Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

NDC Unterstützungsprogramm

Stand: März 2019

Ziel und Massnahmen

Aufbauend auf dem Low Emission Capacity Building Programme unterstützt das NDC Unterstützungs-Programm Entwicklungsländer bei der Erfüllung ihrer Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen durch: Direkte technische und finanzielle Unterstützung der Regierungen, um institutionelle & technische Kapazitäten für die (I)NDCs und Minderungsmaßnahmen auszubauen; Globalen Wissensaustausch und gegenseitiges Lernen für Regierungen sowie technische Experten, um die Entwicklung von Minderungsmaßnahmen, politische Führung und Bewusstseinsbildung voranzutreiben; Identifizierung innovativer Politik- und Finanzierungsoptionen für PPPs, Finanzierungsquellen und institutioneller Strukturen für Umsetzung sowie Mainstreaming von LEDS & Minderungsmaßnahmen. Mit den Ländern stellt es sicher, dass die NDC-Umsetzung zur Triebkraft für nachhaltige Entwicklung wird und die Geschlechtergleichstellung, den Übergang zu kohlenstofffreien Volkswirtschaften und die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele vorantreibt.

Vorgängerprojekt(e)
Low Emission Capacity Building (LECB) Programm

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Unter Einbeziehung der Stakeholder durchgeführte Analyse der NDC-Umsetzungsaktivitäten pro Land fertiggestellt: Aktivitäten anderer bi- und multilateraler Organisationen und der nationalen Regierungen für einen umfassenden Überblick zu nationalen Aktivitäten, um die Aktivitäten des Vorhabens entsprechend auszurichten, die Vermeidung von Überlappungen zu gewährleisten und Synergien herzustellen.
  • Einrichtung eines Koordinierungsmechanismus für diese Stakeholder pro Land: Sicherstellen eines regelmäßigen Austauschs und Updates zu Aktivitäten und Planungen zwischen den Organisationen.
  • Projektdokumente, um nationale Aktivitäten zu definieren und die nationalen Projekte zu lancieren, sind in den meisten Ländern fertiggestellt und Beginn der Umsetzung
  • Länderbewerbungen in einem Wettbewerb für zusätzliche Mittel, um gender-fokussierte Aktivitäten in ihre Arbeitspläne zu integrieren: Zehn Länder wurden ausgewählt, um Gleichstellungsaspekte stärker in ihre NDCs einzubringen und haben hierfür eine grundlegende Gender-Analyse durchführen, die die rechtlichen, politischen und institutionellen Rahmenbedingungen - bezogen auf Klimawandel und Gender – untersucht.
  • Als Ergebnis dieser Analyse planen z.B. Kolumbien und Bhutan Gleichstellung in ihre Klimastrategien aufzunehmen, währen Thailand und Vanuatu Gleichstellungsindikatoren in öffentliche Haushalte integrieren wollen. Uganda hat sich die Förderung von weiblichen Unternehmerinnen zum Ziel gesetzt und Chile untersucht die Nutzung eines Gender-Siegels, im Zusammenhang mit Privatsektorinvestitionen. – Einige Partnerländer untersuchen explizite Verbindungen zwischen NDCs und den Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs). In Libanon z.B. findet ein Austausch mit dem nationalen SDG-Ausschuss statt und in Uganda wurden Leitlinien entwickelt, um NDC, ökologisch nachhaltiges Wirtschaftswachstum und SDGs in nationale und sektorale Entwicklungspläne zu integrieren.
  • Ausgewählte Beispiele aus Partnerländern: In Ekuador unterstützt das Programm die Einrichtung eines institutionellen Koordinierungsrahmens zur NDC-Umsetzung, stärkt das Transparenzsystem und unterstützt prioritäre NDC-Umsetzungsmaßnahmen in den Sektoren Energie, Abfall und Industrie. Gender-Mainstreaming steht in Ekuador ebenfalls mit verschiedenen Maßnahmen im Fokus. – Chile verfolgt einen inklusiven Planungsansatz zur NDC-Umsetzung. Die Gender-Aktivitäten des Programms haben dazu geführt, dass ein Vertreter des Ministeriums für Gleichstellung an der Interministeriellen technischen Arbeitsgruppe für Klimawandel teilnimmt. – In Costa Rica hat das Projekt u.a.die Weiterentwicklung des metrischen Systems für Klimawandel (National Climate Change Metric System, SINAMECC) unterstützt, das zur Einhaltung der Regelungen des verbesserten Transparenzrahmens (Enhanced Transparency Framework) unter dem Pariser Abkommen dienen soll. Hierbei stand die Verbesserung des Datenflusses und der Berichterstattung im Bereich Land- und Forstwirtschaft und andere Landnutzung im Fokus. – In Peru hat das Projekt die Einrichtung der NDC Multi-Sectoral Working Group (GTM) unterstützt, die das Mandat hat, einen Aktionsplan für die NDC-Umsetzung zu erarbeiten. Das Programm finanziert darüber hinaus einen Experten, zur Unterstützung des Umweltministeriums bei der Koordination der GTM sowie weitere Experten, die verschiedene Ministerien bei sektoralen und finanziellen Analysen zu den notwendigen Rahmenbedingungen für eine Erreichung der peruanischen Klimaziele unterstützen.

Projektdaten

Land:
Bhutan, Chile, Costa Rica, Demokratische Republik Kongo, Ecuador, Ghana, Kenia, Kolumbien, Laos, Libanon, Marokko, Peru, Philippinen, Sambia, Thailand, Trinidad und Tobago, Uganda, Vanuatu

Durchführungs­organisation:
United Nations Development Programme (UNDP)

Partnerinstitution(en):
  • Diverse climate change relevant institutions in the respective partner countries/Diverse klimarelevante Institutionen in den entsprechenden Partnerländern
  • Relevante Partnerinstitutionen (Regierungsinstitutionen, Nichtregierungsorganisationen)

BMU-Förderung:
42.500.000 €

Laufzeit:
01/2017 bis 12/2020

Internetauftritt(e):



Meldungen und Filme zum Projekt

15.10.2018Innovative Ansätze zur Förderung der NDC-Implementierung

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