Ökosystem-basierte Anpassung an den Klimawandel in Hochgebirgsregionen Zentralasiens - 15_II_110 - 894 - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Ökosystem-basierte Anpassung an den Klimawandel in Hochgebirgsregionen Zentralasiens

Stand: August 2019

Ziel und Maßnahmen

Das Vorhaben testet in ausgewählten Gebieten in den Hochgebirgsregionen Kirgistans und Tadschikistans ökosystembasierte Ansätze zur Anpassung an den Klimawandel (EbA) und identifiziert institutionelle, administrative, ökonomische, technische und informationelle Herausforderungen für deren Umsetzung. Hierzu wird ein Instrumentarium, welches die Integration von EbA-Maßnahmen in politische Prozesse erleichtern soll, entwickelt. Es umfasst Methoden zur Entwicklung passender Strategien zum Schutz und zur nachhaltigen Nutzung von Ökosystemleistungen, Schulungen oder die Identifizierung von möglichen Finanzierungsquellen. Kasachstan beteiligt sich im Rahmen des Projekts vor allem am überregionalen Politikdialog, um die neuen Ansätze zu verbreiten und in Planungsprozesse zu integrieren. Die Maßnahmen des Projekts leisten neben der Anpassung an den Klimawandel auch einen unmittelbaren Beitrag zur Erhaltung von Ökosystemen, natürlichen CO2-Senken und zum Schutz der biologischen Vielfalt.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Die Entwicklung einer Roadmap zur Stärkung der Klimafinanzierungsmechanismus wurde in Kirgistan unterstützt.
  • Training zu Climate Finance Readiness für die National Designated Authority (NDA) und weitere Partner wurde durchgeführt.
  • 16 Expert/innen verschiedener Organisationen aus Kirgistan, Tadschikistan und Kasachstan wurden in einem Training als EbA Fazilitatoren in der Anwendung und Umsetzung der EbA Methode mit lokalen Gemeinden ausgebildet.
  • Die Methodik des Projektes zur Planung und Umsetzung von ökosystembasierten Anpassungsmethoden in den Hochgebirgsregionen Zentralasiens wurde als „Full Solution“ auf der Panorama Solutions Plattform eingestellt und als Best Practice in das Nairobi Programme der UNFCCC aufgenommen. Veröffentlichung des Artikels unter: link.springer.com/…
  • Durch das Vorhaben wurden in Tadschikistan 75 ha aufgeforstet und rehabilitiert. In Kirgisistan wurde eine Waldfläche von 8 ha erhalten und/oder nachhaltiger bewirtschaftet. Durch Installation einer Viehtränke außerhalb des Waldes im Pilotgebiet konnten der Nutzungsdruck und der Verbiss auf 7 ha deutlich reduziert werden. Auf einem weiteren Hektar wurde eine Agroforstfläche zu Demonstrationszwecken angelegt.

Projektdaten

Land:
Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • , Committee for Environmental Protection - Tajikistan, Ministry of Energy - Kazakhstan, State Agency on Environment Protection and Forestry - Kyrgyzstan
  • CAMP Alatoo - Kyrgyzstan,Michael-Succow-Foundation (Michael-Succow-Stiftung - MSS) - Germany

BMU-Förderung:
6.500.000 €

Laufzeit:
05/2015 bis 12/2020

Internetauftritt(e):

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