Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Ökosystembasierte Anpassung für Subsistenz-, Klein- und Kaffeebauern in zentralamerikanischen Gemeinden

Stand: April 2018

Ziel und Massnahmen

Das Projekt identifiziert ökosystembasierte Anpassungsoptionen, die die Widerstandsfähigkeit der Kleinbauern gegenüber den Folgen des Klimawandels erhöhen. Es ermittelt die Verletzlichkeit von Ökosystemen bei Klimaveränderungen sowie erfolgreiche ökosystembasierte Anpassungsstrategien, dokumentiert Strategien zum Umgang mit einer höheren Klimavariabilität, stärkt die zuständigen Institutionen und verbreitet die Projektergebnisse über national und international relevante Politik- und Forschungsforen. Dabei greift das Projekt auf bereits existierende Beratungsfähigkeiten in den relevanten Institutionen zurück und entwickelt sie weiter. Die Institutionen werden gestärkt und Trainer ausgebildet, die die betroffenen Gemeinden gezielt beraten und die Erfahrungen weitervermitteln. Das Projekt sensibilisiert zudem Entscheidungsträger für das Thema ökosystembasierte Anpassungen.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Abschluss von detaillierten Feldforschungen an über 300 Farmen und Umfragen in über 900 Haushalten in den drei Projektländern. Dadurch sollten die Auswirkungen des Klimawandels auf Kleinbauern und die Anpassungsstrategien der Farmer untersucht werden. Hierbei wurden detaillierte Informationen zu den Anpassungsstrategien und den Hürden, die die Weiterverbreitung dieser Strategien verhindern, gesammelt. Die Ergebnisse wurden in technischen, wissenschaftlichen und politischen Foren durch Artikel, Präsentationen, Veranstaltungen und Strategiepapieren bekannt gegeben.
  • Projektmitglieder haben an 5 nationalen, regionalen und internationalen Veranstaltungen (einschließlich UNFCCC Sitzungen) teilgenommen und haben drei nationale Politikworkshops zum Thema Landwirtschaft und Klimawandel mitorganisiert. Das Projekt hat zudem mit technischer Unterstützung zur Entwicklung von Kapazitätsaufbaumaßnahmen für Costa Ricas NAMA für Kaffee beigetragen (NAMA-café), das mehr als 160 Facharbeiter*innen mit Informationen zu EbA erreicht hat. Weitere Trainings wurden mit IHCAFE in Honduras, CATIE’s Mittelamericanische Agrarumweltprogramm (MAP) in Guatemala und Honduras sowie mit der Klimawandelabteilung con ANACAFE in Guatemala durchgeführt.
  • Das Projekt hat erhebliche Öffentlichkeitswirkung bei politischen Entscheidern, Fachleuten und Wissenschaftlern in Zentralamerika, aber auch auf globaler Ebene erlangt. Mitglieder des CASCADE-Projekts haben über 50 wissenschaftliche Präsentationen, 14 Poster, sechs Publikationen und fünf Strategiepapiere entwickelt. Zudem wurde ein regionaler Expertenworkshop abgehalten und eine Spezialausgabe der Zeitschrift „Klimawandel“ fasst die Erkenntnisse zu Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft in der Region zusammen. Des Weiteren arbeitet CASCADE mit neun lokalen Vereinigungen zusammen um gemeinsam 2018 für rund 2000 Facharbeiter*innen und Leiter*innen von landwirtschaftlichen Betrieben Schulungen von Ausbildern durchzuführen.

Projektdaten

Land:
Costa Rica, Guatemala, Honduras

Durchführungs­organisation:
Conservation International - Europe

Partnerinstitution:
  • Asociación Nacional del Café (Anacafé) - Guatemala
  • Comité Regional de Café (CORECAFE) - Honduras
  • Instituto del Café de Costa Rica
  • Tropical Agriculture Research and Learning Centre (CATIE) - Costa Rica
  • Tropical Agriculture Research and Learning Centre (CATIE) - Costa Rica

BMU-Förderung:
3.129.488 €

Projektlaufzeit:
04/2012 bis 06/2018

Internetauftritt:

Factsheet:
CASCADE: Ecosystem-based Adaptation Guatemala, Honduras, Costa Rica



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