Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Ökosystembasierte Anpassung an den Klimawandel im Einzugsgebiet des Magdalena-Flusses

Stand: November 2018

Ziel und Massnahmen

Das Projekt unterstützt die kolumbianische Regierung bei der Entwicklung eines strategischen Rahmenplans für das Management des Magdalena Einzugsgebietes mit dem Ziel das Risiko von Überflutungen zu verringern, das Wirtschaftswachstum zu fördern und die Region besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Als Grundlage dessen werden Artenvielfalt, Ökosystemdienstleistungen sowie die Landnutzung erfasst. In zwei ausgewählten Teileinzugsgebieten werden Modelle entwickelt, um die hydrologischen Zusammenhänge besser zu verstehen. Das Projekt erfolgt in enger Zusammenarbeit mit lokalen Interessengruppen und trägt positiv zur Landbewirtschaftung, zum Naturschutz und damit auch zum Wohl der ganzen Gesellschaft bei, da etwa 80% der Bevölkerung Kolumbiens im Magdalena Flusseinzugsgebiet lebt.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Auf der COP 22 in Marrakesch 2016 wurde die Vulnerabilitäts- und Risikobewertung des Projekts im Rahmen der Rahmenveranstaltung "Ökosystembasierte Anpassung in Kolumbien" mit internationalen Teilnehmern aus Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und Universitäten diskutiert.
  • TNC und die Partnerinstitution Corantioquia nahmen an der 11. Internationalen Konferenz über die gemeinschaftsbasierte Anpassung an den Klimawandel (CBA11) teil, die vom 28. bis 29. Juni 2017 in Uganda stattfand und sich auf die Nutzung natürlicher Ressourcen und Ökosysteme zur Anpassung konzentrierte.
  • TNC veröffentlichte mit MADS und anderen Partnern wie GIZ und WWF den "Guide of Ecosystem-based Adaptation (EbA)". Der Leitfaden erklärt, wie Entscheidungsträger den EbA-Ansatz sowohl in die Projektformulierung als auch in ihr Management und ihre Planung einbeziehen können. (www.minambiente.gov.co/…)
  • TNC und das Umweltinstitut (IDEA) der Nationalen Universität Kolumbien erarbeiteten eine Kosten-Nutzen-Analyse der Anpassungsmaßnahmen, die bei der Priorisierung von EbA-Maßnahmen zur Umsetzung in den neuen Pilotgebieten und zur Kommunikation mit den Entscheidungsträgern über die Vorteile der Umsetzung der EbA-Maßnahmen im Magdalena-Feuchtgebiet verwendet wurde.
  • Zusammen mit Corantioquia arbeitet das Projekt in den Pilotgebieten Barbacoas, El Sapo und dem Feuchtgebiet von Zapatosa und setzt EbA-Maßnahmen unter Beteiligung der lokalen Gemeinschaften um: z.B. Walderneuerung, Silvopastoralsysteme, Aquakulturpiloten mit einheimischen Fischen, nachhaltige traditioneller Fischerei und fairer Handel, Schutzgebietsausweisungen, Feuchtgebietsschutzgruppen, resiliente Nutzgärten, sowie Wissensnetze.
  • Zusammen mit MADS leitet das Projekt eine Arbeitsgruppe zum Monitoring von Anpassung, an der andere Einrichtungen teilnehmen und Erfahrungen bei der Implementierung von EbA austauschen sowie Möglichkeiten zur Überwachung von EbA diskutieren.
  • Das Projekt nahm am 12. Internationalen Symposium über Ökohydraulik in Tokio teil und präsentierte die gemeinsam mit IDEAM erzielten Fortschritte: "Auswirkungen des mittelfristigen Klimawandels auf die Dynamik von Feuchtgebieten und Auen: eine Fallstudie im Flussgebiet des Magdalena".
  • In der ersten Woche der Klimaschutzaktion, die mit dem Talanoa Dialog in Kolumbien zusammenhängt, präsentierte das Projekt Fortschritte und beteiligte sich an Diskussionen in einer von MADS und verschiedenen Universitäten organisierten Veranstaltung.

Projektdaten

Land:
Kolumbien

Durchführungs­organisation:
The Nature Conservancy (TNC) - Europe

Partnerinstitution(en):
  • Ministry of Environment and Sustainable Development (MADS) - Colombia
  • National Planning Department – DNP (Departamento Nacional de Planeación)
  • Regional Autonomous Corporation of the Magdalena Great River (CORMAGDALENA) - Colombia

BMU-Förderung:
2.000.000,25 €

Projektlaufzeit:
07/2015 bis 12/2018



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