Politikdialog und Wissensmanagement zu Niedrigemissionsstrategien in der MENA Region - 14_I_209 - 757 - Internationale Klimaschutzinitiative (IKI)

Politikdialog und Wissensmanagement zu Niedrigemissionsstrategien in der MENA Region

Stand: August 2019

Ziel und Maßnahmen

Im Zuge des globalen Klimaabkommens sind die MENA Länder aufgefordert, Strategien zur Transformation ihrer Volkswirtschaften in nachhaltige und kohlenstoffarme Wirtschaftssysteme vorzulegen. In gesamtwirtschaftlichen sowie sektorspezifischen Planungen der Länder nehmen klimapolitische Zielsetzungen jedoch bislang einen geringen Stellenwert ein. Die Erstellung der Nationally Determined Contributions (NDC) erfolgte in vielen Ländern ohne detaillierte makroökonomische Betrachtung. Auch Instrumente zur Energie- und Ressourceneffizienz sind bislang nicht ausreichend vorhanden. Das Projekt unterstützt die Durchführungsländer geeignete politische Instrumente zur Erreichung ihrer Klimaschutzziele für Teilsektoren zu identifizieren und umzusetzen. Regionale Fachforen ermöglichen Lernen zwischen den zuständigen Fachbehörden sowie Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft. Das Vorhaben arbeitet regionale Lernerfahrungen auf und erschließt sie für IKI-Projekte weltweit.

Stand der Umsetzung/Ergebnisse

  • Projekt leistet Beitrag zur Konkretisierung von langfristigen Niedrigemissions- und Anpassungsstrategien sowie zum Ausbau erneuerbarer Energien und Erhöhung von Energieeffizienz in der MENA-Region
  • Projekt leistet wichtigen Beitrag zum IKI-Wissensmanagement in der MENA-Region. Hat großes Vernetzungspotenzial für BMU- BMZ- und BMWi-Projekte in der MENA-Region
  • In Marokko, Tunesien und Algerien wird die volkswirtschaftliche Folgenabschätzung der langfristigen Energiestrategien durch Szenarien-Modellierung unterstützt, um die Auswirkungen des Ausbaus der erneuerbaren Energien und verbesserter Energieeffizienz auf andere Bereiche abzuschätzen
  • Im Iran werden lokale Partner bei der Umsetzung von nachhaltigem Wasserressourcenmanagement in einem Flussgebiet unter den Bedingungen des Klimawandels unterstützt
  • Weiterhin teilen deutsche Experten der Umweltverwaltung ihre Erfahrungen mit iranischen Experten zur Emissionsminderung in der Industrie durch beste verfügbare Techniken (BVT). In Jordanien beraten Experten zum Rechtsrahmen für die Umsetzung der Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaabkommen
  • Gemeinsam mit der jordanischen Industriekammer werden zwei Energieeffizienznetzwerke in der Industrie pilotiert
  • In Algerien beraten Experten das Energieministerium und den Stromversorger zur Integration erneuerbarer Energien ins Stromsystem und zu technischen Netzanschlussregeln
  • Die Energieabteilung der Arabischen Liga (LAS) wird zur Umsetzung der Pan Arab Sustainable Energy Strategy sowie bei der Erstellung Nationaler Aktionspläne und Jahresberichte zum Ausbau erneuerbarer Energien und Energieeffizienz unterstützt
  • Transregionale Plattform zu großen Solarkraftwerken organisiert seit 2015 Wissensaustausch zur Anwendung von Solartechnologien
  • Ein Netzwerk aus Think Tanks und Universitäten der MENA Region entsteht zum Wissensaustausch zu Klima-Energie-Wirtschaftsmodellierung.

Projektdaten

Land:
Ägypten, Algerien, Iran, Jordanien, Marokko, Tunesien

Durchführungs­organisation:
Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH

Partnerinstitution(en):
  • League of Arab States - Egypt
  • Ministry of Environment - Egypt
  • Ministry of Energy, Mines, and Sustainable Development - Morocco
  • Ministry of Energy and Mineral Resources - Jordan
  • Ministry of Energy - Algeria
  • Ministry of Energy, Mines and Renewable Energies – Tunisia
  • Michael-Succow-Foundation / Michael Succow Stiftung
  • Regional Center for Renewable Energy and Energy Efficiency (RCREEE)
  • RENAC energy & climate gGmbH

BMU-Förderung:
15.250.000 €

Laufzeit:
03/2014 bis 02/2021

Internetauftritt(e):