Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Management und Entsorgung bestehender, ozonschädlicher Substanzen in „ODS Banken”

Stand: Juli 2018

Ziel und Massnahmen

Das Ziel ist es, die Partnerländer durch Umsetzung nationaler Strategien und internationaler Kooperationen in die Lage zu versetzen ihre ODS-Bestandsemissionen mit hohem THG-Potenzial aus Anlagen, Geräten, Schäumen und Produkten zu reduzieren. Hierzu werden die Halogenkohlenwasserstoffe (HalogenKW) Bestände erfasst (Inventarisierung), kurzfristige Handlungsopportunitäten identifiziert und grenzüberschreitende Kooperationen angeregt. Die Partnerländer werden bezüglich der Implementierung von Maßnahmen entlang der Entsorgungskette, wie der Rücknahme von Geräten, der Sammlung und Zerstörung von HalogenKW, der Formulierung von Best Practice Standards und Regulierungen sowie der Finanzierung von Rücknahmesystemen, bei ökonomischen Steuer- und Anreizsystemen und der Anregungen von Technologiekooperation beraten. Durch erprobte Technologien und institutionalisierte Prozesse sowie privatwirtschaftlich bestimmte Finanzierungsoptionen werden nachhaltige Wirkungen und Replikation gewährleistet.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

Status-Quo-Analysen der Länder im RAC&F-Sektor abgeschlossen

  • Studienreise zu ODS-Banken, Behandlungs- und Zerstörungstechnologien und Politikansätze in Deutschland/EU für Ozonschutzbeauftragte im Oktober 2015 durchgeführt
  • Globale ODS-Banken-Studie auf Proklima-Website (GIZ) veröffentlicht im Oktober 2015: "Management and destruction of existing ozone depleting substances banks"
  • Vortrag “Management and destruction of ODS Banks: Ghana Case Study” im Rahmens des UNEP-Netzwerktreffens im März 2016
  • Workshop zu ODS-Banken für WEEE-Manager in Kolumbien im April 2016
  • Handreichung sowie Trainingsmaterial über die ordnungsgemäße Entsorgung bzw. manuelle Demontage von defekten oder alten Kühlschränken und Klimaanlagen auf Spanisch und Englisch veröffentlicht im Juni 2017
  • Erstellung von Leitfäden für 1) Inventarisierung, 2) Sammlungssysteme, 3) Politikmaßnahmen und 4) Anwendung des Basler Übereinkommens bei grenzüberschreitender Verbringung von ODS sowie eine globale Roadmap zum ODS Banks Management abgeschlossen und auf dem OEWG 39 in Bangkok im Juli 2017 veröffentlicht
  • Metholodogie zur Inventarisierung von ODS-Banken auf Side Event „GHG-inventories in the RAC&F sectors – opportunities and challenges for accelerated climate action” im Rahmen des OEWG 39 in Bangkok präsentiert
  • Erstellung von Inventaren in Kolumbien, Tunesien, Iran, Ghana und der Dominkanischen Republik sowie deren Präsentation auf Workshops mit den Partnerinstitutionen und Stakeholdern, einschließlich Industrievertretern
  • Erarbeitung eines interaktiven Tools im Bereich e-learning auf Basis der globalen Roadmap zum ODS Bank Management
  • Kühlschrankrecycling-Anlagen zur Demonstration an ausgewählten Standorten in Vorbereitung
  • im September 2017 wurde das ODS Banken Projekt und der Leitfaden zu Manual Dismantling sowie alle weiteren Publikationen des Projekts auf der internationalen Ozonschutzkonferenz in Bogotá, Kolumbien vorgestellt
  • Im Oktober 2017 wurde eine Studienreise für Partner aus Ghana und Kolumbien zur WRF in Genf, Schweiz, und zu lokalen Kühlschrankrecyclern und Behörden organisiert
  • Das Projekt hat im Oktober 2017 mit einem eigenen Workshop und Stand an der internationalen Ressourcenkonferenz WRF in Genf teilgenommen
  • Der Projekt-Kurzfilm wurde in englischer Sprache und mit Untertiteln in Englisch, Französisch, Spanisch und Farsi veröffentlicht. Der Film illustriert die ODS Banken Problematik und wurde erstmals auf dem WRF im Oktober in Genf und auf der Vertragsstaatenkonferenz in Montreal (MOP 29) im November 2017 gezeigt
  • Das Paper zu „Global banks of ozone depleting substances. An estimate on country-level“ wurde in einem eigenen Side Event auf dem MOP29 veröffentlicht. In 2018 soll ein Review durch einen unabhängigen Wissenschaftler des TEAP erfolgen. Das Projekt hat im Rahmen der Energieeffizienzkonferenz im April 2018 in Tunis auf Einladung der tunesischen Energieagentur (ANME) teilgenommen und einen aktiven Beitrag im Panel zu Energieeffizienz in Gebäuden geleistet.

Projektdaten

Land:
Dominikanische Republik (Dom Rep), Ghana, Iran, Islamische Republik, Kolumbien, Tunesien

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • Department of Environment - Islamic Republic of Iran, Environmental Protection Agency - Ghana, Ministry of Environment and Natural Resources - Dominican Republic, Ministry of Environment and Sustainable Development (MADS) - Colombia
  • Relevante Partnerinstitutionen (Regierungsinstitutionen, Nichtregierungsorganisationen)

BMU-Förderung:
4.500.000 €

Projektlaufzeit:
11/2013 bis 10/2020

Internetauftritt(e):



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