Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Konsolidierung des brasilianischen Systems von Naturschutzgebieten (SNUC) - LifeWeb

Stand: Juni 2019

Ziel und Massnahmen

Die Projektmaßnahmen stärken die Kapazitäten des Umweltministeriums in der strategischen Steuerung des SNUC. Sie optimieren die Managementkapazitäten und Abstimmungsprozesse der für die Verwaltung der Schutzgebiete verantwortlichen Organisationen auf föderaler und bundesstaatlicher Ebene. Handreichungen unterstützen die Erstellung von Managementplänen. Die Finanzierung des SNUC wird durch die Anwendbarkeit geeigneter Instrumente wie z.B. Kompensationszahlungen nachhaltig verbessert. Strategische Maßnahmen zur Kommunikation sollen die Wertschätzung der Naturschutzgebiete für Biodiversitätsschutz und dessen Wert für die brasilianische Gesellschaft erhöhen. Vorrangige Zielgruppen sind die Bevölkerung, die Wirtschaft sowie Regierungsstellen. Das Projekt trägt zur Erreichung der Aichi-Ziele 11, 1 und 14 bei.

Verbundprojekt
Konsolidierung des brasilianischen Systems von Naturschutzgebieten (SNUC) - LifeWeb

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Mehr als 40 Schlüsselakteure auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene wurden im Rahmen einer umfassenden Capacity Development-Strategie im Bereich Ergebnisorientiertes Management ausgebildet: neun Teilnehmer*innen wurden als Multiplikatoren geschult; insgesamt konnten mehr als 400 Personen im Ergebnisorientiertem Management trainiert und das Ausbildungsprogramm in der nationalen Schutzgebietsakademie institutionalisiert werden.
  • Hinsichtlich der Beratungsleistung zu den Emendas Parlamentares wurde eine Handreichung für Parlamentarier sowie ein Handbuch zur Mobilisierung erstellt.
  • Die im Vorhaben entwickelten Instrumente zum Monitoring der qualitativen Aspekte des Aichi-Ziels 11 (Repräsentativität, Effektivität, Gerechtigkeit) wurden dem CBD-Sekretariat als Input für den Rio-Pavillon am 22.11.18 im Rahmen der CBD-COP vorgeschlagen.
  • Vom 31.07. bis 02.08.18 fand in Florianópolis der IX. Brasilianische Schutzgebietskongress (CBUC) statt. Die Vorhaben SNUC und Lokale Schutzgebiete unterstützten MMA und ICMBio auf diesem wichtigsten brasilianischen Fachforum zu Schutzgebieten mit einem gemeinsamen Stand zum SNUC. Dort fanden insgesamt 27 Vorträge und Vorstellungen von Fachpublikationen statt. U.a. wurde das vom Vorhaben entwickelte webbasierte Instrument „Analyse und Monitoring des Managements von Schutzgebieten (SAMGe)“ präsentiert: www.nmbsamge.com.br. Ende 2018 wurde das Instrument von ICMBio in 313 der 324 föderalen Schutzgebiete angewendet und Anfang 2019 veröffentlicht: samge.icmbio.gov.br.
  • Mit dem Ziel, den für die Koordination des SNUC notwendigen Austausch zwischen DAP/MMA, ICMBio und den Umweltbehörden der Bundesländer zu verbessern, wurde das "Forum der Leiter" eben dieser Behörden auf dem CBUC reaktiviert. Bereits am 21.09.18 fand das zweite Treffen statt, an dem neben DAP und ICMBio Vertreter aus 19 Bundesstaaten teilnahmen. Die folgenden prioritären Themen wurden vertieft: a) finanzielle Nachhaltigkeit des SNUC (Fokus Kompensationszahlungen), b) Strategien zur Verbesserung des Nationalen Schutzgebietskataster (CNUC).
  • Das durch das Vorhaben verbesserte Informations- und Monitoringsystem für private Schutzgebiete (SIMRPPN) wurde im Rahmen des V. Brasilianischen Kongresses der Privaten Schutzgebiete (RPPN) vom 26. bis 29.07. vorgestellt. Durch die Neuerungen können neben der föderalen Ebene nun erstmals auch Bundesstaaten und Munizipien private Schutzgebiete registrieren und die entsprechenden Informationen selbst verwalten. Dies trägt zu einer gesteigerten Transparenz und Stärkung des SNUC und der nachgeordneten Behörden bei, die am Management dieser Schutzgebietskategorie beteiligt sind. Als wichtige Neuerung bietet das SIMRPPN den privaten Eigentümern die Möglichkeit, Managementpläne für ihre RPPN online zu erstellen.
  • Am 22.11.18 startete der inzwischen vierte mit 2.000 Einschreibungen wiederum ausgebuchte Durchgang des vom Vorhaben entwickelten Onlinekurses zur Berechnung von Umweltkompensationszahlungen für Unternehmen mit signifikanter Umweltbelastung. Am 18.04.19 startete der erste Durchgang des vom Vorhaben entwickelten Onlinekurses zur Erstellung von Managementplänen für Schutzgebiete, dessen 3.000 Plätze in weniger als 36 Stunden ausgebucht waren.
  • Am 13.09.18 wurde der Schutzgebietsverbund Serra do Cipó gegründet. Das Netzwerk mit einer Gesamtfläche von 2,7 Mio. ha setzt sich aus 18 bestehenden Schutzgebieten verschiedener Verwaltungsebenen (föderal, bundesstaatlich, munizipal) zusammen und hat zum Ziel, ein integriertes Management dieser Gebiete zu fördern.

Projektdaten

Land:
Brasilien

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment - Brazil
  • Chico Mendes Institute for Biodiversity Conservation - Brazil

BMU-Förderung:
4.880.000 €

Laufzeit:
03/2013 bis 12/2018

Internetauftritt(e):



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