bis 12/2019

Video



Meldungen zum Projekt

13.11.2015Wasservögel und Anpassung an den Klimawandel