Details - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

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Stand: Dezember 2017

Netzwerk klimaresistenter Meeresschutzzonen in der Ostkaribik (ECMMAN)


Ziel und Massnahmen

Das Projekt richtet in Zusammenarbeit mit sechs Länder eine klimaresistente Meeresschutzzone in der Ostkaribik (Climate-Resilient Eastern Caribbean Marine Managed Areas Network - ECMMAN) ein. Durch den Schutz der Meeresgebiete bleiben die empfindlichen marinen Ökosysteme intakt und können so den Belastungen durch den Klimawandel besser widerstehen. Maßnahmen umfassen unter anderem die Vergrößerung und Verbesserung von bestehenden Meeresschutzgebieten, eine aktive Beteiligung der lokalen Bevölkerung, die Verbesserung von Daten- und Informationssystemen sowie der finanziellen und institutionellen Nachhaltigkeit des Netzwerks. So werden Schlüsselelemente des Strategieplans des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD), des CBD-Arbeitsprogramms zu Schutzgebieten und des LifeWeb-Beitrags der Organisation Ostkaribischer Staaten umgesetzt. Die neue Meeresschutzzone trägt dazu bei, die Artenvielfalt sowie die Existenzgrundlagen der Bevölkerung zu erhalten, Ernährungssicherheit und nachhaltigen Tourismus zu fördern und die Risikoanfälligkeit von Küstengemeinschaften gegenüber dem Klimawandel zu verringern.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Seit Januar 2014 trifft sich halbjährig das Steuerungskomittee Advisory and Coordination Committee (ACC). Es setzt sich zusammen aus allen Durchführungspartnern sowie den nationalen Ansprechpartnern aus den sechs Zielländern.
  • In St. Lucia fand ein Trainingsworkshop zu effektiven Bewusstseinsbildungsmassnahmen mit Teilnehmern aus allen sechs Zielländern statt. Im Anschluss wurden in allen Zielländern sechsmonatige Kampagnen zur Stärkung des Umweltbewusstseins für marine und Küstengebiete durchgeführt.
  • In Saint Vincent und den Grenadinen wurde ein Treffen für ausgewählte Fischer aus allen sechs Zielländern zum Erfahrungsaustausch und zur Stärkung ihrer Führungskompetenzen organisiert.
  • In jedem der sechs Zielländer konnten für die erste Runde der Kleinprojekteförderungen entsprechende Verträge mit den beteiligten lokalen NROs abgeschlossen werden.
  • Die Zweimeilenzone um die Küstenline von St. Kitts und Nevis wurde offiziell als “St. Kitts and Nevis Marine Management Area” ausgewiesen.
  • Umweltdaten aus vorherigen Riffbewertungen bei denen unterschiedliche Erhebungsmethoden zum Einsatz kamen, wurden zusammengetragen und analysiert. Für Repräsentanten aller Zielländer wurde ein Trainings-Workshop zu marinen und sozioökonomischen Erhebungsmethoden durchgeführt.
  • Das regionale Informationssystem CaribNode wurde in Partnerschaft mit IUCN ins Leben gerufen und bietet seinen Nutzern verschiedene Instrumente zur Erhebung und Verarbeitung von Umweltdaten im marinen Bereich an. Erste Trainings zur Nutzung von CaribNode wurden für nationale Datenmanager im Rahmen einer Konferenz für Geographische Informationssysteme durchgeführt.
  • Zum ersten Mal wurden in der Projektregion Coral Reef Report Cards zur Beschreibung des Zustands der Riffe produziert und auf dem World Oceans Day 2016 vorgestellt.
  • Für alle Partnerländer wurden Karten über marine Habitate sowie die Seebodenbeschaffenheit in Küstennähe erstellt.

Projektdaten

Land:
Antigua und Barbuda, Dominica, Grenada, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen

Durchführungs­organisation:
The Nature Conservancy Eastern Caribbean Office

Partnerinstitution(en):
Caribbean Network of Fisherfolk Organizations (CNFO);CaribSave;Organization of Eastern Caribbean States Secretariat (OECS) - St Lucia;PCI Media Impact - USA;United Nations Environment Programme (UN Environment) - Caribbean Environment Programme (CEP)

BMUB-Förderung:
4.500.000 €

Projektlaufzeit:
08/2013 bis 10/2017

Internetauftritt(e):



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