Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

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Stand: Dezember 2017

Marine und Küstenbiodiversität Costa Ricas - Kapazitätsaufbau und Anpassung an den Klimawandel


Ziel und Massnahmen

Das Projekt trug dazu bei, ein nationales Schutzgebietssystem einzurichten, das möglichst viele Ökosysteme umfasst, effizient gemanagt wird und über eine stabile Finanzierung verfügt. Es errichtete Strukturen zum Biomonitoring und führte Vulnerabilitäts- und Risikoanalysen bestehender sowie neu auszuweisender Schutzgebiete durch. Aufbauend auf den dabei gewonnen Erkenntnissen entwickelte das Projekt Konzepte und Strategien zur Anpassung der Meeres- und Küstenökosysteme an den Klimawandel, die auf die lokalen Bedürfnisse und Herausforderungen eingehen. Durch Schulungen und Beratung stärkte es die Managementfähigkeiten der zuständigen Institutionen und Akteure und erarbeitete mit ihnen Bewirtschaftungspläne zum Co-Management der Meeres- und Küstenschutzgebiete. Zudem entwickelte das Projekt innovative Finanzierungsinstrumente wie z.B. Zahlungen für Ökosystemdienstleistungen speziell für den Kontext von Meeres- und Küstenschutzgebieten in Costa Rica und erprobte sie in Pilotprojekten.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Projekt abgeschlossen
  • Die formalen Verfahren zur partizipativen Aushandlung und Ausweisung von Schutzgebieten wurden mit SINAC festgelegt und der Prozess in zwei Gebieten begonnen.
  • 6 Managementpläne wurden bereits abgenommen, weitere befinden sich in der Fertigstellung.
  • Ein lokaler Finanzierzungsmechanismus wurde mit der Tourismuskammer erfolgreich für das Schutzgebiet Playa Hermosa eingerichtet.
  • Gemeinsam mit SINAC hat das Projekt die Funktion der Informationsbereitstellung und Aufgaben eines Clearing House Mechanism im Themenfeld „Schutzgebietsmanagement und Klimawandel“ übernommen. Bisher wurden 13 Studien publiziert und online verfügbar gemacht.
  • MINAE und SINAC wurde bei der Vorbereitung des Mesoamerikanischen Schutzgebietskongresses (03/2014) unterstützt.
  • Das Schutzgebiet Montes Submarinos (9600km2) wurde eingerichtet und verfügt über einen Managementplan. Für zwei weitere marine Schutzgebiete wurden die Anträge zur Ausweisung beim Umweltministerium eingereicht.
  • Insgesamt wurden bisher 14 Managementpläne für Schutzgebiete abgenommen.
  • Das SINAC Schutzgebietspersonal in den Interventionsgebieten wurde fortgebildet, und die Umsetzung des Umweltmonitoring in einem Coachingprozess begleitet.
  • Ein lokaler Finanzierzungsmechanismus wurde mit der Tourismuskammer erfolgreich für das Schutzgebiet Playa Hermosa eingerichtet. Ein weiterer Finanzirunsmechanismus wurde zum Handel mit Conservation Credit Units (CCU) nach dem Global Conservation Standard (GCS) eingerichtet.
  • Die Erarbeitung nationaler Strategien wurde fachlich und konzeptionell unterstützt.
  • Mit einer lokalen Universität wurde ein Online-Trainingsmodul zu marinen Schutzgebieten entwickelt und umgesetzt.
  • Die aufbereiteten Projektergebnisse wurden in drei hochkarätigen regionalen Veranstaltungen (Mesoamerikanischer Schutzgebietskongress, Forum karibischer Länder zur Klima-Vulnerabilität, IUCN World Park Congress) einem regionalen und weltweiten Publikum vorgestellt.
  • Die Lernerfahrungen zum Themenfeld "Schutzgebietsmanagement und Klimawandel" wurden als englischsprachiges Guidebook (MARISCO) publiziert.

Projektdaten

Land:
Costa Rica

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
National System of Conservation Areas (SINAC) - Costa Rica

BMUB-Förderung:
3.525.707,30 €

Projektlaufzeit:
12/2010 bis 12/2015

Internetauftritt(e):



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